322 neue Obstbäume

Eine Frau steht auf einer Streuobstwiese
Bei Astrid Kempf aus Clausen gibt es jetzt junge Streuobstbäume

Von Sippersfeld am nördlichsten Biosphärenreservats-Zipfel bis Eppenbrunn an der französischen Grenze konnten von Dezember bis März 322 Obstbäume gepflanzt werden – ermöglicht durch das grenzüberschreitende Projekt „LIFE-Biocorridors“. So unterstützt das Biosphärenreservat den Verbund wichtiger Offenland-Biotope und schafft Lebensräume für zahlreiche Arten, die auf Streuobstwiesen zuhause sind. Zudem werden die Nutzung von regionalem Obst gestärkt und das Landschaftsbild verbessert.

Wenn auch wegen der Corona-Pandemie keine gemeinsamen Pflanzkationen, zum Beispiel mit Schulklassen, möglich waren, konnten doch Privatleute, Ortsgemeinden, Naturschutzvereine sowie ein Partnerbetrieb des Biosphärenreservats – die Waldritter Südwest – gefördert werden. Zur Förderung gehörten nicht nur die Obstbäume, sondern auch Stutzpfähle, Anbindematerial, Verbiss- und Wühlmausschutz sowie Informationen zur Erhaltung und Pflege der Bäume. Damit Tiere, Pflanzen und Menschen einen langfristigen Nutzen von den Bäumen haben, verpflichten sich die Geförderten, die Bäume 18 Jahre lang zu erhalten und sachgerecht zu pflegen.

Projekt „LIFE Biocorridors” im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat

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Das EU-Projekt LIFE Biocorridors hat das Ziel, ein grenzüberschreitendes ökologisches Netzwerk im Biotopverbund Pfälzerwald-Nordvogesen zu schaffen. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen im Offenland, im Wald und an Wasserläufen durchgeführt. Im Offenland geht es darum, Streuobstwiesen sowie magere Wiesen und Weiden zu bewahren oder wieder neu anzulegen.

Für das Projekt LIFE Biocorridors wurden insgesamt 3,6 Millionen Euro durch die Europäische Union sowie durch die Projektpartner in Frankreich und Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung der Maßnahmen wird vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz mit 540.000 Euro gefördert. Mehr Informationen unter https://www.lifebiocorridors-vosgesnord-pfaelzerwald.eu/de/willkommen/.

Freiwilliges ökologisches Jahr im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Bewerbungen noch bis 01. April möglich

Im Einsatz für die Modellregion für nachhaltige Entwicklung: Beim Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald kann ein FÖJ geleistet werden

Junge Menschen haben die Möglichkeit, in der Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald in Lambrecht ein zwölfmonatiges Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) zu leisten, und können sich dafür noch bis 01. April bewerben. Das FÖJ läuft ab Anfang August 2021 bis Ende Juli 2022. Bewerben können sich alle ab 18 bis einschließlich 26 Jahre.

Als Modellregion für nachhaltige Entwicklung, die von der UNESCO anerkannt ist, entwickelt das Biosphärenreservat gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern in der Region Konzepte und Projekte, um ein harmonisches Miteinander von Mensch und Umwelt zu sichern. Im Sinn des UNESCO-Auftrags hat das Biosphärenreservat vielseitige Aufgaben, etwa im Bereich nachhaltiges Wirtschaften, Landschaftspflege, Biodiversität, Forschung und Monitoring, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.

Dort, wo alle Fäden der Biosphärenreservats-Aktivitäten zusammenlaufen, beim Team des Biosphärenreservats mit Sitz in Lambrecht, ist der Haupteinsatzort des FÖJlers beziehungsweise der FÖJlerin. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Hier freut sich das Biosphären-Team über Unterstützung bei der Gestaltung der Social Media-Auftritte und von Print-Produkten sowie bei der Mithilfe der Website-Redaktion. Die Mitarbeit in Projekten und Aufgaben im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung ist auch vorgesehen. Die jungen Leute erhalten zudem Einblicke in andere Aufgabengebiete des Biosphärenreservats wie Naturschutz und Landschaftspflege oder nachhaltiges Wirtschaften. Die Entwicklung und Durchführung eigener Projekte ist ebenfalls möglich.

Neben der Arbeit in der Einsatzstelle stehen auch einige thematische FÖJ-Seminare auf dem Programm. Während der Seminare, die die Koordinatorinnen des rheinland-pfälzischen FÖJ in Mainz anbieten, haben die jungen Leute Gelegenheit, andere FÖJler und FÖJlerinnen kennenzulernen sowie Erfahrungen auszutauschen. Sie arbeiten zudem zu Themen rund um Ökologie und Umweltschutz und können auch einsatzortübergreifend gemeinsame Projekte entwickeln.

