Bewerbung für Umweltpraktikum im Biosphärenreservat eröffnet

Frist läuft bis 15. Januar

Das Bild zeigt einen lichtdurchflutenden Laubwald, durch den ein Wewg führt. Auf dem Weg laufen Wander*innen.
Foto: Yvon Meyer

Die Bewerbungsphase für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2024 hat begonnen. Ab sofort können sich Studierende mit einer Begeisterung für Themen rund um Natur, Bildung, Öffentlichkeitsarbeit und regionales Wirtschaften um einen Praktikumsplatz auch beim Biosphärenreservat Pfälzerwald bewerben. Die Frist läuft bis zum 15. Januar 2024. Bewerbungen sind ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich. Für das mindestens dreimonatige Umweltpraktikum im deutschen Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen können sich Studentinnen und Studenten aus Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union bewerben. Es bietet die Chance, Natur intensiv zu erleben, Praxiserfahrung zu sammeln und berufliche Kontakte zu knüpfen.

Das Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald bindet die Praktikantinnen oder Praktikanten aktiv in verschiedene Abläufe ein, um ein umfängliches Verständnis der Arbeit für nachhaltige Entwicklung in dem Großschutzgebiet zu vermitteln. Als Modellregion der UNESCO hat das Biosphärenreservat Pfälzerwald zum Ziel, das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur zu erproben und zu fördern. Die jungen Leute erhalten Einblick in Biosphärenreservats-Projekte etwa in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften, Landschaftspflege oder Schutz der Biodiversität. Sie haben auch die Gelegenheit, eigene Projekte umzusetzen, zum Beispiel in der Bildung für nachhaltige Entwicklung oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

Neben spannenden Naturerlebnissen und lehrreichen Erfahrungen erhalten die Praktikanten und Praktikantinnen ein Praktikumsentgelt. Weitere Informationen und Hinweise zur Bewerbung finden sich unter www.umweltpraktikum.com.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum in deutschen Schutzgebieten

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet jungen Menschen die Chance, die Arbeit in deutschen Großschutzgebieten intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für ihre spätere Berufswahl zu erwerben. Seit dem Start 1990 haben durch das Commerzbank-Umweltpraktikum rund 2.000 Praktikantinnen und Praktikanten in den teilnehmenden Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten zwischen Nordsee und Alpen einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

Seit Anfang 2023 koordiniert der Nationale Naturlandschaften e.V., Dachverband der deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete, das Umweltpraktikum und bereichert es auch inhaltlich mit seiner Expertise in den Themenbereichen Naturschutz, Biodiversität, Forschung, Umweltbildung, Besucherbetreuung und Naturerleben.

Advent im Schafstall in Busenberg

Besinnlich und beschwingt

Das Bild zeigt Schafe in einer Herde im Pfälzerwald
Foto: Norman Krauß

Zur Einstimmung auf Weihnachten lädt das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gemeinsam mit dem Schaf- und Tierzuchtverein Busenberg/Drachenfels und Umgebung an einen besonderen Ort ein: Am zweiten Adventswochenende – am Samstag, 9., und Sonntag, 10. Dezember – findet im Schafstall der Wasgauschäferei in Busenberg bei Dahn „Advent im Schafstall“ statt. Der Stall, in dem sich Ziegen, Esel und Schafe unter anderem um eine Krippe tummeln, ist samstags ab 16 Uhr geöffnet. Nach der Begrüßung um 18 Uhr wird eine Stallmesse gefeiert; für die musikalische Begleitung sorgt der Projekt-Chor „Family Sound“. Sonntags ist der Stall ab 11 Uhr offen, es gibt Stockbrot, der Bauchredner Pascal erfreut die Gäste ab 14 Uhr und ab 15 Uhr musizieren „Die Wasgaumusikanten“.

An beiden Tagen gibt es herzhafte Gerichte und Snacks, auch vom Lamm, sowie süße Leckereien. Mit der Rheinpfalz-Card gibt es einen Euro Ermäßigung auf einen Glühwein oder einen Kinderpunsch.

„Advent im Schafstall“ ist Teil der Pfälzerwald-Lamminitiative, mit der das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen für regionale Lammfleischprodukte und für die Leistungen der Schäferinnen und Schäfer für die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats wirbt. Die Lamminitiative wird unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.

Der Garten im Winter

Vortrag im Interreg-Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“
Das Bild zeigt Vogelfutterstellen, die an einem Baum hängen, und im Hintergrund einen herbstlichen GartenWenn das bunte Herbstlaub gefallen ist und die letzten Astern verblüht sind, beginnt der Winter im Garten so richtig. Dass dies keine blütenlose, triste Zeit sein muss, erläutert Eva Hofmann am Mittwoch, 22. November. Der Vortrag, der von 17.30 bis 19.30 Uhr in der Pfalzakademie in Lambrecht stattfindet, ist ein Teil des deutsch-französischen Projekts „Gärten für die Artenvielfalt“.

