Auf den Spuren des Klimawandels

Biosphären-Guide-Tour zu den Auswirkungen der Klimakrise im Pfälzerwald

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald bietet am Samstag, 03. Juli, von 11 bis 15 Uhr eine Exkursion zum Thema Klimawandel im Pfälzerwald an. Die Leitung der Exkursion übernimmt Biosphären-Guide Gerlinde Pfirrmann. Treffpunkt der etwa 12 Kilometer langen Wanderung ist der Parkplatz am Ende der Talstraße in Schweigen-Rechtenbach.

Eine Gruppe steht im Wald und schaut nach oben. In der Mitte steht Biosphären-Guide Gerlinde Pfirrmann
Fachkundig und unterhaltsam geht es mit den Biosphären-Guides durch Wald und Flur, hier eine Gruppe mit Gerlinde Pfirrmann (Mitte)

Der Klimawandel verändert das Ökosystem Wald und hinterlässt auch hier im Pfälzerwald längst seine Spuren. Diese globalen Auswirkungen versuchen Teilnehmende der Exkursion im Wald und am Haardtrand aufzuspüren. Wie wird der Pfälzerwald sich verändern? Wieso wird der forstwirtschaftliche Brotbaum Fichte zum Notbaum? Wie reagieren Buche, Eiche und Kiefer auf den Wandel? Welches unbekannte Kraut, welche Beeren vereinnahmen die freigelegten Areale? Und wer gewinnt letztendlich beziehungsweise wird zu den Verlierern gehören bei dem Wettlauf um Anpassung und Neubesiedelung? Die Wanderung führt auf dem Weinsteig Richtung Kanzelberg, zurück durch das Ottertalbachtälchen und entlang der Weinberge. Auch eine Hütteneinkehr ist vorgesehen.

Teilnehmende an den Führungen sollten festes Schuhwerk, ausreichend wetterangepasste Kleidung und die Rucksackverpflegung mitbringen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist für den Fall dabeizuhaben, dass die Einhaltung des Mindestabstands an bestimmten Stellen im Gelände nicht möglich ist – die speziellen Hygiene- und Verhaltensregeln aufgrund der Corona-Pandemie werden den Teilnehmenden nach Anmeldung zugesandt. Die Teilnahme kostet 12 Euro pro Person. Um Anmeldung bis 30. Juni beim Biosphärenreservat Pfälzerwald unter der Telefonnummer 06325 9552-0 oder per E-Mail an info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de wird gebeten. Teilnehmende sollten gutes Schuhwerk tragen und sich zur Wanderung eine gefüllte Trinkflasche mitbringen.

Die gleiche Tour bietet Gerlinde Pfirrmann am Samstag, 04. September, ebenfalls von 11 bis 15 Uhr. Anmeldeschluss dafür ist der 01. September. Weitere Termine mit den Biosphären-Guides unter www.pfaelzerwald.de/termine.

Themenjahr zur Klimakrise der Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz

Natur schützt Klima – Klima schützt Natur“ – so lautet das erste gemeinsame Themenjahr aller Nationalen Naturlandschaften (NNL) in Rheinland-Pfalz mit vielfältigen landesweiten Veranstaltungsangeboten. Mit diesem Schwerpunktthema möchten die NNL gemeinsam darauf aufmerksam machen, wie entscheidend der Klimaschutz für den Erhalt der biologischen Vielfalt und wie aktuell das Thema in den Regionen bereits ist. Für jede(n) live „direkt vor der Haustür” erlebbar bieten die NNL unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften eine Vielzahl regionaler, naturverträglicher Angebote, die diese Zusammenhänge aufzeigen. Weitere Veranstaltungen zum Themenjahr unter www.nationale-naturlandschaftem-rlp.de.

Fledermauskasten-Bauworkshop und Fledermausexkursion im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Veranstaltungen im Interreg-Projekt „Gefährdete Tierarten“

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald bietet im Rahmen des deutsch-französischen Projekts „Gefährdete Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“ einen Fledermauskasten-Bauworkshop und eine Fledermaus-Exkursion an.