Für ihr FÖJ erhalten die Freiwilligen ein Taschengeld sowie gegebenenfalls einen Zuschuss zur Unterkunft. Unter www.foej-rlp.de gibt es alle weiteren Informationen rund um das FÖJ und die Bewerbung sowie weitergehende Informationen zum Biosphärenreservat als Einsatzstelle.

Bewerbungen werden ausschließlich online erstellt und abgeschickt unter www.foej-rlp.de/foej-und-oebfd-in-rheinland-pfalz/bewerbung.

Unsere Kulturlandschaft im Pfälzerwald

Projektteam „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ sucht alte Fotos und Postkarten von Orten und ihrer Landschaft

Unsere Kulturlandschaft befindet sich in einem ständigen Wandel. Wie hat sich die Kulturlandschaft im Pfälzerwald, die Landschaft um unsere Orte herum verändert? Dieser Frage will das Team des chance.natur-Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ des Biosphärenreservats nachspüren und sucht deshalb nach alten Fotografien.

Ein Foto aus dem 1910 zeigt den Blick auf das Dorf Haardt mit dem Haardter Schloss.
Blick auf das Dorf Haardt und das Haardter Schloss, etwa um 1910.

Mitmachen können alle, die Lust haben, im alten Familienalbum zu blättern oder in Schubladen und Kisten zu stöbern und dabei Fotos oder auch Postkarten mit Fotografien entdecken, die vom Beginn der Fotografie bis etwa in die 1970er Jahre aufgenommen wurden. Interessant sind alle Aufnahmen aus dem Gebiet des Biosphärenreservats Pfälzerwald, insbesondere solche, die Orte und ihre nächste Umgebung zeigen. Dabei sucht das Hirtenwege-Team vor allem nach Elementen offener Landschaftstypen, beispielsweise Streuobstwiesen, terrassierte Hänge sowie Viehweiden und andere Formen von Landwirtschaft. Großen Wert hätten Fotos, auf denen Weidetiere und vielleicht sogar ein Beweider oder eine Schäferin zu sehen sind. Das Team schaut insbesondere darauf, wie sich das Verhältnis von Wald zu Offenland verändert hat. Wer Lust hat, könnte auch gleich ein aktuelles Foto zum Vergleich mitschicken.

Die Fotos oder Postkarten sollten bis 24. April beim Team des Hirtenwege-Projekts am besten digital (zum Beispiel als Scan) per E-Mail an a.marstaller@pfaelzerwald.bv-pfalz.de eingereicht werden. Wer die Fotos nicht scannen kann, kann sie auch mit der Post an die Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald, Franz-Hartmann-Straße 9 in 67466 Lambrecht/Pfalz schicken. Auf Wunsch werden die Fotos dann zurückgesendet. Wenn viele Aufnahmen vorhanden sind und bei weiteren Fragen kann auch Kontakt unter der Telefonnummer 06325 9552-42 aufgenommen werden.

Das Foto zeigt den Blick auf das Dorf Haardt und das Haardter Schloss im Frühjahr 2021.
Blick auf Haardt und das Haardter Schloss im Frühjahr 2021

Wichtig bei der Einreichung der Fotos sind Informationen zu Zeit und Ort der Aufnahme sowie zum Bildautor beziehungsweise zur Bildautorin. Die Rechte für die Nutzung der Fotos klärt das Hirtenwege-Team dann mit den Personen, die die Fotos einsenden.

Aussagekräftige Fotos, die etwas über den Wandel der Landschaft aussagen, alte Wirtschaftsweisen zeigen oder die Kulturlandschaft in besonders anschaulicher Weise darstellen, werden möglichst auf der Website des Biosphärenreservats www.pfaelzerwald.de sowie auf der Projektwebsite www.hirtenwege-pfaelzerwald.de gezeigt. Zudem sollen sie weiterhin für Veröffentlichungen im Rahmen des Hirtenwege-Projekts genutzt werden. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald kooperiert in diesem Zusammenhang mit dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde sowie der Pfalzbibliothek, die bereits über Bestände alter Orts- und Landschaftsaufnahmen verfügen und an weiteren interessiert sind.

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald – einzigartige Kulturlandschaft in ständiger Entwicklung

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald zeichnet sich mit über 75 Prozent Bewaldung durch sehr große Waldflächen aus, doch es sind gerade die Bereiche, wo es einen Wechsel zwischen offenen und bewaldeten Landschaftsteilen gibt, die den besonderen Artenreichtum wie auch die große Attraktivität des Gebiets ausmachen.