Gerade an trüben Tagen wirkt der Garten trostlos kahl und auch die Koniferen bringen dann keine Farbe, sondern wirken nur dunkel. Eva Hofmann von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz stellt mehr oder weniger bekannte Gehölze vor, die im Winter mit Farbe und Duft aufwarten, sodass man den Garten auch von Dezember bis März erblühen lassen kann. Darüber hinaus gibt es immergrüne Stauden, Stauden mit dekorativen Samenständen und stabiler Winterstruktur und fruchttragende Sträucher oder solche mit dekorativer Rinde. Nicht nur ein gut ausgesuchtes Pflanzensortiment lässt den Garten im Winter lebendig bleiben. Eva Hofmann erklärt auch, was dem Boden und Komposthaufen im Winter guttut, wie Gartenbesitzerinnen und -besitzer im Winter Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere bereitstellen können und was bei der Vogelfütterung zu beachten ist. So kann man in Ruhe den Blick in den winterlichen Garten genießen und schon Pläne für das nächste Frühjahr schmieden.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung beim Biosphärenreservat Pfälzerwald unter m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de wird gebeten.

Zum Interreg-Projekt: “Biodiversität und Klimaanpassung in Gärten und Grünflächen im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen” – “Biodiversité et adaptation au climat dans les jardins et les espaces verts de la Réserve de Biosphère transfrontalière Pfälzerwald-Vosges du Nord”
Mit einem Wettbewerb für Hobbygärtnerinnen und -gärtner wie auch mit zahlreichen Veranstaltungen wie Vorträgen und Workshops und weiteren Bausteinen des Interreg-Projekts, das von 2022 bis 2025 läuft, fördert das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in den unbebauten Flächen von Städten und Dörfern den Schutz der Artenvielfalt und des Klimas im Alltag. Das Projekt wird unter anderem durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz sowie mit Mitteln aus dem Interreg-Programm Oberrhein gefördert und mit vielen Partnerinnen und Partnern in Frankreich und in Deutschland durchgeführt.

Große Symbolkraft und wichtige Impulse für die Region

Kommunale Vertreterinnen und Vertreter treffen sich mit Biosphären-Teams

„25 Jahre sind seit der Anerkennung als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat im Dezember 1998 vergangen. Ich glaube, in dieser Zeit hat sich viel verändert, in unserer gemeinsamen Biosphäre und im Miteinander der Verantwortlichen“, sagte Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz, und in dieser Funktion verantwortlich beim Bezirksverband Pfalz, dem Träger des Biosphärenreservats Pfälzerwald.

Entscheiderinnen und Entscheider für das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen (v.l.n.r.): Vize-Präsident beim SYCOPARC Bertrand Wahl, Pfälzerwald-Direktorin Dr. Friedericke Weber, Nordvogesen-Direktorin Rita Jacob Bauer, Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder und Vize-Präsidentin beim SYCOPARC Nathalie Marajo-Guthmuller
Entscheiderinnen und Entscheider für das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen (v.l.n.r.): Vize-Präsident beim SYCOPARC Bertrand Wahl, Pfälzerwald-Direktorin Dr. Friedericke Weber, Nordvogesen-Direktorin Rita Jacob Bauer, Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder und Vize-Präsidentin beim SYCOPARC Nathalie Marajo-Guthmuller

Mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen in den Nordvogesen und im Pfälzerwald haben sich in Klingenmünster mit Mitarbeitenden des Biosphärenreservats getroffen. Die beiden Geschäftsstellen des deutsch-französischen Biosphärenreservats hatten zu der Zusammenkunft eingeladen, um Themen aus der grenzüberschreitenden Biosphärenarbeit zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Das Treffen stand im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und fand am Internationalen Tag der Biosphärenreservate statt, den die Unesco seit 2022 am 03. November ausruft.

„Hinter solchen Projekten, wie es der damalige Bezirkstagsvorsitzende Werner Ludwig und der damalige Vorsitzende des Naturparks Nordvogesen Jean Westphal mit viel Einsatz vorangetrieben haben, steht immer eine Version. Solche Visionen umzusetzen, ist das Ergebnis großer Bemühungen und harter Arbeit auf beiden Seiten der Grenze“, ergänzte Wieder. „Es ist sehr wertvoll – gerade in Zeiten mit großen Konflikten in der Welt –, dass hier in der Grenzregion kein Konflikt zwischen unseren beiden Ländern mehr vorstellbar ist. In diesem Kontext dürfen wir Projekte umsetzen, die den Menschen und der Natur und der Entwicklung der Region und zugutekommen.“

„Seit 25 Jahren dient unsere deutsch-französische Zusammenarbeit auch als Modell für andere Einrichtungen. Dank dieser Partnerschaft können wir zum Beispiel gemeinsame Finanzmittel über die Europäische Union erreichen und unsere Region weiterentwickeln“, erklärte Nathalie Marajo-Guthmuller, Vize-Präsidentin des SYCOPARC, Träger des Regionalen Naturparks Nordvogesen. „Die Kooperation bietet uns auch eine Möglichkeit, unsere Kenntnisse zu erweitern und die Projektarbeit zu vertiefen und zu verbessern, und das möchten wir auch in Zukunft gemeinsam tun und stetig weiterentwickeln. Ich bedanke mich bei allen, die sich für die deutsch-französische Zusammenarbeit stark machen. Über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten, ist ein starkes und hoffnungsvolles Symbol“, sagte Marajo-Guthmuller.