Mehrere Fledermäuse in ihrem Unterschlupf
Das Braune Langohr ist eine der im Biosphärenreservat heimischen Fledermausarten (Foto: Wolfram Blug)

Der Workshop findet am Sonntag, 04. Juli, von 9 bis 12 Uhr im Gut Hohenberg bei Annweiler statt, richtet sich an Teams aus jeweils einer erwachsenen Person und einem Kind und wird von Wolfram Blug geleitet, der Fledermausbotschafter des NABU Rheinland-Pfalz ist. Fledermäuse sind einzigartige und faszinierende Säugetiere: Sie sind nachtaktiv, können mit den Ohren sehen und kopfüber schlafen. Jedoch geht die Zahl der Fledermäuse in Deutschland und auch in unserem Biosphärenreservat zurück, weil unter anderem geeignete Quartiere fehlen. Dieser Entwicklung können Teilnehmende des Workshops etwas entgegensetzen und unter Anleitung einen Fledermauskasten bauen, der für die Tiere einen Unterschlupf für Tag und Nacht, für den Winterschlaf oder die Zeit der Geburt ihrer Jungen bietet. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Falls vorhanden sollen Teilnehmende einen eigenen Akkuschrauber mitbringen. Benötigtes Bauholz wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Es soll in Zweier-Teams mit jeweils einer erwachsenen Person und einem Kind gearbeitet werden.

Am Samstag, 04. September, laden die Fledermausexperten Claudia Weber und Guido Pfalzer dazu ein, das geheimnisvolle Nachtleben rund um den Helmbachweiher zu entdecken. Die Exkursion dauert eineinhalb bis zwei Stunden und beginnt um 19.30 Uhr. Ausgerüstet mit Ultraschall-Detektor und Taschenlampen werden Claudia Weber und Guido Pfalzer vom Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz den Teilnehmenden einen Einblick in die versteckte Lebensweise der heimischen Fledermäuse bieten. Die seltenen und gefährdeten Tiere sind wie jedes Jahr die Stars der Europäischen Fledermausnacht, die 2021 zum 25. Mal stattfindet. Bei der kostenlosen Exkursion erfahren Kinder und Erwachsene Interessantes zu Lebensweise, Lebensraum und Gefährdung der im Biosphärenreservat lebenden Fledermäuse. Mitzubringen ist neben festem Schuhwerk und warmer Kleidung eine Taschenlampe. Bei Regen muss die Exkursion ausfallen.

Für beide Veranstaltungen gelten die aktuellen Corona-Hygienevorschriften, Informationen dazu werden den Teilnehmenden nach Anmeldung zugesandt. Eine Anmeldung ist erforderlich bis 27. Juni beziehungsweise bis 30. August bei Micaela Mayer vom Biosphärenreservat Pfälzerwald unter m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Das EU-Interreg-Projekt „Gefährdete Tierarten im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“

Der weltweite Rückgang und das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zeigen sich auch im Bereich des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Im Rahmen des von Juli 2020 bis Juni 2023 laufenden EU-Interreg-Projekts „Gefährdete Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“ werden für drei gefährdete Tierarten dringend benötigte Schutzmaßnahmen umgesetzt. Dafür haben sich deutsche und französische Projektpartner und -partnerinnen zusammengefunden, die ihre Kenntnisse, Mittel und Monitoring-Methoden teilen, um konkrete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald bringt sich im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit vor allem mit Führungen und Workshops in das Projekt ein. Weitere Informationen zum Projekt unter www.pfaelzerwald.de/projekte.

Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Interreg-Programm Oberrhein sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz gefördert.

Die Biosphären-Guides sind wieder unterwegs

Fachkundig geführt und spannend – Touren durch das Biosphärenreservat ab jetzt wieder möglich

Die Biosphären-Guides starten in die Saison 2021. Unter Beachtung der erforderlichen Hygienevorgaben gegen die Verbreitung des Corona-Virus können die geführten Touren der Expertinnen und Experten für das Biosphärenreservat ab jetzt wieder stattfinden. Mit maximal 15 Teilnehmenden und unter Einhaltung des Abstandsgebots können Pfälzerwald-Liebhaberinnen und Erholungsssuchende gemeinsam die Vielfalt des Biosphärenreservats entdecken.

Biosphären-Guide Andrea Frech steht vor einer Gruppe, im Hintergrund der Pfälzerwald
Zeigen die Vielfalt des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen: Die Biosphären-Guides, hier Andrea Frech mit einer Gruppe bei Gräfenhausen

Los geht es mit Angeboten schon am kommenden Wochenende. „Wo sich Wald, Wein und Weide küssen“ lautet der Titel einer Entdeckungstour entlang des Burgunderwegs um Gräfenhausen, zu der Andrea Frech am Sonntag, 13. Juni, ab 13 Uhr einlädt. Sie entführt die Teilnehmerinnen bei dem etwa fünf Kilometer langen Rundgang entlang des Beweidungsprojekts „Wingertsberg“ in das Reich der Weidetiere, Honigbienen, des Luchses und des Spätburgunders. Anmeldungen bis 11. Juni direkt an Andrea Frech unter 0174 2986705 oder per E-Mail an a_frech_69@yahoo.de.

