Wo sind die Glühwürmchen? Aufruf zur Zählung – Biosphärenreservat lädt zum Infoabend am 21. Mai

Unter dem Motto „Wir zählen Glühwürmchen – wer zählt mit?“ ruft das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen zur Teilnahme an einem Bürgerforschungsprojekt auf: Vom 15. bis zum 30. Juni werden im gesamten Schutzgebiet gemeinsam Glühwürmchen gezählt! Hintergrund ist der seit Jahren beobachtete Rückgang der Bestände. Die Zählung soll Ergebnisse zu der Frage liefern, wie viele Tiere im Pfälzerwald vorkommen und wo sie leben.

Beteiligen können sich alle naturinteressierten Menschen. Wichtig für das Projekt ist, dass nur innerhalb der Grenzen des Biosphärenreservats gezählt wird! Wie genau die Zählung funktioniert, und was es dabei zu beachten gibt, erklärt das Projektteam im Rahmen eines Infoabends am Donnerstag, 21. Mai, um 19 Uhr in der Biosphärenakademie in Lambrecht. Thema sind rein praktische Fragen zu Uhrzeit, Beobachtungsort und richtigen Verhaltensweisen, um die Glühwürmchen nicht zu stören. Gleichzeitig gibt es an diesem Abend jede Menge spannende Hintergrundinformationen zu diesen faszinierenden Tieren – die übrigens Käfer und keine Würmer sind – sowie zum Schutz ihrer Lebensräume. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen per Mail an gluehwuermchen@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Wer nicht am Infoabend teilnehmen kann, findet im Nachgang alle wichtigen Informationen auf der Homepage des Biosphärenreservats unter www.pfaelzerwald.de/projekte/gluehwuermchen/

Bildunterschrift: Wer im Biosphärenreservat wohnt, kann möglicher Weise seine „Beobachtungsstation“ im eigenen Garten aufbauen. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

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Schätze der heimischen Natur entdecken!

Geführte Touren mit den Biosphären-Guides im Mai

Wer bei einer Wanderung oder einem Spaziergang gezielt die einzigartige Schönheit und Vielfalt des Pfälzerwaldes entdecken möchte, ist bei den Naturführungen der Biosphären-Guides richtig. Im Mai gibt es eine Tour zum Naturwunder Altschlossfelsen, eine Wanderung über Wiesen und Weiden, eine Tour zum Thema „Weißtanne“ sowie eine Führung durch die zweitgrößte Heidelandschaft Deutschlands, die Mehlinger Heide. Für alle Termine ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, außerdem feste Schuhe und wetterfeste Kleidung.

Biosphären-Guide Anke Vogel führt am Samstag, 9. Mai, entlang des rund 1,5 Kilometer langen Buntsandsteinfelsenriffs und Naturdenkmals Altschlossfelsen. Unter dem Titel

„Altes Schloss, Natur, Felsen und Geschichte“ gibt sie Hintergrundinformationen zu Eigenarten der Landschaft und deren Geschichte. Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern. Die Teilnahme kostet 10 Euro pro Erwachsenen inkl. Begrüßungs- und Altschlosstrunk, 5 Euro pro Kind. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Spießweiher-Parkplatz

in Eppenbrunn. Anmeldung per Mail an ankevogel@g-ig.de oder telefonisch an 06331-62124 oder 0152-21664944.

„Per Anhalter durch Wald, Wiese und Weide“ geht es am Sonntag, 10. Mai, von 11 bis 14.30 Uhr. Biosphären-Guide Heidrun Knoch vermittelt während der etwa 4,5 Kilometer langen Tour für Erwachsene und Familien Wissenswertes über das Biosphärenreservat, insbesondere über das Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“. Die Teilnahme kostet 14 Euro pro Erwachsene, 8 Euro pro Kind. Kinder bis sechs Jahre sind frei. Treffpunkt ist am Friedhofsparkplatz in Pleisweiler-Oberhofen. Anmeldung online unter naturfuehrer-pfalz.de/veranstaltungen/ oder telefonisch unter 0172-4988009.

Am Sonntag, 17. Mai, heißt das Motto „Ä Tännchen, please – Prima fürs Klima im Pfälzerwald“. Auf der Tour zum Thema „Weißtanne“ lädt Biosphären-Guide Johanna Thomas-Werling zum Hören, Staunen, Riechen, Fühlen und Raten ein!