Dr. Friedericke Weber, Direktorin des deutschen Teils des Biosphärenreservats, führte aus, wie sich in den 1990er Jahren die Bestrebungen von beiden Seiten intensiviert haben, um ein gemeinsames Biosphärenreservat zu schaffen. „Unser deutsch-französisches Biosphärenreservat ist nicht nur das größte zusammenhängende Waldgebiet Westeuropas, sondern auch Heimat von 337.000 Menschen und Heimat des Luchses. Das verdeutlicht für mich auf schöne Weise, dass es in unserem Biosphärenreservat um Mensch und Natur gemeinsam geht.“

Tüfteln und Denken für die Nachhaltigkeit: Großes Interesse an den Projekten und der Weiterentwicklung des Biosphärenreservats bei der deutsch-französischen Veranstaltung für Kommunen

Rita Jacob Bauer, Direktorin des französischen Teils des Biosphärenreservats, gab Einblicke in die praktische Zusammenarbeit zwischen den beiden Biosphären-Teams und den vielen engagierten Menschen, die sich für die Umsetzung der Projekte einsetzen. „Beim aktuellen „Projekt Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ geht es zum Beispiel darum, wie jeder und jede etwas im eigenen Garten für die Artenfreundlichkeit tun kann. Und es geht darum, Kommunen und Professionelle aus den grünen Berufen dafür zu sensibilisieren, artenfreundliche und klimaangepasste Entscheidungen bei ihren Planungen und Projekten zu treffen.“

Die beiden Direktorinnen luden die Anwesenden ein, sich noch ausgiebig mit den anwesenden Kolleginnen und Kollegen aus den Geschäftsstellen des Biosphärenreservats auszutauschen, sich kennenzulernen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern. Den beiden Biosphären-Teams war es ein Anliegen, dass Akteure und Akteurinnen der Kommunalpolitik beider Teile des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen grenzüberschreitend miteinander ins Gespräch kommen, sich mit den kommunalpolitisch Verantwortlichen und Aktiven aus dem französischen und deutschen Teil des Biosphärenreservats vernetzen und zu den Herausforderungen, Perspektiven und Möglichkeiten von Kommunen und kommunalen Gebietskörperschaften im gemeinsamen Biosphärenreservat diskutieren.

Nach der Vorstellung der Aktivitäten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat durch die beiden Direktorinnen tauschten sich alle Teilnehmenden zu verschiedenen Fragen rund um die weitere Entwicklung des Biosphärenreservats aus kommunaler Sicht aus.

Anschließend stellten die Biosphären-Teams beim lockeren und informativen Beisammensein verschiedene deutsch-französische Projekte und Arbeitsfelder genauer vor. Die Gäste nutzen die Gelegenheit, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstellen in La Petite-Pierre und Lambrecht in Austausch zu kommen und Fragen rund um typische Tätigkeitsfelder wie Naturschutz, Biodiversität, Regionalentwicklung, regionale Produkte, Kulturlandschaftspflege, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Kommunikation zu vertiefen.

25 Jahre grenzüberschreitendes Biosphärenreservat
Die Biosphären-Teams in den Nordvogesen und im Pfälzerwald haben gemäß dem MAB -Programm der UNESCO bei der Anerkennung als deutsch-französisches Gebiet im Jahr 1998 den Auftrag übernommen, Ideen für eine nachhaltige Nutzung und für eine Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen – und das über die deutsch-französische Grenze hinweg. Dafür entwickeln die Biosphären-Teams gemeinsam mit vielen Menschen in der Region Projekte, die als Modell für andere dienen können.

Eine bewegte Geschichte und die gemeinsame Natur verbinden die beiden Regionen. Schon seit den 1980er Jahren haben sich die Verantwortlichen des damaligen Naturparks Pfälzerwald und des Regionalen Naturparks Nordvogesen für eine deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich des Naturschutzes starkgemacht. Früh entwickelte sich die Absicht, zwei nationale Biosphärenreservate zu schaffen, mit dem vornehmlichen Ziel der Schaffung eines deutsch-französischen Biosphärenreservats. Die nationalen Anerkennungen fanden in Frankreich 1989, für den Pfälzerwald als deutsches Gebiet 1992 statt. Vor 25 Jahren wurde das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen dann als erstes grenzüberschreitendes Biosphärenreservat in der Europäischen Union anerkannt.