Ebenfalls am 13. führt Wolfgang Müller seine Gäste ab dem Bahnhof Ramsen durch den Sumpfwald – bei der sogenannten „Dampfnudelwanderung“ stehen Kulinarisches und Kultur ebenso auf dem Programm wie Natur. Von 9 bis 16 Uhr geht es über die 14 Kilometer lange Strecke, die auch von Nichtgeübten bewältigt werden kann, über abwechslungsreiche Wege im Norden des Biosphärenreservats. Anmeldungen sind erforderlich beim Biosphärenreservat Pfälzerwald per Mail an info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de oder telefonisch unter 06325 9552-0.

Am Sonntag, 20. Juni, nimmt Andrea Frech Kultur- und Naturbegeisterte auf den Slevogtwanderweg bei Leinsweiler mit. Auf den etwa fünf Kilometern „Auf den Spuren Max Slevogts“ gibt es Interessantes zum Biosphärenreservat, dem Leben des berühmten Malers, wie auch zur Natur der Umgebung und zur Wiederansiedlung des Luches im Pfälzerwald. Treffpunkt ist um 13 Uhr an der Slevogtstraße 35 in Leinsweiler. Anmeldungen bis 11. Juni direkt an Andrea Frech unter 0174 2986705 oder per E-Mail an a_frech_69@yahoo.de.

Teilnehmende an den Führungen sollten festes Schuhwerk, ausreichend wetterangepasste Kleidung und die Rucksackverpflegung mitbringen. Ein Mund-Nasen-Schutz ist für den Fall dabeizuhaben, dass die Einhaltung des Mindestabstands an bestimmten Stellen im Gelände nicht möglich ist – die speziellen Hygiene- und Verhaltensregeln aufgrund der Corona-Pandemie werden den Teilnehmern nach Anmeldung zugesandt. Je nach Pandemielage kann es zu kurzfristigen Absagen oder Verschiebungen kommen.

Alle Informationen zur Teilnahme wie Treffpunkt, Zeit und Teilnahmegebühren gibt es unter www.pfaelzerwald.de/termine. Dort gibt es auch die aktuellen Hinweise zu weiteren Angeboten der Biosphären-Guides.

Die Biosphären-Guides im Pfälzerwald

Urwald erkunden, durch die Zeit reisen, entdecken, wo sich Weide, Wald und Wein küssen, sich auf die Spuren Max Slevogts begeben oder mehr über die drei Musketiere des Waldes in Zeiten des Klimawandels erfahren – das und vieles andere können Pfälzerwald-Liebhaber und -Interessentinnen mit den Biosphären-Guides des Biosphärenreservats Pfälzerwald. 22 Personen, die alle bereits Natur- und Landschaftsführer für verschiedene Gebiete des Pfälzerwalds waren, haben sich bei einer Fortbildung noch intensiver mit den Landschafts- und Naturräumen sowie mit der Funktion des Biosphärenreservats als Modellregion der UNESCO für nachhaltige Entwicklung beschäftigt und sich als Biosphären-Guide qualifiziert.

Drei neue „Gastgeber unter den Sternen“

Projekt Sternenpark Pfälzerwald vergibt Zertifikate für den Schutz der natürlichen Nacht

Nach dem Forsthaus in Merzalben sind kürzlich drei weitere Gastgeberinnen und Gastgeber durch das Sternenpark-Projekt des Biosphärenreservats Pfälzerwald ausgezeichnet worden. Neue „Gastgeber unter den Sternen“ sind das Landhaus im Blumeneck in Rumbach, das Restaurant „7 Raben“ im Jägertal bei Bad Dürkheim sowie das Gasthaus „Müllers Lust“ in Hofstätten.

Anna Prim überreicht den Gastgebern vor dem Landhaus Blumeneck das Zertifikat. Bürgermeister Ralf Weber steht rechts.
Sternenpark-Projektkoordinatorin Anna Prim mit Andrea Kindelberger und Michael Friedewald vom Landhaus im Blumeneck sowie dem Rumbacher Ortsbürgermeister Ralf Weber in Rumbach (v.l.n.r.)