Mensch und Natur haben über Jahrtausende gemeinsam die Entwicklung der Kulturlandschaft geprägt. Wie sich die Landschaft im Biosphärenreservat und insbesondere um unsere Orte herum ständig verändert, hat große Auswirkungen auf das jeweilige Ortsbild und die touristische Attraktivität wie auch auf das Klima und die Artenvielfalt. Im Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ soll durch die Pflege von Offenlandbiotopen und die Wiederherstellung und Vernetzung alter Triftwege die Wanderschäferei im Pfälzerwald auf einer Fläche von über 8.000 Hektar gefördert und wiederbelebt werden. Die Tiere pflegen als Öko-Rasenmäher die offenen Landschaftsbereiche und sorgen durch den Transport von Samen und kleinen Tieren in ihrem Fell für die Vernetzung artenreicher Biotope. Aber auch Ziegen- oder Rinderhalter und -halterinnen können wichtige Partner und Partnerinnen bei der Umsetzung des Pflegekonzeptes sein. Nicht zuletzt wird die Kulturlandschaft durch das Naturschutzprojekt, das über das Bundesprogramm chance.natur gefördert wird, geschützt.

chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“

Das Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ wird im Biosphärenreservat Pfälzerwald umgesetzt, Projektträger ist der Bezirksverband Pfalz. Die Förderung des Vorhabens erfolgt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie durch das Land Rheinland-Pfalz. Projekt I wird mit rund 2 Millionen Euro gefördert. Nach erfolgreichem Abschluss der Projektplanung in Projekt I im Jahr 2022 würde sich für weitere zehn Jahre Projekt II anschließen, in dem die in Projekt I erarbeiteten Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Informationen auch unter www.hirtenwege-pfaelzerwald.de.

Wildpflanzen-Tipp: der Efeu

Erfahren Sie im neuesten Wildpflanzen-Tipp unserer Kräuterpädagogin Petra Knoll über welche erstaunlichen Eigenschaften der Efeu verfügt – und wie man mit ihm sogar Geschirr spülen kann.

Petra Knoll ist Kräuterpädagogin und ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Team des Biosphärenreservats in Lambrecht.

Um zum aktuellen Wildpflanzen-Tipp zu gelangen, einfach hier klicken

Ein Wochenende im Zeichen der Sterne

Junior Ranger Entdecker-Camp im Rahmen des Projekts ,,Sternenpark Pfälzerwald‘‘

Das Bild zeigt einen Streifen Wald aus dem Biosphärenreservat mit einem nächtlichen Himmel darüber, an dem sehr viele Sterne zu sehen sind.
Sternenhimmel über dem Pfälzerwald (Foto: Christian Mücksch)

Im Rahmen des Projekts ,,Sternenpark Pfälzerwald‘‘ bietet das Biosphärenreservat Pfälzerwald vom 7. bis 9. Mai ein Junior Ranger Entdecker-Camp an. Das Camp findet in Kooperation mit dem Bildungspartner des Biosphärenreservats, den Waldrittern Südwest, in deren Abenteuer-Wald-Erlebnis-Zentrum Heidelsburg bei Clausen statt.

Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren erforschen im Rahmen des Camps das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und setzen sich auf aktive und kreative Art mit dem Pfälzerwald und verschiedenen Themen rund um eine nachhaltige Lebensweise auseinander. An diesem Wochenende wird der Fokus auf dem Thema Lichtverschmutzung und Sterne liegen. Die Veranstaltung beinhaltet die Übernachtung im eigenen Zelt und eine Vollverpflegung.

Im weiteren Verlauf des Jahres soll es weitere Bildungsangebote zum Thema ,,Schutz der natürlichen Dunkelheit‘‘ im Rahmen des Projekts „Sternenpark Pfälzerwald“ geben. Termine werden unter www.pfaelzerwald.de/termine bekannt gegeben. Alle Angebote werden unter Einhaltung der gebotenen Hygienemaßnahmen durchgeführt, sofern die Situation in Bezug auf die Corona-Pandemie dies zulässt.

Die Teilnahme am Junior Ranger-Camp zum Thema Sterne ist kostenlos. Anmeldungen zu weiteren Junior Ranger-Camps, die an Wochenenden oder als Wochenprogramme während der Schulferien stattfinden, falls dies die Situation bezüglich der Corona-Pandemie erlaubt, sind ebenfalls möglich. Anmeldungen für die Camps nimmt Micaela Mayer, Bildung für nachhaltige Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, in der Geschäftsstelle in Lambrecht, entgegen. Sie gibt auch weitere Informationen zum Junior Ranger-Projekt und ist unter der Telefonnummer 06325 9552-43 oder per E-Mail an m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de erreichbar. Eine Übersicht und weitere Informationen zu allen Angeboten gibt es auch hier.

Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz (vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) gefördert. Das Projekt Junior Ranger wird unterstützt vom Land Rheinland-Pfalz.

Das ABC des chance.natur-Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“

Eine Illustration zeigt ein Schaf, das in einer Sprechblase sagt "Auf geht's!"Naturschutzgroßprojekt… was für ein Wort! Es ist ein langes Wort. Man kann sich viel und gar nichts darunter vorstellen. Und vielleicht denken manche, die Erklärung könnte ziemlich langweilig sein. Mag zwar sein, aber wenn es sich im ersten Moment auch nicht so spannend anhört, ist das Projekt doch ziemlich cool. Hier erklärt euch das Hirtenwege-Team in kleinen und einfachen Schritten dieses riesige Projekt, und zwar mit Hilfe des ABCs. Hier kommen die Buchstaben A bis D – demnächst geht es weiter mit E bis H!