Seit der Anerkennung wurden zahlreiche gemeinsame Projekte umgesetzt, dazu zählen etwa die deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte, die es seit 1999 gibt. Der erste Markt fand im südwestpfälzischen Ruppertsweiler statt, der zweite im lothringischen Walschbronn. In der jüngeren Vergangenheit wurde zum Beispiel das EU-Projekt „LIFE Biocorridors“ zur Vernetzung von Biotopen realisiert (2016 bis 2022). Im Sommer 2023 ist das INTERREG-Projekt „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“ zu Ende gegangen. Das INTERREG-Projekt „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ hat 2022 begonnen und läuft bis 2025. Die beiden Biosphären-Teams arbeiten in den Geschäftsstellen in Lambrecht in der Pfalz sowie in La Petite-Pierre im Nordelsass.

Im Jahr 2023 gibt es 748 Biosphärenreservate in 134 Ländern, nur 23 davon sind wie das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen grenzüberschreitend.

Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt in Maikammer – Nachhaltigkeit und Genuss

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Umweltschonend hergestellte Qualitätsprodukte aus der Region

Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt in Maikammer – Nachhaltigkeit, Genuss und verkaufsoffener Sonntag

In Maikammer klingt am Sonntag, 22. Oktober, von 11 bis 18 Uhr die Saison der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte aus. Auf dem Marktplatz, entlang der Marktstraße und auf dem Frantzplatz bieten über 50 Marktbeschickerinnen und -beschicker –darunter Winzerinnen, Landwirte, Imker, Kunsthandwerkerinnen, Regionalladen-Besitzerinnen, Bierbrauer und Biosphären-Partnerinnen – ihre umweltschonend produzierten Waren aus der Region an. Sie kommen aus dem französischen und deutschen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Zu den Produkten gehören Schinken und Wurst sowie Fleisch von Lamm, Wild und Pferd, Ziegenkäse und Essige, Säfte, Biowein, Likör und Sekt genauso wie Obst und Gemüse, Pilze, Marmelade und Honig, Öl, Pesto und Kompott. Ein vielfältiges Getränkeangebot von Winzerinnen und einem Bierbrauer gibt es auch. Die reiche Produktpalette lädt ein zum Schauen, Schlemmen und zum Füllen der Einkaufstaschen.

Um 11 Uhr wird der Biosphären-Bauernmarkt auf dem Marktplatz offiziell eröffnet. An diesem Sonntag ist von 13 bis 18 Uhr auch verkaufsoffener Sonntag in Maikammer; im Bürgerhaus in der Marktstraße 8 findet zudem am Samstag von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr eine Hobby- und Kunsthandwerkerausstellung mit 30 Ausstellerinnen und Ausstellern statt.

Im Mittelpunkt des deutsch-französischen Biosphären-Bauernmarkts steht nachhaltiger Genuss. Die Verbandsgemeinde Maikammer war mit ihren Ortsgemeinden Maikammer, Kirrweiler und St. Martin Modellkommune im Projekt des Biosphärenreservats „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“. Die Ortsgemeinde Maikammer ist seit 2017 als Mitglied im internationalen Netzwerk Cittàslow und seit 2023 als „Gemeinde unter den Sternen“ im Biosphärenreservat ausgezeichnet.

Maikammer ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, zum Beispiel mit Bus und Bahn aus der Richtung Landau oder Neustadt. Von Neustadt und innerhalb der Verbandsgemeinde ist nun auch die Fortbewegung mit Fahrzeugen von Mobility-on-demand möglich. Die Anreise mit dem Fahrrad empfiehlt sich ebenso. Fahrradparkplätze sind im Schulhof in der Schulstraße und in der Johannes-Damm-Straße zu finden. Ein Parkleitsystem leitet die mit PKW anreisenden Besucher zu Parkplätzen im und um den Ort.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und bei Einheimischen wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu werben. Denn so können die Verbraucherinnen und Verbraucher direkt dazu beitragen, dass die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats erhalten bleibt und keine langen Transportwege entstehen. Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/bauernmaerkte/ba. Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.

 25 Jahre grenzüberschreitendes Biosphärenreservat

Die deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte bereichern im Jahr 2023 das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen des grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen.

Die Biosphären-Teams in den Nordvogesen und im Pfälzerwald haben gemäß dem MAB („Man and the Biosphere“)-Programm der UNESCO bei der Anerkennung als deutsch-französisches Gebiet im Jahr 1998 den Auftrag übernommen, Ideen für eine nachhaltige Nutzung und für eine Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen – und das über die deutsch-französische Grenze hinweg. Dafür entwickeln die Biosphären-Teams gemeinsam mit vielen Menschen in der Region Projekte, die als Modell für andere dienen können.

Die deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte wurden auf Initiative des Biosphärenreservats Pfälzerwald, des Regionalen Naturparks Nordvogesen sowie der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land im Jahr 1999 ins Leben gerufen. Der erste Markt fand im südwestpfälzischen Ruppertsweiler statt, der zweite im lothringischen Walschbronn. Die Biosphären-Bauernmärkte waren nach der Anerkennung als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat eines der ersten Projekte, die gemeinsam durch das französische und das deutsche Biosphären-Team umgesetzt wurden.