Das Angebot richtet sich an Erwachsene und Familien. Die Teilnahme kostet 12 Euro pro Person, Kinder in Begleitung sind frei. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Wanderparkplatz, St. Germanshof in Bobenthal. Anmeldung über das Biosphärenreservat per Mail an anmeldung@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Die Mehlinger Heide ist nach der Lüneburger Heide die zweitgrößte Heidelandschaft in Deutschland und steht seit 2001 unter Naturschutz. Biosphären-Guide Susanne Ecker gibt am Freitag, 22. Mai von 17 bis 20 Uhr Einblicke in Entstehung und Reichtum dieser Landschaft. Das Angebot richtet sich an Erwachsene und kostet 9 € pro Person.

Anmeldung über das Biosphärenreservat per Mail an anmeldung@pfaelzerwald.bv-pfalz.de

Weitere Termine und Informationen online unter www.pfaelzerwald.de

Biosphären-Guides im Pfälzerwald und an der Weinstraße

Mehr als 40 Personen sind als Biosphären-Guides im Pfälzerwald tätig. Neben ihrer Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer haben sie eine Zusatzqualifikation als Biosphären-Guide absolviert. Damit sind sie Experten für das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.

Sie bieten kenntnisreiche und kurzweilige Führungen an und helfen so, dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Gesicht und Stimme zu geben. Sie bringen Gästen wie Einheimischen dessen Schönheit, Einzigartigkeit und Vielfalt näher und vermitteln gleichzeitig Zielsetzung und Auftrag des Schutzgebiets. Die Ausbildung wird vom Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in Zusammenarbeit mit Landesforsten Rheinland-Pfalz und der Regioakademie angeboten. Die Qualifizierung wurde durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

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Naturdenkmal Altschlossfelsen. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Yannick Baumann

 

„Savoir vivre“ Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt am Erlebnis-Sonntag in Neustadt

Am Sonntag, 3. Mai ist es wieder soweit: das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen lädt zum deutsch-französischen Biosphären-Bauernmarkt auf dem Marktplatz und Juliusplatz nach Neustadt an der Weinstraße ein! Von 11 bis 18 Uhr bieten mehr als 40 Stände umweltschonend erzeugten Produkte aus dem Pfälzerwald, von der Weinstraße und aus den Nordvogesen. Ein wahres Füllhorn an Köstlichkeiten sorgt für das Gefühl von französischer Lebensart nach dem Motto „savoir vivre“: Unter anderem gibt es Obst und Gemüse, Wurst und Fleisch von Lamm, Wild und Schwein, Ziegenkäse, Baguette, Essige, Säfte, Biowein und -sekt, Marmeladen und Honig, Öl, Teigwaren und Kompott. Ein vielfältiges Getränkeangebot von Winzern und Bierbrauern gehört ebenso dazu.

Ergänzt wird der Biosphären-Bauernmarkt durch einen „Erlebnissonntag“ in der Neustadter Innenstadt:  Ab 13 Uhr sind alle Geschäfte in der Innenstadt geöffnet, Weinevent und Elwetritsche-Rennen laden zum Verweilen ein. Das Zentrum von Neustadt ist sehr gut mit Bus und Bahn zu erreichen, vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Schritte in die Innenstadt und bis zum Marktplatz.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und Einheimische wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu begeistern. So werden lange Transportwege vermieden und die Verbraucherinnen und Verbraucher können direkt dazu beitragen, die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats zu erhalten und das Klima zu schützen.

Weitere Termine der deutsch-französischen Bauernmärkte online unter www.pfaelzerwald.de/bauernmaerkte.

Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.

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Blick aus der Vogelperspektive auf den Biosphären-Bauernmarkt in Neustadt. (Foto: Biosphärenreservat/Klaus Venus)

Aus Leidenschaft für Tiere und Natur Sindeltaler Ziegenhof ist neuer Partnerbetrieb im Biosphärennetzwerk

Mit einer Herde von rund 50 Tieren betreibt Familie Albert in Hochspeyer den Sindeltaler Ziegenhof. Als Partnerbetrieb im Netzwerk des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen hat sich der Betrieb hinsichtlich Nachhaltigkeit, Qualität sowie Regionalität der Produkte zertifiziert. Biosphärenreservats-Direktorin Friedericke Stakelbeck besuchte den Hof zur offiziellen Auszeichnung mit dem Partnerschild.