Andrea Kindelberger und Michael Friedewald vom Landhaus im Blumeneck finden den Einsatz gegen die Lichtverschmutzung und für den Schutz der natürlichen Nacht unterstützenswert; sie wünschen sich, dass noch weitere Gastgeber mitmachen. „Wir finden es prima, dass Rumbach als „Gemeinde unter den Sternen“ ausgezeichnet wurde und auch Sternen-Beobachtungsplätze eingerichtet werden sollen, so können wir unseren Gästen ein tolles Sternen-Erlebnis bieten“, sagte Andrea Kindelberger.

Lilo Glauner freut sich über die Auszeichnung ihres Restaurants „7 Raben“, das sie mit Andrea Siegel führt und das auch zum Netzwerk der Biosphären-Partnerbetriebe gehört: „Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind uns wichtig, deshalb unterstützen wir die Idee des Sternenpark-Projekts gerne. Ich bin sicher, dass das Thema gut bei den Leuten ankommt, allerdings muss man sie auch heranführen“. Ihre Besucherinnen und Besucher seien teilweise überrascht von der Dunkelheit, vom Abendspaziergang kämen diejenigen, die ohne Taschenlampe losgehen, oft schnell wieder zurück.

„Uns ist es wichtig, die natürliche Nacht im Pfälzerwald zu schützen, da es in unser Konzept der nachhaltigen und naturnahen Gastronomie passt“, sagte Dieter Müller vom Gasthaus „Müllers Lust“, das ebenfalls bereits Partnerbetrieb des Biosphärenreservats ist. Seine Tochter Melinda Müller, die das Gasthaus vor Kurzem übernommen hat, ist gespannt, wie das Thema von den Gästen angenommen wird. Sie freue sich über ihre Rolle als Multiplikatorin für dieses wichtige Anliegen.

Projekt Sternenpark Pfälzerwald und Zertifikat „Gastgeber unter den Sternen“

Aufgrund von Industrialisierung, Zersiedelung und anderen Faktoren herrscht nur noch an wenigen Orten in Europa nach Sonnenuntergang natürliche Dunkelheit. Der Pfälzerwald jedoch weist noch Gebiete mit nahezu natürlichen Nachtlandschaften und einem sternenreichen Himmel auf. Diese Gebiete sind wichtig und wertvoll, weil sie neben der Schönheit des Sternenhimmels auch Lebensraum für zahlreiche tag- und nachtaktive Tiere und Pflanzen bieten.

Das Projekt „Sternenpark Pfälzerwald“ will solche Gebiete mit nahezu intakten Nachtlandschaften erhalten und fördern. Das Projekt will für den Schutz der natürlichen Nacht sensibilisieren und zeigen, wie man eine Reduzierung der Lichtverschmutzung durch sternen- und gleichermaßen umweltfreundliche Beleuchtung im Pfälzerwald mit Energie- und Kosteneinsparungen verbinden kann. Von einer Sanierung der Straßen- und Außenbeleuchtung profitieren Mensch und Natur gleichermaßen.

Neben der Auszeichnung „Gemeinde unter den Sternen“, die kürzlich erstmals an die Gemeinde Rumbach für den Einsatz einer sternen- und tierfreundlichen Beleuchtung vergeben wurde, richtet sich das Zertifikat ,,Gastgeber unter den Sternen‘‘ an Gastgeber in Hotels oder auch Ferienwohnungen. Die Inhaber des Zertifikates leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Lichtverschmutzung im Pfälzerwald und machen die Region für astronomisch interessierte Gäste attraktiver. Das Zertifikat wird in den drei Stufen Bronze, Silber und Gold vergeben.

Generell kommen als „Gastgeber unter den Sternen“ Betriebe mit und ohne Übernachtungsmöglichkeiten in Frage. Andere Gastgeber sind dazu eingeladen, sich ebenfalls als ,,Gastgeber unter den Sternen‘‘ zu bewerben und somit einen natürlichen Nachthimmel als besonderes Merkmal des Biosphärenreservats Pfälzerwald und als Kulturgut für folgende Generationen zu erhalten und ihren Gästen näherzubringen. Die nötigen Schritte, um als Gastronomiebetrieb als „Gastgeber unter den Sternen“ anerkannt zu werden und eine wichtige Multiplikatorenfunktion zu übernehmen, gibt es unter www.pfaelzerwald.de/sternenpark.

Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz (vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) gefördert.