Gebäudebegrünung – Vom Überblick zum ersten Schritt

Infoveranstaltung für Kommunen im deutsch-französischen Gärten-Projekt

Die Begrünung von Fassaden kann hilfreich bei der Anpassung an den Klimawandel sein (Foto: Biosphärenreservat/Klaus Venus)

Am Mittwoch, 11. Oktober, geht es bei einer Veranstaltung mit Lukas Weitz von der Energieagentur Rheinland-Pfalz um das Thema Gebäudebegrünung. Für Mitarbeitende von Kommunen sowie Entscheiderinnen und Entscheider berichtet der Referent von 16 bis 18 Uhr, wie das Thema angegangen werden kann. Der Vortrag findet in der Kreisverwaltung Südwestpfalz im Unteren Sommerwaldweg 40-42 in Pirmasens statt.

Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher sichtbar – in Rheinland-Pfalz insbesondere durch Hitzeperioden und Starkregenereignisse. Für Kommunen sind Anpassungsmaßnahmen daher unentbehrlich, um Siedlungen und Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen. Ein wichtiges Instrument hierzu kann die Gebäudebegrünung sein. In dieser Veranstaltung wird ein von der Energieagentur Rheinland-Pfalz erstellter Leitfaden vorgestellt, in welchem Grundlagen, Vorteile und Tipps zur Dach- und Fassadenbegrünung auf anschauliche Weise erklärt werden. Auch Fragen zur Bauleitplanung werden besprochen.

Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos, Anmeldung und weitere Infos bei Micaela Mayer vom Biosphärenreservat Pfälzerwald unter m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de. Die Veranstaltung ist ein Angebot des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Südwestpfalz im Rahmen des INTERREG-Projekts „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“.

Das EU-Interreg-Projekt „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“

Jeder Quadratmeter Grün kann einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt und zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels leisten. Zu zeigen und dafür zu begeistern, wie das gelingen kann, ist das Ziel des neuen deutsch-französischen Projekts zu Klima- und Artenschutz in Gärten sowie auf öffentlichen und betrieblichen Grünflächen, mit dem das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen 2022 begonnen hat und das bis 2025 läuft. Informationen unter www.pfaelzerwald.de/gaerten.

Das Projekt begeistert Hobbygärtnerinnen und -gärtner in den Nordvogesen und im Pfälzerwald. Neben einem Gartenwettbewerb bietet das deutsch-französische Projekt des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen Veranstaltungen zu verschiedenen Gartenthemen.

Auf der deutschen Seite des Biosphärenreservats werden die Beiträge zum Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz sowie mit Mitteln aus Interreg Oberrhein gefördert.

25 Jahre deutsch-französisches Biosphärenreservat

Die Aktionen und Veranstaltungen des Interreg-Projekts „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ bereichern das Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen des grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Vor 25 Jahren haben die Biosphären-Teams in den Nordvogesen und im Pfälzerwald gemäß dem MAB („Man and the Biosphere“)-Programm der UNESCO bei der Anerkennung als deutsch-französisches Gebiet den Auftrag übernommen, Ideen für eine nachhaltige Nutzung und für eine Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen – und das über die deutsch-französische Grenze hinweg. Dafür entwickeln die Biosphären-Teams gemeinsam mit vielen Menschen in der Region Projekte, die als Modell für andere dienen können.

Vernetzt fetzt: MAB Jugendforum zu Gast im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Über 60 junge Erwachsene und Biosphärenreservats-Mitarbeitende aus ganz Deutschland erarbeiteten konkrete Ideen für mehr Jugendpartizipation in Biosphärenreservaten.

Es steht eine Gruppe Menschen zusammen auf einem Platz. Es wird ein Banner mit der Aufschrift "2023 MAB Jugendforum" hochgehalten.

Vom 22. bis 25. September fand das dritte deutschsprachige MAB Jugendforum in der Tagungsstätte Heilsbach im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen statt. MAB steht für das „Man and the Biosphere“-Programm der UNESCO, in dessen Rahmen das Weltnetz der Biosphärenreservate entstanden ist. Für die Veranstaltung kamen rund 50 junge Menschen aus Deutschland und Österreich zusammen, um gemeinsam mit Mitarbeitenden aus deutschen und einem Schweizer Biosphärenreservat über Jugendpartizipation zu diskutieren und Vernetzungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Dr. Friedericke Weber, Direktorin des Biosphärenreservats Pfälzerwald, eröffnete am Freitag feierlich die Veranstaltung: „Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Gebieten, aber es verbindet Sie die Idee, dass Sie rund um das Thema Biosphärenreservat gemeinsam diskutieren wollen und das ist ein ganz wichtiger Punkt, auch für das Biosphärenreservat Pfälzerwald: Sie haben Lust, sich einzubringen in die Entwicklung, in die Zukunft von Biosphärenreservaten. Das finden wir ganz toll, weil es junge Leute und junge, frische Ideen braucht, um diese besonderen Modellregionen für nachhaltige Entwicklung weiter zu gestalten.“