 

A

wie Artenschutz

Artenschutz. Hm. Vielleicht schon mal gehört. Falls nicht, habt ihr bestimmt schon vom Naturschutz gehört. Artenschutz ist ein Teil des Naturschutzes. Er bedeutet einfach, dass verschiedene Arten, also Tiere, Pflanzen und Pilze, geschützt werden.

Auf einer großen Wiese leben Vögel, Insekten, kleine Säugetiere und bunte Blumen. Um sich weiter an dieser Wiese erfreuen zu können, versucht man, störende Außeneinflüsse fernzuhalten. Die Wiese wird also geschützt. Dadurch können die Tiere, Pflanzen und Pilze in Ruhe weiterleben, sie stehen also unter Artenschutz.

Das Naturschutzgroßprojekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ nutzt Schafe, um beispielsweise die erwähnte Wiese zu schützen. Da Schafe lebendige Rasenmäher sind, können sie die Wiese pflegen, ohne dem Boden zu schaden. Zwar fressen sie die eine oder andere Pflanze, können aber in ihrem Fell Samen transportieren, sodass die Pflanze an einer anderen Stelle wieder wächst.

Habt ihr noch mehr Fragen zum Artenschutz oder zum Naturschutzgroßprojekt? Dann schaut auf unserer Internetseite vorbei:
www.hirtenwege-pfaelzerwald.de

B

wie Buckelwiese

Buckelwiese. Hört sich an, als wäre das eine Wiese mit Buckel. Ist es auch. Vor sehr vielen Jahren, wir sprechen hier vom Mittelalter, wurden diese Wiesen angelegt, nachdem die Flächen vorher auf klösterliches Geheiß gerodet wurden. Im 19. Jahrhundert hatte diese Form von Flächenbewirtschaftung ihren Höhepunkt. Man kann sie immer noch an einigen Stellen im Pfälzerwald antreffen. Praktischerweise konnte man die Wiesen einerseits entwässern (d. h., wenn zu viel Wasser auf der Wiese war, konnte man es ablassen) und andererseits bewässern (d. h. den Flächen Wasser zuführen, wenn es zu trocken war). Dieses alte Bewirtschaftungssystem wird aber schon seit den 1950er beziehungsweise 1960er Jahren nicht mehr genutzt, da es ganz schön aufwendig ist, die Flächen und die Wasserzufuhr zu unterhalten. Außerdem gibt es modernere Bewirtschaftungsmethoden. Jetzt wollen wir vom Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ diese Wiesen wiederaufleben lassen. Das sind nämlich tolle Lebensräume für alles, was da kreucht und fleucht, vor allem für Amphibien und seltene Blumenarten. Die Buckelwiesen sollen also bewirtschaftet werden, aber im Sinne des Natur- und Artenschutzes.

Habt ihr noch mehr Fragen zu Buckelwiesen oder dem Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“? Dann schau auf unserer Internetseite vorbei:
www.hirtenwege-pfaelzerwald.de

C

wie chance.natur

Auf einer Illustration ist ein Schaf zu sehen, das auf Wildblumen herumkaut und in einer Sprechblase sagt "Alles einsteigen"Chance.natur. Eigentlich chance.natur Bundesförderung Naturschutz. Oh nein, das hört sich echt kompliziert an. Aber es steckt auch viel dahinter. Denn chance.natur betrifft ganz Deutschland! Mit dieser Förderung kann Deutschland in puncto Naturschutz zeigen, was es drauf hat. Es gibt über 84 chance.natur-Projekte in Deutschland und das Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ ist eines davon. Förderung bedeutet so was wie Unterstützung von guten Ideen, die Hilfe bei der Umsetzung benötigen. Für die Natur sind Förderungen vom Bund sehr wichtig, weil unsere Natur erhalten bleiben muss. Gäbe es die Bundesförderung nicht, würden viele schützenswerte Landschaften nicht mehr existieren. Die wichtigsten Ziele der chance.natur Bundesförderung Naturschutz sind:

  • der Erhalt von Landschaften, die von ihrem Typ und ihrer Naturausstattung her bundesweit bedeutsam und schützenswert sind
  • Die Förderung großflächiger Gebiete, denen aus nationaler Sicht eine besondere Bedeutung für den Naturschutz zukommt
  • Der Erhalt der Vielfalt wildlebender Pflanzen- und Tierarten.