Vorträge und Workshops für mehr Natur im Garten

Veranstaltungen für alle im Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“

Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ begeistert Hobbygärtnerinnen und -gärtner in den Nordvogesen und im Pfälzerwald. Neben einem Gartenwettbewerb bietet das deutsch-französische Projekt des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen zahlreiche Veranstaltungen zu verschiedenen Gartenthemen.

Ein blühender naturnaher Garten im Sommer
Naturnahe Gärten sind Schätze für Mensch und Natur

 

Zu einem Online-Vortrag mit dem Titel „Gärtnern am Limit – trockenheitsverträgliche Pflanzungen“ am Freitag, 11. Juni, um 18 Uhr lädt Eva Hofmann von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz ein. Die Klimaveränderungen der letzten Jahre hinterlassen ihre Spuren und das Erscheinungsbild von Landschaft und Gärten wandelt sich. Doch das ist kein Grund zum Verzweifeln oder zu der Annahme, dass ein Garten nur mit massiver Bewässerung schön sein kann. Eva Hofmann zeigt, welche Schönheit und Chancen darin liegen, trockenheitsverträgliche Pflanzen, die ohne Bewässerung zurechtkommen, zu verwenden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ebenfalls online findet am Sonntag, 13. Juni, von 15 bis 17 Uhr der Vortrag von Christiane Brell zum Thema „Naturnahes und bienenfreundliches Gärtnern — Ihr Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“ statt. Die Diplom-Biologin erläutert, welche grundlegenden und essentiellen Funktionen Insekten in unserem Ökosystem und auch für uns Menschen übernehmen. Sie zeigt auf, was jede und jeder im eigenen Garten, auf dem Balkon, im Hof oder auf der Terrasse mit einheimischen Wildpflanzen für den Erhalt der Artenvielfalt tun kann. Die Teilnahme ist kostenlos.

Am Samstag, 26. Juni, bietet Jörg Balzer in Fischbach bei Dahn von 15.30 bis 18 Uhr einen Workshop zum Bau einer Kartoffelpyramide an. Nach dem Motto „Vertikales Gärtnern – nach oben ist immer Platz“ zeigt er, wie seine Bio-Kartoffeln mit Hilfe einer Kartoffelpyramide in den Himmel wachsen. Um Anmeldung zu dem kostenlosen Workshop wird gebeten bis 18. Juni.

Am Freitag, 2. Juli, geht es von 15 bis 17 Uhr in einem Workshop beim Heimatverein in Eußerthal um das Kochen mit Brennnessel, Löwenzahn und Gänseblümchen. Die Referentin Anna Holz vom LandFrauenverband Pfalz zeigt, welchen wichtigen Anteil Wildkräuter am Gleichgewicht der Natur haben. Sie stellt zudem Rezepte für schmackhafte Gerichte vor, die aus den Wildkräutern zubereitet werden können. Eine Anmeldung zu dem kostenfreien Workshop ist erforderlich bis 25. Juni.

Axel Hagedorn zeigt am Donnerstag, 17. Juli, von 10 bis 14 Uhr in Fischbach bei Dahn, wie man mit der Sense richtig umgeht. Unter fachkundiger Leitung erklärt der Referent den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie eine Sense gedengelt, gewetzt und richtig eingestellt wird. Sie haben die Möglichkeit, eine eigene Sense zu dengeln und können sich anschließend im Mähen üben.  Eine Anmeldung zu dem kostenfreien Sensenkurz ist notwendig bis 9. Juli.

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen ist erforderlich bei Micaela Mayer unter m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de. Je nach Pandemielage kann es zu kurzfristigen Absagen oder Verschiebungen kommen. Die speziellen Hygiene- und Verhaltensregeln aufgrund der Corona-Pandemie werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Anmeldung zugesandt. Weitere Informationen zu diesen und weiteren Terminen des Biosphärenreservats finden sich unter www.pfaelzerwald.de/termine. Das gesamte deutsch-französische Garten-Programm ist unter www.pfaelzerwald.de/gaerten zu finden.

Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ will die breite Öffentlichkeit im deutschen wie im französischen Teil des Biosphärenreservats für die Artenvielfalt im Alltag sensibilisieren und begeistern. So soll in den unbebauten Flächen von Städten und Dörfern ein ökologisches Handeln sanft und nachhaltig entwickelt werden. Das Projekt wird durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz sowie mit Mitteln aus dem Interreg V A-Projekt „NOE / NOAH“ gefördert.