Das Programm bot eine vielfältige Mischung aus partizipativen Gruppenarbeiten, Exkursionen, Lagerfeuer, Musik und vielem mehr. Bei einem „Markt der Möglichkeiten“ verschafften sich die Teilnehmenden an 11 Ständen einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Biosphärenreservate und tauschten sich mit Vertreter*innen von selbstorganisierten Jugendnetzwerken wie Watt°N, der Jungen Biosphäre Bliesgau und der EuroMAB Youth aus. Exkursionen zur Wegelnburg, der Ruine Blumenstein sowie zum Ziegenhof „Ferme du Steinbach“ im elsässischen Obersteinbach, boten vielfältige Einblicke in die Naturvielfalt, die geschichtlichen Zeugnisse sowie nachhaltige Wirtschaftsweisen im Biosphärenreservat Pfälzerwald.

In intensiven Diskussionen und vielfältigen Partizipationsformaten trugen die Teilnehmenden zahlreiche Ideen und Vorschläge zusammen, wie Jugendpartizipation in Biosphärenreservaten konkret umgesetzt werden kann. Das bunte Feuerwerk an Ideen wird im Nachgang den deutschen Biosphärenreservaten zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an das Forum können die jungen Erwachsenen sogenannte Lern- und Vernetzungsaufenthalte realisieren, um das eigene oder andere Biosphärenreservate näher kennenzulernen und sich weiter zu vernetzen. Hierfür gingen auf dem Forum bereits über 30 Interessenbekundungen ein. Für November ist das Gründungstreffen einer eigenständigen deutschen MAB Jugend in Vorbereitung, die Veranstaltungen und Aktionen rund um Biosphärenreservate initiieren will.

Auch die Teilnehmenden zeigten sich begeistert: „Das Jugendforum hat mir gezeigt, dass viele junge Menschen an der Zukunftsentwicklung von Biosphärenreservaten interessiert sind und sich aktiv einbringen wollen. Es ist bereichernd, dass man damit nicht alleine ist und gemeinsam können wir viel erreichen. Vernetzt fetzt!“, so Jorina Rath, die aus dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg angereist war.

Organisiert wurde das Jugendforum von Nationale Naturlandschaften e. V., dem Dachverband der deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete, in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Pfälzerwald. Neun junge Erwachsene unterstützten ganz im Sinne der Jugendpartizipation mit viel ehrenamtlichem Engagement die Planung und Durchführung des MAB Jugendforums. Gemeinsam entstand ein unvergessliches Wochenende für alle Teilnehmenden. Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Hintergrund MAB Jugendforen

Das Ziel der Jugendforen des „Man and the Biosphere“-Programms der UNESCO ist es, engagierte junge Erwachsene aus Biosphärenreservaten zu vernetzen, ihre Identifikation mit Biosphärenreservaten zu stärken, ihre Motivation für Engagement zu fördern, sie weiterzubilden und ihnen eine Stimme zu geben. Junge Menschen, die in Biosphärenreservaten oder deren Umfeld wohnen und arbeiten, sollen darin bestärkt werden, selbst aktiv zur nachhaltigen Entwicklung „ihres“ Biosphärenreservats und des Weltnetzes der Biosphärenreservate beizutragen.

Das erste internationale MAB Jugendforum fand 2017 im Biosphärenreservat Po-Delta (Italien) statt. An diesem nahmen junge Engagierte aus über 142 Biosphärenreservaten der Welt teil. Weitere MAB Jugendforen finden seitdem weltweit mit unterschiedlicher Reichweite statt. 2019 und 2021 fanden im Biosphärenreservat Rhön und Biosphärengebiet Schwäbische Alb die ersten MAB Jugendforen für den deutschsprachigen Raum statt.

Urwald, Grenzen, Klimawandel

Biosphären-Guide-Touren im Herbst

Das Bild zeigt einen Weg im Pfälzerwald, der von Bäumen gesäumt ist. Die Bäume tragen bunt gefärbtes Herbstlaub.
Foto: Yannick Baumann

Kernzonen und Urwald, die deutsch-französische Grenze und Geschichte, Baumarten und der Klimawandel – das ist einige der Themen, mit denen die Biosphären-Guides des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen die Vielseitigkeit des Gebiets vermitteln. Noch einige Angebote warten in den kommenden Herbstwochen auf Pfälzerwald-Fans. Alle Infos gibt es unter www.pfaelzerwald.de/termine.

Am Samstag, 30. September, nehmen die Biosphären-Guides Ursula und Johannes Schauer alle Grenzgängerinnen und Neugierige mit auf eine grenzüberschreitende Tour. Die zweistündige Wanderung beginnt um 10.30 Uhr in Nothweiler.

Am Sonntag, 01. Oktober heißt es bei Biosphären-Guide Johanna Thomas-Werling „Ä Tännchen, please“, wenn sie erklärt, welches die besonderen Eigenschaften der Weißtanne sind und inwiefern sie sich in Zeiten der Klimakrise gut behaupten kann. Der Treffpunkt für die vierstündige Tour ist um 13 h am St. Germanshof.

