Umweltpraktikum im Biosphärenreservat

Jetzt noch bis 15. Januar bewerben

Ausblick vom Buchkammerfels bei Erlenbach im südlichen Pfälzerwald
Umweltpraktikum in der Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald, das unter anderem das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands umfasst. Hier der Ausblick vom Buchkammerfels (Foto: BR/Yannick Baumann)

Studentinnen und Studenten aus Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union können sich noch bis Freitag, 15. Januar, über die Commerzbank für ein Praktikum im deutschen Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen bewerben. Das mindestens dreimonatige Umweltpraktikum bietet die Chance, Natur intensiv zu erleben, Praxiserfahrung zu sammeln und berufliche Kontakte zu knüpfen.

Das Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald bindet die Praktikantinnen oder Praktikanten aktiv in verschiedene Abläufe ein, um ein umfängliches Verständnis der Arbeit für nachhaltige Entwicklung in dem Großschutzgebiet zu vermitteln. Als Modellregion der UNESCO hat das Biosphärenreservat Pfälzerwald zum Ziel, das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur zu erproben und zu fördern. Die jungen Leute erhalten Einblick in Biosphärenreservats-Projekte etwa in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften, Landschaftspflege oder Schutz der Biodiversität. Sie haben auch die Gelegenheit, eigene Projekte umzusetzen, zum Beispiel in der Bildung für nachhaltige Entwicklung oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

Neben spannenden Naturerlebnissen und lehrreichen Erfahrungen erhalten die Praktikanten ein Praktikumsentgelt. Weitere Informationen und Hinweise zur Bewerbung finden sich unter www.umweltpraktikum.com.

Der Natur vor Ort nachspüren

Naturaktionstag mit Schülerinnen und Schülern aus Pirmasens

Kinder der Pirmasenser Grundschule suchen nach Tierspuren
Kinder der Pirmasenser Grundschule Horeb suchen nach Tierspuren (Foto: Burkart)

Ende Oktober trafen sich 17 Schüler und Schülerinnen der Grundschule Horeb gemeinsam mit ihrer Lehrerin und dem Schulsozialarbeiter mit einer Mitarbeiterin des Biosphärenreservats, um gemeinsam Tierspuren im Wald aufzuspüren. Das Biosphärenreservat kooperiert für solche Naturaktionstage mit dem Verband Deutscher Naturparke e. V. und dem Unternehmen Kaufland. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Aspekte der Natur auf spielerische Weise näher zu bringen.

Bei der Aktion am Eisweiher in Pirmasens begaben sich die Kinder auf die Suche nach Tierspuren im Wald. Neben Fährten gehören dazu zum Beispiel auch angefressene Blätter. Die Kinder fanden heraus, dass es sich bei den angeblichen Würmern in den Eicheln um Keimlinge handelte. Die Eicheln wurden eingepackt, um sie in der Schule in Erde zu pflanzen und sie weiter zu beobachten. Zudem gab es Spiele zur Stärkung des Klassenzusammenhalts und zum Training der Kooperationsfähigkeit, wie der Bau von Waldkugelbahnen in Kleingruppen.

Zur Sache: Naturaktionstage

Der Verband Deutscher Naturparke e.V. (VDN) und das Unternehmen Kaufland haben es sich zum Ziel gesetzt, Schulklassen mit einem hohen Anteil von Kindern aus sozial benachteiligten Familien einen Naturerlebnisausflug in einen benachbarten Naturpark zu ermöglichen. Wie die vorausgegangenen „Naturpark-Klassenfahrten“ im Biosphärenreservat Pfälzerwald gezeigt haben, sind es eben diese Kinder, die oft wenig Möglichkeiten für ein Naturerlebnis haben und die vielfach sogar von sich sagen, dass sie noch nie im Wald waren.

Aktuelle Angebote unserer Partnerbetriebe

Regional und nachhaltig genießen und einkaufen auch während der Krise

Von Liefer- und Abholservice unserer Restaurants über Fleischverkauf nach Anmeldung bis zu Online-Bestellung von Weinen, Honigen und anderen regionalen Produkten: Unsere Partnerbetriebe haben auch in Zeiten der Corona-Krise und über die anstehenden Feiertage viel zu bieten. Beispielhaft haben wir hier einige Angebote zusammengestellt. Es lohnt sich, auch auf den Websites anderer Partnerinnen und Partner vorbeizuschauen oder bei ihnen anzurufen – alle Kontakte finden Sie hier.