Biosphärenschulen im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Bewerbungen für Testphase bis 31. Juli 2021 möglich

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald strebt eine dauerhafte Kooperation mit Schulen an. Dazu soll in einer Testphase eine solche Kooperation zunächst mit zwei Modellschulen aufgebaut werden. Interessierte Schulen können sich bis 31. Juli 2021 beim Biosphärenreservat bewerben.

Während der Testphase werden gemeinsam mit den Modellschulen ein Konzept und Richtlinien erarbeitet, getestet und evaluiert. Anhand der bundesweiten Mindeststandards für die Zusammenarbeit von Nationalen Naturlandschaften – das sind in Deutschland Naturparke, Nationalparke, Biosphärenreservate und ein Wildnisgebiet – mit Schulen werden Kriterien für die Biosphärenschulen im Biosphärenreservat Pfälzerwald entwickelt.

Die Modellschulen sollen sich durch die Partnerschaft mit dem Biosphärenreservat als Ganzes zu einer nachhaltig agierenden Bildungseinrichtung entwickeln und verschiedene Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung in die Unterrichtsgestaltung mit einbeziehen. Die Schulen sind eingeladen, sich als Teil des Biosphärenreservates zu fühlen und so zu erfahren, dass sie den Prozess zu mehr Nachhaltigkeit in der Region aktiv mitgestalten können. Durch den Bezug zu den Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler kann ein konkretes, ganzheitliches Lernen ermöglicht werden. Die die Schule umgebenden Landschaften wie auch die historischen und aktuellen kulturellen Gegebenheiten sollen in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen werden.

Bei einer Online-Auftaktveranstaltungen sind kürzlich Lehrerinnen und Lehrer von Schulen aus dem Biosphärenreservat zusammengekommen, um sich zum Thema zu informieren. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter der rheinland-pfälzischen Bildungs- und Umweltministerien, des pädagogischen Landesinstituts, des Bezirksverbands Pfalz sowie des Biosphärenreservats, die das Konzept und das Vorgehen erläuterten. Weitere interessierte Schulen können sich informieren bei Anne Laux unter der Telefonnummer 06325 9552-47 sowie per E-Mail an a.laux@pfaelzerwald.bv-pfalz.de. Sie nimmt auch die Bewerbungen als Modellschule entgegen. Informationen gibt es zudem unter www.pfaelzerwald.de/biosphaerenschulen.

Das Projekt wird durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Schüler:innen spielen im Pfälzerwald
Lernen für mehr Nachhaltigkeit: Biosphärenschulen legen einen besonderen Wert auf das Thema

Kernzonen im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Infoschilder klären über Ziele der Schutzgebiete und mögliche Umwanderung auf

Das Bild zeigt zwei Personen an einem Infoschild über die Kernzonen des Biosphärenreservats Pfälzerwald.
Informierten über die neue Beschilderung an der Kernzone „Quellgebiet der Wieslauter“: Biosphärenreservats-Direktorin Friedericke Weber und Forstamtsleiter Michael Grünfelder

An den Wanderwegen im Umfeld der Kernzonen „Quellgebiet der Wieslauter“ und „Stabenberg bei Neustadt“ im Biosphärenreservat Pfälzerwald wurden in den letzten Monaten durch das Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald in Zusammenarbeit mit Landesforsten und der rheinland-pfälzischen Naturschutzbehörde insgesamt acht Informationstafeln aufgestellt. „Wir möchten an diesen Stellen darüber informieren, wofür die Kernzonen in unserem Biosphärenreservat da sind und welche potenziellen Gefahren sie für Wanderinnen oder Spaziergänger bergen“, erläuterte Dr. Friedericke Weber, Direktorin des Biosphärenreservats Pfälzerwald. Auf den Tafeln wird erklärt, dass die meisten Wanderwege, die noch durch die Kernzone führen, wegen querliegender Bäume und der besonderen Gefahrenlage nur noch mit großen Erschwernissen und unter Beachtung besonderer Sorgfalt begangen werden können und deshalb eine Umgehung beziehungsweise Durchquerung der Kernzone nur noch auf wenigen vorgeschlagenen markierten Wegen empfohlen wird.

Dazu ist auf den Tafeln eine schematische Karte der jeweiligen Kernzone mit einer Darstellung der empfohlenen Wanderwege abgebildet. Die Waldbesucherinnen und Waldbesucher erhalten auch Informationen über die Aufgaben und die Zielsetzung, die hinter den Kernzonen im Biosphärenreservat Pfälzerwald stehen. Michael Grünfelder, der das Forstamt Hinterweidenthal leitet, sagte: „Hier gibt es keine Wirtschaftsziele, hier steht der Naturschutz im Vordergrund. Und das Wichtigste für den Schutz der Natur ist die Einhaltung des Wegegebots.“ „Wir hoffen auf das Verständnis aller, die diesen besonderen Bereich unseres Biosphärenreservats besuchen“, fügte Friedericke Weber an.