Als landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb haben sich Anke und Daniel Albert drei Ziele gesteckt: Schutz der Kulturlandschaft, Produktion regionaler Lebensmittel wie Fleisch und perspektivisch auch Käse sowie Bildungsangebote zum Umgang mit den Tieren. Konkret bedeutet das eine externe Beweidung insbesondere von Steillagen, die ohne das Zutun der Tiere von Sträuchern und Gebüsch überwuchert würden. Damit ginge der Lebensraum für zahlreiche Insekten und Reptilien verloren. Um verschiedene Weiden zu erreichen, wandern Sie mit ihren Tieren bis nach Frankenstein oder Esthal. „Je nach Wetter sind wir zwischen drei und vier Stunden unterwegs“, berichtet Anke Albert. Die Herde setzt sich erst in den Sommermonaten in Bewegung, wenn auch die Zicklein stark genug für den Marsch sind. Eine artgerechte Haltung steht auf dem Sindeltaler Hof im Vordergrund, betonen beide: „Unsere Tiere leben das ganze Jahr im Freien und kommen nur im Winter den Stall. Wir setzten auf eine muttergebundene Nachzucht und behalten das Wohl der Tiere im Auge.“

Für Familie Albert kommt dem Leben und Arbeiten in einem Schutzgebiet eine besondere Bedeutung zu: „Das Biosphärenreservat ist für uns der Ort, wo wir als Familie mit der Natur leben dürfen. Es ist uns ein Anliegen, diesen Lebensraum für Menschen und Tiere zu erhalten. Mit unseren Ziegen können wir ganz konkret dazu beitragen und die vorhandene Vielfalt nachhaltig unterstützen.“ Für die Zukunft wünschen sie sich, mit anderen Betrieben aus dem Partner-Netzwerk in Austausch zu kommen. „Wir können nicht nur Erfahrungen miteinander teilen, sondern auch die Reichweite unserer betrieblichen Außenwirkung vergrößern indem wir beispielsweise mit gastronomischen Betrieben zusammenarbeiten,“ so Daniel Albert. Weitere Informationen zum Betrieb unter www.pfälzerwald-ziegen.de.

Ziel der Partnerinitiative des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen ist es, den Zusammenschluss von umweltfreundlich agierenden Betrieben und Dienstleistungsunternehmen zu fördern. Bisher haben sich rund 70 Betriebe sich im Biosphären-Netzwerk zusammengeschlossen. Sie zeigen mit ihrer Arbeit, wie Nachhaltigkeit ganz praktisch funktionieren kann und können so Anregungen und Tipps für andere liefern. Die Kriterien um Partnerbetrieb werden zu können, sind bundesweit in Biosphärenreservaten, Nationalparken und Naturparken einheitlich und garantieren einen hohen Standard, vor allem hinsichtlich Nachhaltigkeit und Qualität sowie Regionalität der Produkte und Dienstleistungen. Als Auszeichnung erhalten die zertifizierten Betriebe ein Partnerschild und dürfen mit dem Logo des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen werben.

Hintergründe zur Biosphären-Partner-Initiative unter www.pfaelzerwald.de/partner-biosphaerenreservat.

Das Partnernetzwerk wird über das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

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Biosphärenreservats-Direktorin Dr. Friedericke Stakelbeck (l.) überreicht das Partnerschild an Familie Albert. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Franziska Keller

Der Wald als Ressource und Ort zum Nachdenken Biosphärenreservat zertifiziert Fassküferei Eder in Bad Dürkheim

„Wir sind ein Familienbetrieb und identifizieren uns stark mit dem Pfälzerwald. Er hat für uns eine wichtige Bedeutung als Quelle nachwachsender und nachhaltiger Ressourcen“, sagte Jonas Eder beim Gang durch die Küferei in Bad Dürkheim, zu der auch eine hauseigene Schreinerei und ein Sägewerk gehören. Er zeigte der Direktorin des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen, Dr. Friedericke Stakelbeck, wo maßgefertigte Fässer, Möbel und Spezialanfertigungen für unterschiedlichste Einsatzzwecke entstehen. Anlass des Besuchs war die Aufnahme der Wilhelm Eder GmbH in das Partnernetzwerk des Biosphärenreservats. „Bei uns trifft traditionelle Handwerkskunst auf moderne Kreislaufwirtschaft. Wir stellen mit Leidenschaft fürs Handwerk Unikate her und nutzen dazu ausschließlich zertifiziertes oder recyceltes Holz.“  Es sei ihm ein großes Anliegen gewesen, Partnerbetrieb im Biosphären-Netzwerk zu werden: „Wir bringen uns aktiv in den Umweltschutz ein,“ erklärt er und zählt Maßnahmen auf, die neben dem Pflanzen von Bäumen auch die Patenschaft für einen im Pfälzerwald ausgewilderten Luchs beinhalten. „Unsere Vision ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung des Waldes zu stärken. Er spielt auch für mich persönlich eine große Rolle. Er ist für mich ein Ort zum Nachdenken, zum Spazieren mit dem Hund und zur Erinnerung daran, dass wir alle nur ein kleiner Teil eines größeren Ganzen sind.“

Bei den Partnerbetrieben des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen handelt es sich um Modellbetriebe verschiedenster Branchen aus der Region. Rund 70 Betriebe haben sich im Biosphären-Netzwerk zusammengeschlossen. Sie zeigen mit ihrer Arbeit, wie Nachhaltigkeit ganz praktisch funktionieren kann und können so Anregungen und Tipps für andere liefern.