Auch am Sonntag, 01. Oktober, steht bei der Tour von Ursula und Johannes Schauer die Bedeutung von Streuobstwiesen als artenreiches und landschaftsprägendes Element sowie ihr Nutzen für Menschen und Natur im Mittelpunkt. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Wanderparkplatz Nothweiler.

Am Samstag, 07. Oktober, stellt die Biosphären-Guide Susanne Ecker verschiedene Fragen zum Thema Urwald. Dabei führt sie die Teilnehmenden entlang und auch durch die größte Kernzone des Biosphärenreservats, das Quellgebiet der Wieslauter. Los geht es um 10 Uhr am Wanderparkplatz unterhalb des Luitpoldturms.

Ebenfalls am Samstag, 07. Oktober, begleiten die Biosphären-Guides Gerlinde Pfirrmann aus der Pfalz und Bertrand Wentz aus dem Elsass gemeinsam die deutsch-französische Freundschaftstour. Die dreistündige Wanderung führt ab 14 Uhr von Roppeviller in Frankreich über die Grenze zu den mächtigen Altschlossfelsen.

Am Samstag, 14. Oktober, geht es bei der Tour von Gerlinde Pfirrmann ab dem Parkplatz Spießweiher bei Eppenbrunn ebenfalls zu den Altschlossfelsen. Bei dem dreistündigen Waldspaziergang ab 14 Uhr führt sie die Gäste entlang des spektakulären Felsenmassivs zurück ins Mittelalter der Erdgeschichte.

Bei der letzten Biosphären-Guide-Tour des Jahres mit Ursula und Johannes Schauer am 29. Oktober, geht es um Wildkräuter und deren Verwendung. Start ist um 15 Uhr beim Biosphärenhaus bei Fischbach/Dahn.

Anmeldung und Informationen
Bei allen Touren sind feste Schuhe und wetterfeste Kleidung erforderlich. Informationen und Anmeldung unter info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de beziehungsweise 06325 9552-0. Informationen zu allen Guides und deren Führungsangebot sind auf der Website des Biosphärenreservats unter www.pfaelzerwald.de/termine beziehungsweise unter www.pfaelzerwald.de/biosphaeren-guides verfügbar.

Biosphären-Guides im Pfälzerwald und an der Weinstraße
Über 20 Personen, die alle bereits Natur- und Landschaftsführer für verschiedene Gebiete des Pfälzerwalds waren, haben sich in Form von Lerneinheiten und Exkursionen noch intensiver mit den Landschafts- und Naturräumen sowie mit der Funktion des Biosphärenreservats als Modellregion der UNESCO für nachhaltige Entwicklung beschäftigt und sich als Biosphären-Guide qualifiziert.

Die Biosphären-Guides bieten kenntnisreiche und kurzweilige Führungen an und helfen so, dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Gesicht und Stimme zu geben. Sie bringen Gästen wie Einheimischen dessen Schönheit, Einzigartigkeit und Vielfalt näher und vermitteln gleichzeitig Zielsetzung und Auftrag des Schutzgebiets. Die Ausbildung wurde vom Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in Zusammenarbeit mit Landesforsten Rheinland-Pfalz und der RegioAkademie angeboten. Die Qualifizierung wurde durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

25 Jahre grenzüberschreitendes Biosphärenreservat
Mit ihrem Programm bereichern die Biosphären-Guides 2023 das Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen des grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen.

Vor 25 Jahren haben die Biosphären-Teams in den Nordvogesen und im Pfälzerwald gemäß dem MAB („Man and the Biosphere“)-Programm der UNESCO bei der Anerkennung als deutsch-französisches Gebiet den Auftrag übernommen, Ideen für eine nachhaltige Nutzung und für eine Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen – und das über die deutsch-französische Grenze hinweg. Dafür entwickeln die Biosphären-Teams gemeinsam mit vielen Menschen in der Region Projekte, die als Modell für andere dienen können.

Deutsch-französische Freundschaftstour

Grenzüberschreitende Tour im Biosphärenreservat Pfälzerwald-NordvogesenDie Altschlossfelsen ragen als hohe Wände und Säulen empor. Es sind die verschiedenen Steinschichten mit ihrer roten Färbung zu sehen.

Vor 25 Jahren hat die UNESCO die Nordvogesen und den Pfälzerwald gemeinsam als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat anerkannt. Aus diesem Anlass haben sich die Biosphären-Guides Bernard Wentz und Gerlinde Pfirrmann für Samstag, 07. Oktober, etwas Besonderes ausgedacht: Im Herzen des Biosphärenreservats führen sie ihre Gäste bei einer zweisprachigen Tour vom französischen Roppeviller entlang geologischer Besonderheiten zunächst zum Diana-Felsen. Das Relief mit der Göttin der Jagd wurde in römischer Zeit angelegt. Von dort geht es dann über die Grenze und zu den mächtigen Altschlossfelsen. Hier ist Zeit zum Verweilen und Bestaunen der größten pfälzischen Felsformation, bevor es wieder nach Roppeviller zurückgeht.