Zur Kernzone Quellgebiet der Wieslauter

Das Bild zeigt einen umgestürzten Baum in einer Kernzone des Biosphärenreservats.
Blick in die Kernzone Pfaffenberg (Foto: FAWF)

Die Kernzone „Quellgebiet der Wieslauter“ ist mit einer Fläche von rund 2.400 Hektar die größte Zone für die natürliche Entwicklung im Biosphärenreservat Pfälzerwald. Sie wurde im Jahr 2007 erstmals im Biosphärenreservat Pfälzerwald per Verordnung ausgewiesen und steht damit unter einem besonderen Schutz. So wird der Wald beispielsweise seitdem schrittweise aus der forstlichen Bewirtschaftung genommen.

Die Verkehrssicherung auf den in der Kernzone markierten Wanderwegen, kann durch die ausbleibenden Pflegearbeiten im Wald im Laufe der Zeit nicht mehr in dem erforderlichen Umfang gewährleistet werden. Das Forstamt kann die Wegesicherung nicht mehr richtig wahrnehmen, da keine Maschinen zum Einsatz kommen können. Ein Einsatz der Forstwirte in der Kernzone ohne Maschinen ist aus Arbeitssicherungsgründen wegen der hohen Gefährdung nicht zu verantworten. Da umgestürzte Bäume so nicht mehr von den Wanderwegen gezogen und die Wege nicht mehr freigeschnitten werden können, ist heute eine gute und sichere Begehbarkeit der Wanderwege nur noch sehr eingeschränkt möglich, und wird deswegen nicht mehr empfohlen.

Um Wanderern und Wanderinnen, die vom Luitpoldturm und Hermersbergerhof nach Hinterweidenthal oder Merzalben beziehungsweise von Hinterweidenthal nach Merzalben und umgekehrt laufen wollen, die Situation zu erläutern, wurden an vier Hauptausgangspunkten für die oben genannten Streckenwanderungen Hinweistafeln aufgestellt. Diese finden sich an der Burg Gräfenstein, am Holländerklotz, am Luitpoldstein sowie am Eingang zum Zieglertal in Hinterweidenthal.

Zu den Kernzonen des Biosphärenreservats Pfälzerwald

In insgesamt 20 Kernzonen soll sich im Pfälzerwald die Natur wieder nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln. Auf rund 5.400 Hektar – das entspricht drei Prozent der Gesamtfläche des Gebiets – ist die Waldbewirtschaftung eingestellt beziehungsweise wird sukzessive eingestellt. So wird ein vom Menschen weitestgehend unbeeinflusster Ablauf der natürlichen Prozesse möglich. Durch diesen sogenannten Prozessschutz kommt es im Lauf der Zeit zu einem vergleichsweise hohen Anteil alter Bäume und abgestorbenen Holzes. In Verbindung mit der naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung auf der umgebenden Waldfläche ergibt sich insgesamt eine besondere Vielfalt an Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Dieses hohe Maß an Biodiversität trägt zum Prädikat „UNESCO Biosphärenreservat“ bei.

Eine neue Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz über das Biosphärenreservat Pfälzerwald, die seit August 2020 gilt, löste die bis dahin geltende Naturpark-Verordnung ab. In der Biosphärenreservats-Verordnung sind die Kernzonen in ihrem jetzigen Umfang von drei Prozent der gesamten Gebietsfläche rechtlich verankert. In einem zuvor durchgeführten Prozess erweiterte das Land Rheinland-Pfalz unter Leitung des Umweltministeriums und unter Beteiligung vieler Akteure und Akteurinnen sowie unter Moderation des Bezirksverband Pfalz die Fläche der Kernzonen, die zuvor bei gut zwei Prozent gelegen hatte. Die Erweiterung der Kernzonen entspricht dem Anspruch der UNESCO an deutsche Biosphärenreservate und war ein wichtiger Schritt zur Erfüllung der mit der Auszeichnung als UNESCO Biosphärenreservat verbundenen Kriterien und Aufgaben.