Die Kriterien um Partnerbetrieb werden zu können, sind bundesweit in Biosphärenreservaten, Nationalparken und Naturparken einheitlich und garantieren einen hohen Standard, vor allem hinsichtlich Nachhaltigkeit und Qualität sowie Regionalität der Produkte und Dienstleistungen. Als Auszeichnung erhalten die zertifizierten Betriebe ein Partnerschild und dürfen mit dem Logo des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen werben. Weitere Informationen über den Familienbetrieb Eder unter www.faesser-shop.de. Hintergründe zur Biosphären-Partner-Initiative unter www.pfaelzerwald.de/partner-biosphaerenreservat.

Das Partnernetzwerk wird über das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

Bildunterschrift:

Biosphärenreservats-Direktorin Dr. Friedericke Stakelbeck überreicht das Partnerschild an Jonas Eder. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Franziska Keller

Naturerlebnis mit den Biosphären-Guides Geführte Touren im April

Die Biosphären-Guides kennen den Pfälzerwald wie ihre Westentaschen. Ihre Wanderungen führen nicht nur zu den schönsten Orten, sondern liefern auch jede Menge spannende Informationen! Im April verzaubern die Touren zudem durch die frühlingshafte Stimmung!
Für alle Termine ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, außerdem feste Schuhe und wetterfeste Kleidung.

Am Samstag, 25. April, lautet das Motto: „Rekordverdächtig! – Von Mistkäferathleten, Baumgiganten und Pilzriesen, Moosurwelten und Ameisenlöwen“. Biosphären-Guide Gerlinde Pfirrmann gibt Einblick in die faszinierenden Fähigkeiten und Leistungen der Fauna und Flora im Pfälzerwald! Die Wanderung startet um 11 Uhr am Parkplatz an der B427
in Vorderweidenthal. Anmeldung bis zum 22. April per Mail an anmeldung@pfaelzerwald.bv-pfalz.de, die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person.

Biosphären-Guide Andrea Frech begibt sich am Samstag, 25. April, von 13 bis 16 Uhr auf die Spuren von Max Slevogt: Entlang des Waldrandes über den Slevogthof und die Burgruine Neukastel zeigt sie Motive des bekannten Künstlers. Die Kosten liegen bei 15 Euro pro Person. Anmeldungen sind bis zum 22. April per Mail an a_frech_69@yahoo.de oder telefonisch unter 0174-2986705 möglich. Treffpunkt ist in der Slevogtstraße 35 in Leinsweiler.

Zu einem achtsamen Waldspaziergang lädt Biosphären-Guide Britta Kollmann am Samstag, 25. April, von 14 bis 15.30 Uhr ein. Die Tour startet auf dem rechten Parkplatz beim Friedensdenkmal in Edenkoben. Dann geht es gemeinsam auf zu einem Naturerlebnis mit Rasten, Entspannen und dem Aktivieren einzelner Sinne!Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person. Anmeldung bis zum 20. April per Mail an info@waldbaden-südpfalz.de oder telefonisch unter 0157-38362162.

Um „Shinrin Yoku“, die Kunst des Waldbadens, geht es am Sonntag, 26. April mit Biosphären-Guide Britta Kollmann. Die Tour startet um 14 Uhr auf dem rechten Parkplatz beim Friedensdenkmal in Edenkoben. Die Teilnahme kostet 30 Euro pro Person. Anmeldung bis zum 20. April per Mail an info@waldbaden-südpfalz.de oder telefonisch unter 0157-38362162.

Unter dem Titel „Wo Mönche und Soldaten, Wasser und Wildtiere im Pfälzerwald für Unruhe gesorgt haben“ führt Biosphären-Guide Gesa Boltze am Sonntag, 26. April, von 10 bis 14.30 Uhr durch das deutsch-französische Grenzgebiet im Oberen Mundatwald. Im Unkostenbeitrag von 25 Euro pro Person ist ein kleiner Snack enthalten. Anmeldung bis zum 22. April per Mail an gesa@boltze.me.