Trockenmauern: sommers wie winters ein wichtiger Lebensraum

chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ für den Schutz und die Vernetzung wertvoller Biotope

Typische Pflanzen an einer Trockenmauer
Wertvolle Biotope für Tiere und Pflanzen: Trockenmauern im Pfälzerwald sollen durch das Hirtenwege-Projekt in Wert gesetzt werden (Foto: Biosphärenreservat/Yannick Baumann)

Wer viel im Biosphärenreservat Pfälzerwald unterwegs ist, kennt sie schon ganz gut: die Trockenmauern. Ob in den Weinbergen, entlang eines Fahrradwegs oder versteckt und verwittert im Wald – sie prägen die Kulturlandschaft und sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Im chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ gehören die Trockenmauern zur Pflege- und Entwicklungsplanung, die derzeit erarbeitet wird. Trockenmauern sind wichtige Biotopvernetzungsachsen, vor allem in den Räumen, die durch Weinbau genutzt werden. Im Pflege- und Entwicklungsplan werden derzeit Maßnahmen erarbeitet, wie die Trockenmauern wieder als Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten verbessert angenommen werden. Gleichzeitig sollen die Bauwerke als Relikte für frühere, regionaltypische Bewirtschaftungsweisen stärker in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit rücken.

Die Pflege- und Entwicklungsplanung für die „Neuen Hirtenwege im Pfälzerwald“ sieht vor, dass bestimmte Trockenmauern revitalisiert werden und eine modellhafte Pflege erfahren sollen. Zu den Maßnahmen, die das Hirtenwege-Team bisher plant, gehören zudem das Sichern der Mauern, die Freistellung von zugewachsenen Trockenmauern und die Ergänzung von Mauerteilen beziehungsweise der Wiederaufbau von eingestürzten Mauerteilen.

Trockenmauern im Sommer und Winter

Vor allem an warmen Tagen im Sommer kann man diesen lebendigen Lebensraum besonders gut beobachten, wenn aus den Ritzen und Spalten der Trockenmauern Farne und Kriechpflanzen wie Mauerraute, Blaugrüner Steinbrech oder Zwergglockenblume hervorschauen und Zaun- und Mauereidechsen darauf entlanghuschen. Trockenmauern unterscheiden sich von den gängigen Beton-Mauern unter anderem dadurch, dass sie aus Natursteinen bestehen und ganz ohne Mörtel auskommen. Das hilft Tieren wie der Mauereidechse, sich tief im Mauerwerk vor Feinden zu verstecken. Werden Trockenmauern neu angelegt, können beispielsweise auch seltene Vogelarten wie der Steinschmätzer von diesem Lebensraum profitieren, indem man spezielle Nisthilfen an den Mauern anbringt.

Dass die Trockenmauern ohne Mörtel aufgeschichtet werden, ist auch im Winter wichtig für Amphibien und Reptilien. Sie können sich für ihre Winterstarre in die Ritzen zurückziehen. Sollten sie sich nämlich nicht gut verstecken, sind sie als wechselwarme Tiere bei kalten Temperaturen ihren Feinden ausgeliefert. An regnerischen Tagen zeigt sich noch eine weitere Deutungsmöglichkeit für den Namen „Trocken“-Mauer: Die Bauwerke können kein Wasser speichern. Ohne Mörtel oder anderes Füllmaterial fließt bei Wasserüberschuss wie etwa bei Starkregen das Wasser einfach ab und es bildet sich keine Staunässe. Interessanterweise bleibt die Temperatur im Inneren der Mauern Tag und Nacht ungefähr gleich, es gibt hier nur geringe Schwankungen. Sowohl im Sommer als auch im Winter herrscht im Mauerinneren ein relativ stabiles Klima, auch wenn draußen die Temperaturen unstet sind.

Gut gebaute Trockenmauern können viele Jahrzehnte überdauern. Von Kälteschäden, die manche Bauten erleiden, wenn sich beispielsweise Eis entwickelt und durch die Ausdehnung Kälterisse entstehen, sind die Trockenmauern wenig betroffen. Trockenmauern zerfallen vor allem dann, wenn sich niemand mehr um ihre Instandhaltung kümmert und sie langsam verwittern. Das passiert etwa auf alten Weinbergstandorten, die nicht mehr als solche genutzt werden und von der Natur zurückerobert werden.