SWR Beitrag zu Rumbach, der ersten ,,Gemeinde unter den Sternen”

SWR Landesschau dreht in Rumbach

Am Abend des 28. April war ein Team des SWR für einen Fernseh- und Rundfunk Beitrag zu Gast in Rumbach, um sich selber ein Bild des natürlichen Nachthimmels vor Ort zu machen. Im Mittelpunkt steht im Beitrag die Zertifizierung der ersten ,,Gemeinde unter den Sternen” und der Mehrwert, den eine solche Zertifizierung für Mensch und Umwelt mit sich bringt.

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Auch der Hörfunk-Sender SWR 1 thematisierte die Zertifizierung:

 

Bild: Christian Mücksch

Das Projekt „Sternenpark Pfälzerwald“ will Gebiete mit nahezu intakten Nachtlandschaften erhalten und fördern. Das Projekt will für den Schutz der natürlichen Nacht sensibilisieren und zeigen, wie man eine Reduzierung der Lichtverschmutzung durch sternen- und gleichermaßen umweltfreundliche Beleuchtung im Pfälzerwald mit Energie- und Kosteneinsparungen verbinden kann. Von einer Sanierung der Straßen- und Außenbeleuchtung profitieren Mensch und Natur gleichermaßen.

Informationen zum Zertifikat gibt es unter www.pfaelzerwald.de/sternenpark.

Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz (vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) gefördert.

Nachhaltige Entwicklung im Pfälzerwald stärken

Biosphärenreservat Pfälzerwald und Uni Landau initiieren MINT-Netzwerk

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald und das Zentrum für Bildung und Forschung an Außerschulischen Lernorten (ZentrAL) der Universität in Landau möchten den Anstoß zum Aufbau einer MINT-Region im Biosphärenreservat Pfälzerwald geben. MINT bezeichnet Unterrichts- und Studienfächer sowie Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. In einem ersten Workshop sind kürzlich Akteurinnen und Akteure aus außerschulischer und schulischer Bildung, aus Forschung und Unternehmen sowie Forst und Politik virtuell zusammengekommen, um Ideen auszutauschen, wie ein MINT-Netzwerk im Biosphärenreservat Pfälzerwald aussehen und wie die thematische Verknüpfung von MINT und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gelingen kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die Region über ein großes Potenzial verfügt, um eine Modellregion MINT/BNE zu werden. Organisiert und moderiert wurde der Workshop von der MINT-Geschäftsstelle des Landes Rheinland-Pfalz, die in Trier ansässig ist.

Ein Kind hält eine Becherlupe
Foto: Burkhart

Ziel der Initiative ist der Ausbau bestehender Strukturen zu einem MINT-Netzwerk im Biosphärenreservat Pfälzerwald, das als Motor für eine nachhaltige Entwicklung fungieren soll. Die von den Vereinten Nationen formulierten Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Developement Goals, kurz SDGs) bilden den inhaltlichen Bezugsrahmen, um die schulische MINT-Bildung und die außerschulischen MINT-Angebote in der Region besser aufeinander abzustimmen und mit den Zieldimensionen der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verzahnen. MINT-Berufe sind innovativ und zukunftsweisend und bieten die Chance, in der nachhaltigen Gestaltung unserer Gesellschaft eine besondere Rolle zu spielen. Hier setzt die Absicht einer Verknüpfung mit BNE an, durch die den MINT-Fächern ein zukunftsweisender, gesellschaftlicher, nachhaltiger Bezug gegeben wird, passend zu den Zielen des Biosphärenreservats Pfälzerwald als Modellregion für nachhaltiges Leben.

Unter einer MINT-Region wird ein Netzwerk verstanden, in dem die unterschiedlichen Akteure und Akteurinnen vor Ort – das sind Kitas, Schulen, Hochschulen, Unternehmen und Kammern, Verbände, Stiftungen, Vereine, Politik und Verwaltung – ihre Aktivitäten zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich gemeinsam abstimmen und zielführende, neue Maßnahmen der MINT-Bildung und Fachkräftesicherung umsetzen. Die regionale MINT-Förderung ist sowohl für die individuellen Bildungs- und Zukunftschancen junger Menschen und die frühzeitige Fachkräftesicherung wie auch für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Region bedeutsam. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald möchte dabei als Modellregion zeigen, wie nachhaltige Entwicklung im Kontext der MINT-Förderung gestärkt werden kann.

Die Initiative wird vom Förderwettbewerb MINT-Regionen flankiert, der seitens der rheinland-pfälzischen Ministerien für Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft ausgeschrieben wird. Ziel ist eine Bewerbung beim landesweiten Förderwettbewerb MINT-Regionen.