(Quelle: https://www.bfn.de/foerderung/naturschutzgrossprojekte/)

Hast du noch mehr Fragen zu chance.natur oder willst du wissen, wie ein chance.natur-Projekt aufgebaut ist? Dann schau mal auf unserer Internetseite vorbei:
www.hirtenwege-pfaelzerwald.de

D

wie Dienstgang

Auf einer Illustration ist ein Schaf zu sehen, auf das INsekten krabbeln und zufliegen. In einer Sprechblase sagt das Schaf "Das Biosphären-Taxi startet gleich."Dienstgang. Dienstgänge müssen viele Leute unternehmen. Ob es das Zeitungaustragen ist oder den Müll rausbringen. Ein Dienstgang im chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ sieht wie folgt aus: Man zieht sich Kleidung und Schuhe an, die bequem sind und gegebenenfalls richtig dreckig werden können. Es ist auch immer von Vorteil, wenn man einen Fotoapparat mitnimmt. Dann setzt man sich in den chance.natur-Dienstwagen und ab geht es auf die Flächen! Ein großer Teil der chance.natur-Arbeit findet nämlich auf den Flächen im Fördergebiet (wird unter „F“ erklärt) statt. Hier treffen sich die Akteure und Akteurinnen (Beteiligte) des Projekts, um über die Maßnahmen auf den Flächen zu beraten. Verschiedene Anregungen und Ideen fließen in die Gespräche mit ein. So ein Dienstgang kann kurz sein, aber meistens ist man ein paar Stunden draußen, was eine interessante Abwechslung zur Büroarbeit bietet. Die Interaktion und Kommunikation mit den verschiedenen Beteiligten ist sehr wichtig für das chance.natur-Projekt. Denn das Projekt vernetzt sie miteinander und versucht gemeinsam Lösungen zu finden sowie Herausforderungen zu meistern. Am Ende eines Dienstgangs kann es dann schon mal Abend sein. Wenn dann noch Fotos gemacht werden konnten, ist es einfacher, sich auch im Nachhinein gut an die wichtigsten Inhalte des Dienstgangs zu erinnern.

Wollt Ihr wissen, was man noch so beim chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ macht? Dann schau auf unserer Internetseite vorbei:
www.hirtenwege-pfaelzerwald.de

Deutsch-französischer Garten-Wettbewerb eröffnet

Aktion des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen jetzt auch mit Schulgarten-Wettbewerb

Hobbygärtnerinnen und -gärtner können sich ab sofort für den Wettbewerb im Projekt „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen anmelden. Das Projekt will die breite Öffentlichkeit für die Artenvielfalt im Alltag sensibilisieren und so dazu anregen, auch in den bebauten Flächen des Biosphärenreservats, in unseren Städten und Dörfern, ökologisch zu handeln.

Personen, die zur Jury gehören, begutachten den Garten der Familie Rabel in Volksberg im Elsass
Jury im Garten von Familie Rabel in Volksberg im Elsass; hier findet die Preisverleihung im September 2021 statt (Foto: Naturpark Nordvogesen)

Zu dem Wettbewerb können sich Personen, deren Garten im deutsch-französischen Biosphärenreservat liegt, bis 16. April anhand eines Bewerbungsbogens online unter www.pfaelzerwald.de/gaerten anmelden. Das Projektteam wählt anhand der Bögen jeweils 20 Gärten auf der französischen und auf der deutschen Seite des Biosphärenreservats aus. Diese werden daraufhin von einer Expertin oder einem Experten besucht, die den Garten genauer unter die Lupe nehmen und Empfehlungen geben, um die Artenvielfalt zu verbessern. Das Projekt-Team wählt dann die jeweils fünf interessantesten Gärten im pfälzischen und französischen Teil des Biosphärenreservats aus, die voraussichtlich Ende Juni von einer Jury besichtigt werden. Dieser gehören Spezialisten zu Wildpflanzen, Ornithologie, ökologischen Fragen der Grünräume, Baum- und Insektenkunde sowie Landschaftsgärtner an. Die Jury ermittelt daraufhin die Gewinner des Wettbewerbs. Die Preisverleihung des grenzüberschreitenden Projekts findet voraussichtlich am Sonntag, 12. September, ab 14 Uhr im Garten der Familie Rabel im elsässischen Volksberg statt, die letztes Jahr mit ihrem Garten den ersten Platz in dem Wettbewerb belegt hat. Die Preisträger und Preisträgerinnen erhalten je eine Urkunde, eine Plakette, die sie dann an ihrem Garten anbringen können, sowie einen Sachpreis.

Deutsch-französisches Projekt erstmals mit Schulgarten-Wettbewerb

Erstmals vergibt das deutsch-französische Biosphären-Team auch Preise für Schulgärten. Schulen, die teilnehmen möchten und deren Garten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat liegt, melden sich über das gleiche Anmeldeformular an wie die privaten Gartenbesitzer und Hobbygärtnerinnen. Jeweils drei französische und drei deutsche Schulen werden von einer Expertin oder einem Experten besucht, die zahlreiche nützliche Tipps geben, bevor eine Jury kommt und den Gewinner-Schulgarten auswählt. Als Preis winkt eine Schulgartenaktion in Begleitung einer Expertin oder eines Experten, bei der zum Beispiel etwas neu gebaut oder gepflanzt werden kann.

