Biosphärenakademie startet mit Veranstaltungsprogramm

Als Einstieg in ihr Jahresprogramm 2024 veranstaltet die Biosphärenakademie in ihren Räumen in der Pfalzakademie in Lambrecht am Freitag, 19. April, ab 17 Uhr eine „Ciné-Débat“. Nach französischem Vorbild zeigt das Biosphären-Team zunächst einen Film und lädt dazu ein, im Anschluss zu verweilen und zu diskutieren. Bei der ersten „Ciné-Débat“ wird die SWR-Dokumentation „Die große Dürre“ gezeigt. Im Anschluss an den etwa 45-minütigen Filmbeitrag wird der Biologe und Limnologe Dr. Holger Schindler, einer der Protagonisten des Films, Fragen zum Film und seiner Thematik beantworten und gemeinsam mit dem Publikum über die Problematik des Wassermangels im Biosphärenreservat und die Konsequenzen für die Zukunft in der Region diskutieren.
Die Dokumentation „Die große Dürre“ wurde ausgewählt, weil sie direkte Bezüge zum Biosphärenreservat Pfälzerwald hat. Auch wenn die Thematik des Wassermangels aufgrund des niederschlagreichen Winters aktuell nicht mehr so präsent erscheint, wie sie es in den vergangenen Sommern war, wird sie uns in Zukunft weiterhin beschäftigen.
Die Teilnahme an der „Ciné-Débat“ ist frei. Zur besseren Planbarkeit der Veranstaltung wird um Anmeldung bei Isabell Mansmann (i.mansmann@pfaelzerwald.bv-pfalz.de) bis zum 17. April gebeten.
Zur Sache: Das Biosphärenreservat Pfälzerwald und seine neue Biosphärenakademie
Seit dem Frühjahr 2024 ist das Biosphärenreservat Pfälzerwald um einen attraktiven Baustein reicher. Die Biosphärenakademie wird zum 19. April mit drei neuen Werkstatträumen am Standort Lambrecht ihren Betrieb aufnehmen. Eine Kräuterbar, eine Holzwerkstatt und eine Wasserwerkstatt laden zum Tüfteln, Lernen und Erleben ein.
Die Akademie des Biosphärenreservats Pfälzerwald hat das Ziel, den Biosphären-Leitgedanken „Mensch und Biosphäre“ für die Menschen in der Region und darüber hinaus erfahr- und erlebbar zu machen. Mit einem breit gefächerten Angebot an Bildungs-, Genuss- und Erlebnisveranstaltungen eröffnet die Biosphärenakademie vielfältige Möglichkeiten, das Biosphärenreservat, seine Grundlagen und seine Besonderheiten zu entdecken und zu verstehen.
Die Vielfalt bezieht sich dabei sowohl auf die Themen, die im Rahmen der Biosphärenakademie präsentiert werden, als auch auf die Veranstaltungsformate: Exkursionen und Führungen, handwerkliche Kurse, Themen- und Erlebnistage, Vorträge und Schulklassenveranstaltungen stehen auf dem Programm, das im Laufe des Aprils veröffentlicht wird. Angesprochen sind Kinder und Familien, Erwachsenengruppen, Schulklassen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Die Veranstaltungsangebote werden gemeinsam mit einem Netzwerk von Partnerinnen und Partnern aus dem Biosphärenreservat umgesetzt und finden das gesamte Jahr über statt.





Kürzlich haben sich Expertinnen und Experten im Waldweidegebiet bei St. Martin getroffen, um die bisherige Entwicklung der Fläche in Augenschein zu nehmen und über weitere wichtige Entwicklungen zu beratschlagen. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter des Biosphärenreservats Pfälzerwald, der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU), des Landesamts für Umwelt (LfU), der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF), der Unteren Naturschutzbehörde, der Forstverwaltung, sowie der Beweidungsprojekte in Annweiler und St. Martin. Thema des Treffens waren unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels in Bezug auf Futterknappheit und Wassermangel, die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzenarten innerhalb und außerhalb des Projektgebiets sowie die Veränderung der Waldstruktur. Es wurde auch darüber beraten, wie zukünftig mit bereits vorhandenen wie auch mit neuen Erkenntnissen umgegangen wird.