Die etwa sieben Kilometer lange Tour beginnt um 14 Uhr auf dem Kirchplatz von Roppeviller und dauert etwa drei Stunden.

Um eine Anmeldung bis 05. Oktober bei Biosphärenreservat Pfälzerwald unter info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de oder der Telefonnummer 06325 9552-0 wird gebeten. Alle Teilnehmenden sollten unbedingt feste Wanderschuhe und wetterangepasste Kleidung tragen, ein Rucksackvesper und ein Getränk mitbringen. Eine gemeinsame Einkehr im Anschluss an die Tour ist möglich.

Informationen zu allen Guides und deren Führungsangebot sind auf der Website des Biosphärenreservats unter www.pfaelzerwald.de/termine beziehungsweise unter www.pfaelzerwald.de/biosphaeren-guides verfügbar.

Biosphären-Guides im Pfälzerwald und an der Weinstraße

Über 20 Personen, die alle bereits Natur- und Landschaftsführer für verschiedene Gebiete des Pfälzerwalds waren, haben sich in Form von Lerneinheiten und Exkursionen noch intensiver mit den Landschafts- und Naturräumen sowie mit der Funktion des Biosphärenreservats als Modellregion der UNESCO für nachhaltige Entwicklung beschäftigt und sich als Biosphären-Guide qualifiziert.

Die Biosphären-Guides bieten kenntnisreiche und kurzweilige Führungen an und helfen so, dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Gesicht und Stimme zu geben. Sie bringen Gästen wie Einheimischen dessen Schönheit, Einzigartigkeit und Vielfalt näher und vermitteln gleichzeitig Zielsetzung und Auftrag des Schutzgebiets. Die Ausbildung wurde vom Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in Zusammenarbeit mit Landesforsten Rheinland-Pfalz und der RegioAkademie angeboten. Die Qualifizierung wurde durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

25 Jahre grenzüberschreitendes Biosphärenreservat

Mit ihrem Programm bereichern die Biosphären-Guides 2023 das Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen des grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Aus diesem Anlass bieten die Guides Jubiläumstouren, die aneinandergereiht eine Rundtour durch die zentralen Naturräume und Besonderheiten des Biosphärenreservats Pfälzerwald mit Ausflug in die Nordvogesen ergeben.

Vor 25 Jahren haben die Biosphären-Teams in den Nordvogesen und im Pfälzerwald gemäß dem MAB („Man and the Biosphere“)-Programm der UNESCO bei der Anerkennung als deutsch-französisches Gebiet den Auftrag übernommen, Ideen für eine nachhaltige Nutzung und für eine Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen – und das über die deutsch-französische Grenze hinweg. Dafür entwickeln die Biosphären-Teams gemeinsam mit vielen Menschen in der Region Projekte, die als Modell für andere dienen können.

Umweltschonend hergestellte Qualitätsprodukte aus der Region

Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt in Grünstadt – Nachhaltigkeit, Genuss und Musik

Eine Frau links im Bild steht vor einer Glastheke, in der Fleisch und Wurst ausgelegt ist. Hinter der Theke stehen zwei weitere Personen, die die Kundin bedienen.

Am Sonntag, 24. September, steht nachhaltiger Genuss im Mittelpunkt beim deutsch-französischen Biosphären-Bauernmarkt in Grünstadt. Auf dem Luitpoldplatz bieten etwa 50 Marktbeschickerinnen und -beschicker – darunter Landwirte, Imker, Kunsthandwerkerinnen, Regionalladen-Besitzerinnen und Biosphären-Partnerinnen – aus dem französischen und deutschen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen von 11 bis 18 Uhr ihre umweltschonend produzierten Waren aus der Region an. Dazu gehören insbesondere Schinken, Wurst und Fleisch von Lamm, Wild und Pferd, Ziegenkäse und Essige, Säfte, Biowein, Likör und Sekt genauso wie Obst und Gemüse, Pilze, Marmelade und Honig, Öl und Nudeln. Ein vielfältiges Getränkeangebot von Winzern und einem Bierbrauer gibt es auch. Die reiche Produktpalette lädt ein zum Schauen, Schlemmen und zum Füllen der Einkaufstaschen.

Gleichzeitig ist in Grünstadt verkaufsoffener Sonntag. Auf dem Luitpoldplatz sorgen Musikgruppen unter anderem mit französischen Chansons für besonders beschwingte Stimmung. Wer möchte, kann auch mit dem Zug anreisen, beispielsweise mit der Regionalbahn aus der Richtung Frankenthal oder aus der Richtung Neustadt über Freinsheim. Vom Bahnhof in Grünstadt sind es nur wenige Schritte bis zum Luitpoldplatz.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und bei Einheimischen wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu werben. So werden lange Transportwege vermieden und die Verbraucherinnen und Verbraucher können direkt dazu beitragen, dass die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats erhalten bleibt und das Klima geschützt wird.

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/bauernmaerkte. Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.