Informationen zum Projekt und zu den Wettbewerben gibt Micaela Mayer vom Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, die unter der Telefonnummer 06325 9552-43 oder unter der E-Mail-Adresse m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de erreichbar ist.

Zum Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ gehören ebenso ein umfangreiches deutsch-französisches Programm an Veranstaltungen zu verschiedenen Gartenthemen sowie Pflanzaktionen an Schulen. Die Veranstaltungen können durchgeführt werden, sofern die Lage hinsichtlich der Corona-Pandemie dies erlaubt. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald hält Interessenten in den kommenden Wochen unter www.pfaelzerwald.de/termine dazu auf dem Laufenden.

Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ wird durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz sowie mit Mitteln aus dem Interreg V A-Projekt „NOE / NOAH“ gefördert.

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft: Zweite Runde von Zukunftswerkstätten im SDG-Projekt

Projekt zu den UN-Nachhaltigkeitszielen im Biosphärenreservat Pfälzerwald mit acht Modellkommunen in Planung für den nächsten Beteiligungsdurchgang

„Vereine sind ein großes Potential für Bad pharma steriods Bergzabern. Ich finde es entscheidend, wie Vereine von der Stadt gefördert werden, zum Beispiel indem ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden“, sagte eine interessierte Bürgerin, die sich am Workshop zum Handlungsfeld „Zusammenleben“ beteiligte. Der Workshop war Teil der ersten Zukunftswerkstatt in Bad Bergzabern, das als eine von acht Kommunen im Pfälzerwald beim Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ mitwirkt. Das Handlungsfeld „Zusammenleben“ betrifft mehrere der 17 Nachhaltigkeitsziele, der sogenannten SDGs (Sustainable Development Goals), auf die sich die Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 geeinigt haben und die im Mittelpunkt des SDG-Projekts stehen. In dem Projekt soll für jede Modellkommune eine Strategie entwickelt werden, wie die globalen Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene verwirklicht werden können.

Schülerinnen und Schüler packen bei einer Obstbaum-Pflanzaktion in Bad Bergzabern an
Anpacken für mehr Nachhaltigkeit: Schülerinnen und Schüler bei einer Obstbaum-Pflanzaktion in Bad Bergzabern

In jeder Kommune bildete sich nach dem Projektauftakt ein Kernteam, das zunächst in einer Bestandsaufnahme die wichtigsten Handlungsfelder in punkto Nachhaltigkeit identifizierte. Bei einer ersten Runde von Zukunftswerkstätten im Sommer und Herbst 2020 waren alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sich einzubringen, um zu den Handlungsfeldern Ziel- und Maßnahmenideen zu entwickeln – die Ideen waren vielfältig, wie einige Beispiele zeigen. Eine Bad Bergzabener Seniorin schlug vor: „Die jungen Alten zu gewinnen, das wäre gut. Man müsste Möglichkeiten zum Mitmachen schaffen, zum Beispiel beim gemeinsamen Gärtnern“. Eine engagierte Jugendliche, die auch im Stadtrat aktiv ist, meinte: „Ich finde, wir brauchen mehr Projekte mit einfacher Struktur, die sich wiederholen. Zum Beispiel ein gemeinsamer Umweltaktionstag, für den jede Gruppe, die mitmachen möchte, eine Aufgabe zugeteilt bekommt“. Eine Sozialarbeiterin brachte zum Ausdruck, wie wichtig es sei, die Bad Bergzabenerinnen mit Migrationshintergrund mehr mitzunehmen, ihnen mehr Möglichkeiten zu bieten, sich einzubringen, zum Beispiel könne man dies über die Kindergärten gut erreichen.

Nachdem die zahlreichen Ideen zu Maßnahmen durch die Kernteams in eine erste strategische Ordnung gebracht und bewertet wurden, plant das Projektteam nun die zweite Runde von Zukunftswerkstätten, die in den Sommermonaten stattfinden sollen, sofern es die Pandemielage zulässt. Hier sollen einzelne Maßnahmen beispielhaft verfeinert und bis in die konkrete Umsetzung durchdacht werden. Das ist wichtig, weil die Nachhaltigkeitsstrategien für jede Kommune auch einen konkreten Aktionsplan enthalten soll. Fragen nach dem Zeitplan und Zuständigkeiten in ausgewählten Maßnahmen sollen vorab geklärt werden, etwa wer verantwortlich ist, wer die Maßnahme trägt, wer koordiniert und wer zuarbeitet. Auch soll in der zweiten Zukunftswerkstatt der Entwurf für das Leitbilder jeder Kommune besprochen werden. Das Nachhaltigkeits-Leitbild beschreibt den jeweiligen Zustand, den eine Gemeinde im Jahr 2030 erreichen will. Den Rahmen für die Ziele bilden gemäß der Agenda 2030 und der globalen Nachhaltigkeitsziele die planetaren Grenzen beziehungsweise die Grenzen der Belastbarkeit der Ökosysteme sowie soziale Gerechtigkeit und Leben in Würde für alle, auch im entwicklungspolitischen beziehungsweise Eine-Welt-Kontext.