Mit dem chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ kann der Lebensraum Trockenmauer eine neue Wertschätzung erfahren.

chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“

Das Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ wird im Biosphärenreservat Pfälzerwald umgesetzt, Projektträger ist der Bezirksverband Pfalz. Die Förderung des Vorhabens erfolgt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie durch das Land Rheinland-Pfalz. Projekt I wird mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Nach erfolgreichem Abschluss der Projektplanung in Projekt I im Jahr 2022 würde sich für weitere zehn Jahre Projekt II anschließen, in dem die in Projekt I erarbeiteten Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Informationen auch unter www.hirtenwege-pfaelzerwald.de.

Der Dunkelheit auf der Spur

Gewinner des Sternenpark-Videowettbewerbs auf nächtlicher Exkursion im Pfälzerwald

Eine Aufnahme der Abendstimmung im Pfälzerwald
Abendstimmung im Pfälzerwald (Foto: Kathrin Lerchbacher)

Simon Freudenberger und Emil Lerchbacher, mittlerweile in der achten Klasse des Burggymnasiums in Kaiserslautern, hatten erfolgreich am Videowettbewerb für Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Ausgeschrieben hatten den Wettbewerb das Biosphärenreservats-Team im Rahmen des Sternenpark-Projekts gemeinsam mit dem Biosphärenhaus in Fischbach und dem Klimaschutz-Projekt ZENAPA, um dafür zu werben, wie wichtig eine natürliche, dunkle Nacht für Natur und Menschen ist.

Als Preis für ihren kreativen Beitrag haben sich die beiden Gewinner gemeinsam mit ihren Familien und ihrem Lehrer Heribert Bröhl auf eine Exkursion im dämmrigen und nächtlichen Pfälzerwald begeben. Es führte sie der Biosphären-Guide Wolfgang Müller. Hier berichtet Heribert Bröhl, wie es war:

„Simon Freudenberger und Emil Lerchbacher gehörten zu den glücklichen Preisträgern des letztjährigen Schülerwettbewerbs „Der Verlust der Dunkelheit”, in dem sie sich Gedanken zur Lichtverschmutzung gemacht haben. Als Preisträger erhielten sie eine Führung im nördlichen Teil des Biosphärenreservats mit dem Biosphären-Guide Wolfgang Müller. In Anlehnung an den Wettbewerb starteten wir bei der Abenddämmerung in die Dunkelheit des Pfälzerwalds, der den Beteiligten bei Nacht doch noch recht hell erschien (dem Streulicht aus den umliegenden Dörfern „sei Dank”). So konnte man den interessanten Erklärungen zu Bäumen und Landschaft auch ohne Taschenlampe folgen. Leider verdeckte dichter Nebel den Blick auf die Sterne, aber der Wald wurde durch die Nebelschwaden in einen richtigen Zauberwald verwandelt. So wurde die nächtliche Wanderung zu einem sehr schönen Naturerlebnis.“

Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz (vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) gefördert.

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/sternenpark

Wohnort für Steinkauz, Hirschkäfer und Co.

Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat veröffentlicht Broschüre zu Kopfbäumen

Ein Weg mit Kopfbäumen, bei Eschwiller im Elsass
Kopfbäume bei Eschwiller im Elsass (Foto: Naturpark Nordvogesen)

Das deutsch-französische Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen hat im Rahmen des EU-Projekts LIFE Biocorridors einen Leitfaden neu aufgelegt, um Akteurinnen und Akteure im Gebiet des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen durch das hier gesammelte Wissen die Möglichkeit zu geben, Kopfbäume zu pflanzen und zu pflegen. Ursprünglich von einem botanischen Verband in Frankreich veröffentlicht, bietet das Biosphärenreservat nun eine neue Version der 12-seitigen Broschüre an, um Hobbygärtnerinnen, Baumpflegern und allen weiteren Interessierten zu erläutern, wie die Pflanzung, Erziehung, Pflege und Sanierung von Kopfbäumen gelingt.

Kopfbäume sind heutzutage weitgehend unbekannt, obwohl sie Zeugnisse einer langen gemeinsamen Entwicklungsgeschichte von Mensch und Natur sind. Die gestutzten Bäume prägten über Jahrhunderte hinweg mit ihren gewundenen Stämmen und den mehr oder weniger tiefen Hohlräumen große Bereiche der Landschaft in unserem Biosphärenreservat. Besonders auffällig sind die aus dem beulenförmigen „Kopf“ entspringenden Kronenäste. Die einjährigen Triebe von Kopfbäumen wurden in der Vergangenheit als Winterfutter fürs Vieh und zum Einheizen von Brotöfen verwendet. Bis heute kommen Weidenruten für das Flechten von Körben und Reusen zum Einsatz. Zudem haben Kopfbäume auch wichtige ökologische Funktionen, denn sie bieten zahlreichen Arten einen Lebensraum. Dazu gehören Vogelarten wie der Steinkauz, der Wendehals und der Wiedehopf, Säugetiere wie der Garten- und Siebenschläfer oder Fledermäuse sowie Insekten wie der Hirschkäfer.

Wer sich für Kopfbäume interessiert, kann die 12-seitige Broschüre beim Biosphärenreservat Pfälzerwald per E-Mail an info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de bestellen.

Projekt „LIFE Biocorridors“ im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat

Das EU-Projekt LIFE Biocorridors hat das Ziel, ein grenzüberschreitendes ökologisches Netzwerk im Biotopverbund Pfälzerwald-Nordvogesen zu schaffen. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen im Offenland, im Wald und an Wasserläufen durchgeführt. Im Offenland geht es darum, Streuobstwiesen sowie magere Wiesen und Weiden zu bewahren oder wieder neu anzulegen. Kopfbäume als Bestandteil des Offenlands sind dabei bedeutende Lebensräume und stellen Trittsteine im grenzüberschreitenden Biotopverbund dar.

Für das Projekt LIFE Biocorridors wurden insgesamt 3,6 Millionen Euro durch die Europäische Union sowie durch die Projektpartner in Frankreich und Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung der Maßnahmen wird vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz mit 540.000 Euro gefördert. Mehr Informationen unter www.lifebiocorridors-vosgesnord-pfaelzerwald.eu.

Aktueller Wildpflanzen-Tipp unserer Kräuterpädagogin: Der Schlehdorn

Beeren des Schlehdorns

Wenn es im Frühjahr am Wegrand weiß leuchtet, ist das oft der Schlehdorn. Warum das Wildgehölz mit den blau-schwarzen Beeren so wertvoll für Menschen und Tiere ist, erklärt unsere Kräuterpädagogin Petra Knoll in ihrem neuesten Wildpflanzen-Tipp – mit wissenswerten Infos und einer Idee zur Verwendung!

Petra Knoll ist Kräuterpädagogin und ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Team des Biosphärenreservats in Lambrecht.

Um zum aktuellen Wildpflanzen-Tipp zu gelangen, einfach hier klicken.

Neue Hirtenwege im Pfälzerwald online

chance.natur-Projekt des Biosphärenreservats jetzt mit eigener Website

Screenshot der neuen Website zum Hirtenwege-ProjektDie Webseite des chance.natur-Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ ist ab sofort online. Unter www.hirtenwege-pfaelzerwald.de gibt es zahlreiche Informationen rund um das seit 2017 laufende Projekt. Nach dem Motto „Naturschutz mit Schafsinn und Weidblick“ zielt das Projekt darauf ab, mithilfe von Schafen und anderen Weidetieren die Artenvielfalt zu erhöhen und gleichzeitig die attraktive Kulturlandschaft des Pfälzerwalds zu schützen und zu erhalten. Die Website erläutert, wie das Projekt-Team dabei vorgehen möchte, was die genauen Ziele sind, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen, welche Flächen das Projekt umschließt und wie man sich beteiligen kann. Zudem soll es hier künftig, wenn Veranstaltungen wieder möglich sind, Tipps und Hinweise auf Aktivitäten rund ums Schaf und das Thema Naturschutz geben.

Für das chance.natur-Projekt, das sich aktuell in der intensiven Pflege- und Entwicklungsplanung befindet, dient die Website zugleich als wichtige Plattform und Kommunikationsmedium für relevante Akteure und Akteurinnen, zum Beispiel aus dem Bereich von Kommunen, Behörden und Naturschutzverbänden.