Das SDG-Projekt im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Die Städte Pirmasens, Bad Bergzabern und Neustadt, die Verbandsgemeinden Lambrecht und Maikammer sowie die Ortsgemeinden Sippersfeld, Kallstadt und Klingenmünster – das sind die acht Kommunen, die sich am Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ als Modellkommunen beteiligen. In dem Projekt wird für jede Kommune eine Nachhaltigkeitsstrategie mit konkretem Aktionsplan erarbeitet, die zu den individuellen Bedarfen und Potentialen der jeweiligen Kommune passen und die sich an der Agenda 2030 mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) der Vereinten Nationen orientieren.

Projektträger ist das UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald, eine durch den Bezirksverband Pfalz getragene Einrichtung. Kooperationspartnerin auf Bundesebene ist die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Partner von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz sind das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, das Ministerium des Innern und für Sport und das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW).

Sowohl die SKEW mit Mitteln des BMZ als auch die drei Landesministerien fördern das Projekt finanziell.

Mehr Informationen zum Projekt und den teilnehmenden Kommunen sowie demnächst auch zu den anstehenden Zukunftswerkstätten finden sich unter www.pfaelzerwald.de/sdg-modellregion-pfaelzerwald.

Die Mitläuferin

Durch ihre Mitarbeit beim chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ hatte Anna-Maria Marstaller die Möglichkeit, eine „Mitläuferin“ bei einem Schafzug durch den Pfälzerwald zu sein. Hier berichtet sie von ihrer bis dahin aufregendsten Interaktion mit den Tieren.

Eine Schafherde zieht durch den Pfälzerwald

“Inmitten einer Schafherde zu stehen, ist schon ein ganz besonderes Gefühl. Man spürt die Wärme der Tiere, nimmt ihren starken Geruch ganz intensiv war und kann auch ganz schön Respekt vor der Masse der Herde bekommen. Schafe sind friedliche Tiere, wenn man sie so auf der Weide stehen sieht. Und sie sind neugierig. Aber es sind auch Fluchttiere und wenn man 400 Schafe um sich herum hat und eines erschrickt, dann wird einem das Ausmaß der Herde sehr schnell bewusst.

Es ist sehr interessant, einen Wanderschäfer mit seiner Herde in seinem „Element“ zu erleben. Christian Ruther aus Iggelbach hat die Schafe mit Hilfe seiner hervorragend ausgebildeten Hunde im Griff und gibt das Tempo gekonnt an. Gleichzeitig hat er aber auch Zeit, sich mit mir zu unterhalten und Fragen, die ich schon immer über die Wanderschäferei stellen wollte, zu beantworten. So erhalte ich einen Eindruck von seiner Arbeit und der Verantwortung, die er mit dieser übernimmt, und kann auch sehen, wie viel Freude die Wanderschäferei mit sich bringen kann.

Lange Zugzeiten über mehrere Wochen oder gar Monate gibt es schon lange nicht mehr in Deutschland. Der Vater einer an unserem Projekt beteiligten Schäferin ist noch vom Pfälzerwald bis nach Paris gezogen. Das ist aber auch schon eine ganze Weile her und heutzutage aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich. Die längsten Zugwege im Pfälzerwald liegen zwischen 18 und 35 km.

Eine Schafherde in einem Tal im PfälzerwaldZurück zum Schafzug: Die Herde bewegt sich relativ zügig voran. Im Wald selbst gibt es nicht so viel Nahrung wie auf den Wiesen im Tal. Und doch schafft es das ein oder andere Tier beim Vorbeilaufen, die Blätter eines herabhängenden Astes zu stibitzen. Läuft man ganz am Anfang der Herde mit, muss man aufpassen, dass die Tiere einem nicht gegen die Oberschenkel und Kniekehlen laufen. Auch die Hunde müssen sich erst einmal den Respekt der Schafe erarbeiten, denn wenn sie nicht aufpassen, kann es vorkommen, dass ein freches Schaf ihnen in den Schwanz zwickt. Christian Ruther kennt seine Tiere. Er kennt das Tempo, das für die Wanderung angebracht ist, und trifft den richtigen Ton, wenn es darum geht, die Hunde und auch die Schafe zurechtzuweisen.

An einer Stelle legt der Schafzug ein paar Höhenmeter zurück. Dieser Weg ist offen und man kann die Herde in ihrer ganzen Größe wahrnehmen. Die einzigen Geräusche sind das Rascheln von 1.600 Hufen auf dem Boden und die gelegentlichen „Hooopp, Hooopp“- Rufe des Schäfers. Ein einzigartiges Erlebnis.