Bei Fragen zum Projekt stehen der Projektleiter Helmut Schuler unter der Telefonnummer 06325 9552-17 oder unter der E-Mail-Adresse h.schuler@pfaelzerwald.bv-pfalz.de sowie die Projektmitarbeiterin Anna-Maria Marstaller unter 06325 9552-42 und a.marstaller@pfaelzerwald.bv-pfalz.de zur Verfügung.

chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“

Das Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ wird im Biosphärenreservat Pfälzerwald umgesetzt, Projektträger ist der Bezirksverband Pfalz. Die Förderung des Vorhabens erfolgt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie durch das Land Rheinland-Pfalz. Projekt I wird mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Nach erfolgreichem Abschluss der Projektplanung in Projekt I würde sich für weitere zehn Jahre Projekt II anschließen, in dem die in Projekt I erarbeiteten Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Lust auf ein Open-Air-Semester im Biosphärenreservat?

Commerzbank unterstützt mit dem Projekt „Umweltpraktikum“ Großschutzgebiete in ganz Deutschland

Umweltpraktikant Paul Hauer
Drei Monate im Einsatz für das Biosphärenreservat: Paul Hauer hat ein Commerzbank-Umweltpraktikum absolviert (Foto: Biosphärenreservat)

Paul Hauer hat über drei Monate ein Umweltpraktikum in der Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald absolviert. Der 22-jährige Freiburger studiert Nachhaltiges Regionalmanagement an der Hochschule Rottenburg und verbrachte im Pfälzerwald den ersten Teil seines Praxissemesters. Drei Monate lang unterstützte er das Team in Lambrecht unter anderem im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung, wie bei der Vorbereitung von Junior Ranger Aktionen, oder in der Öffentlichkeitsarbeit, wie bei der Pflege der Website oder des Youtube-Auftritts. „Pandemiebedingt war es sicher kein klassischer Einsatz. Manche Einsatzmöglichkeiten, die sicher interessant gewesen wären, wie zum Beispiel bei den deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkten, sind leider weggefallen“, so Paul Hauer. „Dennoch konnte ich einen guten Einblick in die Arbeit eines Biosphärenreservats erhalten, und das ist eine Bereicherung für mich.“

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet jungen Menschen die Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für ihre spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums erhalten Praktikantinnen und Praktikanten Einblicke in ganz verschiedene Bereiche wie Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit oder in die Planung und Umsetzung von Naturschutzprojekten. Seit dem Start 1990 haben durch das Commerzbank-Umweltpraktikum etwa 1.700 Praktikantinnen und Praktikanten in den 27 teilnehmenden Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten zwischen Nordsee und Alpen einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. „Wir freuen uns sehr, dass sich unser Engagement hier so nachhaltig gestaltet“, freut sich Ute Jahn, Filialleiterin der Commerzbank in Neustadt.

Bewerbungen für 2021 ab jetzt möglich
Studentinnen und Studenten aus Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union können sich ab jetzt bis 15. Januar über die Commerzbank für ein Praktikum im deutschen Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen bewerben. Das mindestens dreimonatige Umweltpraktikum bietet die Chance, Natur intensiv zu erleben, Praxiserfahrung zu sammeln und berufliche Kontakte zu knüpfen.

Das Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald bindet die Praktikantinnen oder Praktikanten aktiv in verschiedene Abläufe ein, um ein umfängliches Verständnis der Arbeit für nachhaltige Entwicklung in dem Großschutzgebiet zu vermitteln. Als Modellregion der UNESCO hat das Biosphärenreservat Pfälzerwald zum Ziel, das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur zu erproben und zu fördern. Die jungen Leute erhalten Einblick in Biosphärenreservats-Projekte etwa in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften, Landschaftspflege oder Schutz der Biodiversität. Sie haben auch die Gelegenheit, eigene Projekte umzusetzen, zum Beispiel in der Umweltbildung oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

Neben spannenden Naturerlebnissen und lehrreichen Erfahrungen erhalten die Praktikanten und Praktikantinnen ein Praktikumsentgelt. Weitere Informationen und Hinweise zur Bewerbung finden sich unter www.umweltpraktikum.com.

Biosphärenreservat mit mehr Wildnis

Illustration über die Kernzone
Buntes Treiben in der Kernzone (Bild: Steffen Boiselle)

Seit Sommer dieses Jahres gilt die neue Landesverordnung über das Biosphärenreservat Pfälzerwald. Diese löst die Naturparkverordnung von 1958 ab. In der neuen Verordnung ist unter anderem festgeschrieben, dass drei Prozent der Fläche unseres Biosphärenreservats als Kernzonen unter besonderem Schutz stehen. Das sind rund 1.500 Hektar mehr als bisher. Hier darf sich die Natur weitestgehend ohne Eingreifen des Menschen entwickeln. Zur neuen Verordnung geht es hier.