Ein Mistkäfer macht sich über dien Kot der Schafe her

Ist der Schafzug im Tal angekommen, so haben der Schäfer und die Herde ein wenig Zeit, sich wieder zu sammeln. Die Tiere können fressen und der Schäfer erzählt mir Geschichten, wie es bei ihm mit der Schäferei angefangen hat und wie viel sich seitdem verändert hat. Nach einer Zeit bedanke und verabschiede ich mich vom Wanderschäfer und seinen Tieren, denn mein Tag geht auf anderem Wege weiter. Die Herde wird noch bis in die Abendstunden unterwegs sein.

Auf dem Rückweg mache ich auf dem Boden die Mistkäfer aus, die sich über den Kot der Tiere hermachen. So verschwinden nach und nach die Spuren, die 400 Schafe hinterlassen.”

Mehr Infos zur Wanderschäferei und zum Projekt “Neue Hirtenwege im Pfälzerwald” gibt es unter www.hirtenwege-pfaelzerwald.de.

Zweiter Schulwettbewerb im Projekt Sternenpark Pfälzerwald

Aktion will junge Generation für die Bedeutung der natürlichen Nacht sensibilisieren

Der Sternenhimmel über dem Pfälzerwald, an dem sich die Milchstraße zeigt
Sternenhimmel mit Milchstraße über dem Pfälzerwald (Foto: Christian Mücksch)

Zum zweiten Mal widmet sich der Schulwettbewerb im Projekt Sternenpark Pfälzerwald – veranstaltet vom Biosphärenreservat Pfälzerwald in Kooperation mit dem Biosphärenhaus in Fischbach und dem Klimaschutz-Projekt ZENAPA – dem Thema Lichtverschmutzung. Teilnehmen können in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen in den Landkreisen der LAG Pfälzerwald Plus und des Biosphärenreservats Pfälzerwald – egal, ob im gesamten Klassenverband, als Schülergruppe oder AG oder auch als einzelne Schülerin beziehungsweise Schüler –, indem sie einen Beitrag zum Thema Lichtverschmutzung produzieren und einreichen. Hierbei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Durch die direkte Auseinandersetzung mit dem Verlust der natürlichen Dunkelheit sollen die jungen Leute so für das wichtige Thema und seine schwerwiegenden Folgen sensibilisiert werden.

Für den Wettbewerb gibt es lediglich einige inhaltliche Vorgaben; so soll der Beitrag die Frage beantworten, was es mit der Lichtverschmutzung auf sich hat und wie diese sich auf uns Menschen oder auch auf Tiere und Pflanzen auswirkt. Wie diese Themen verarbeitet werden, ist den Schülerinnen und Schülern vollkommen freigestellt. Denkbar sind (je nach den Vorgaben beziehungsweise Beschränkungen bezüglich der Corona-Pandemie) etwa Beiträge in Form von Theaterstücken, Poetry Slams oder Songs, Erklärvideos, Comics, Bildern, Postern, Dioramen oder Plastiken. Die Frist für die Abgabe der Beiträge ist der 11. Juni – genug Zeit, um kreativ zu werden und am Ende Preise zu ergattern. Verglichen werden die Beiträge untereinander in drei unterschiedlichen Altersabstufungen (Grundschule, Unter- und Mittelstufe, Oberstufe). Jede Altersgruppe kann drei Preise gewinnen. Hierbei locken beispielsweise eine Übernachtung auf dem Baumwipfelpfad am Biosphärenhaus in Fischbach mit Infos zum Thema Nacht und Lichtverschmutzung, eine Führung mit einem Biosphären-Guide auf dem Informationsweg zum Thema Lichtverschmutzung oder auch eine Sternkarte und ein Astronomiebuch.

Neben den Preisen für die ersten drei Plätze werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Urkunden ausgezeichnet. Um die Gewinnerinnen und Gewinner zu ermitteln, wird ein fünf- bis sechsköpfiges Jury-Team, bestehend aus den Veranstaltern des Wettbewerbs und zwei Junior-Rangern des Biosphärenreservats, die eingereichten Arbeiten bewerten. Die Auszeichnung findet unter Berücksichtigung der aktuellen, durch die Corona-Pandemie vorgegebenen Bedingungen bei einer offiziellen Siegerehrung im Biosphärenhaus in Fischbach statt. Der genaue Termin wird den Schülerinnen und Schülern bei Beitragseinreichung mitgeteilt.

Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz (vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) gefördert.

Weitere Infos zum Thema erhalten Interessentinnen und Interessenten bei Anna Katharina Prim unter der Telefonnummer 06325 9552-87 oder per E-Mail an a.prim@pfaelzerwald.bv-pfalz.de. Informationen auch unter www.pfaelzerwald.de/sternenpark.

 

Partner des Wettbewerbs:

Carolin Sperk, Bezirksverband Pfalz

 

Ulrich Diehl, Biosphärenhaus Fischbach