Weitere Termine und Informationen online unter www.pfaelzerwald.de

Biosphären-Guides im Pfälzerwald und an der Weinstraße
Über 40 Personen, die alle bereits Natur- und Landschaftsführer für verschiedene Gebiete des Pfälzerwalds waren, haben sich in Form von Lerneinheiten und Exkursionen noch intensiver mit den Landschafts- und Naturräumen sowie mit der Funktion des Biosphärenreservats als Modellregion der UNESCO für nachhaltige Entwicklung beschäftigt und sich als Biosphären-Guide qualifiziert.

Die Biosphären-Guides bieten kenntnisreiche und kurzweilige Führungen an und helfen so, dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Gesicht und Stimme zu geben. Sie bringen Gästen wie Einheimischen dessen Schönheit, Einzigartigkeit und Vielfalt näher und vermitteln gleichzeitig Zielsetzung und Auftrag des Schutzgebiets. Die Ausbildung wurde vom Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in Zusammenarbeit mit Landesforsten Rheinland-Pfalz und der Regioakademie angeboten. Die Qualifizierung wurde durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

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Die Biosphären-Guides laden dazu ein, die Natur aus einer neuen Perspektive zu erleben. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Biosphärenreservat zum Mitmachen Schafsaktionstag und „Cinéma débat“ in der Biosphärenakademie in Lambrecht

Der Pfälzerwald ist wegen seiner einzigartigen Landschaft weit über seine Grenzen hinaus bekannt und beliebt. Wie lässt sich dieser kostbare Naturraum schützen? Damit beschäftigt sich das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und lädt zum Mitmachen und zum Austausch ein: Im April stehen ein Schafsaktionstag und ein Kinoabend nach französischem Vorbild unter dem Motto „Cinéma débat“ auf dem Programm. Beide Angebote sind kostenfrei!

Echt Schaf! – Kostenloser Aktionstag rund um die flauschigen Rasenmäher
Am Sonntag, 12. April, dreht sich zwischen 10 und 16 Uhr in der Biosphärenakademie in Lambrecht alles um Schafe. Die Tiere werden häufig zur Landschaftspflege im Biosphärenreservat eingesetzt wie etwa bei dem chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“. Ohne weidende Schafe wachsen offene Wiesentäler zu, wodurch nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die natürliche Artenvielfalt verarmt. Gleichzeitig liefern Schafe mit ihrer Wolle einen wertvollen Rohstoff, aus dem beispielsweise hochwirksame Dämmstoffe hergestellt werden. Beim Aktionstag „Echt Schaf!“ gibt es neben anschaulichen Informationen für die ganze Familie Bastelangebote für Kinder und eine kleine Herde mit echten Schafen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kinoabend „Klimawandel im Südwesten“
Wie wirkt sich der Klimawandel aus und was können wir tun, um diese Veränderungen zu beeinflussen? Die Biosphärenakademie lädt am Donnerstag, 16. April, um 18 Uhr zu einem kostenlosen Filmabend ein. Gezeigt wird die zweiteilige SWR-Produktion „Klimawandel im Südwesten“. Die Biologin Astrid Schamber vom Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen eröffnet den Abend mit einer kurzen Einführung zu aktuellen Entwicklungen aus dem Pfälzerwald. Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion. Der Abend findet im Rahmen des Interreg-Projekts „Horizont Climatic“ statt, das eine systematische fotografische Dokumentation des Klimawandels in der Region erstellt.
Die insgesamt elf beteiligten Projektpartner aus Frankreich, Belgien, Luxemburg und Deutschland – darunter das Biosphärenreservat Pfälzerwald – regen dazu an, die eigenen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen und aktiv anzugehen. Um Anmeldung wird bis zum 14. April per Mail gebeten an anmeldung@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm und Hintergründen unter www.pfaelzerwald.de

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Die Biologin Astrid Schamber ist am 16. April zu Gast in der Biosphärenakademie. Sie ist Referentin im Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/frei

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Ein Griff in dicke Wolle: Gefühlserlebnis beim Schafsaktionstag am 12. April. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Eva Hartmann

Internationales Jahr der Weiden und Hirten / Jahrespressekonferenz im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Weidelandschaften und Hirtentum haben für die globale Entwicklung der Umwelt einen unschätzbaren Wert. Um diesen Umstand stärker ins Bewusstsein von Öffentlichkeit und Politik zu rücken, riefen die Vereinten Nationen auf Vorschlag der Mongolei das Jahr 2026 zum International Year of Rangelands and Pastoralists (IYRP) aus.

Inwiefern dieses globale Thema vor Ort im Pfälzerwald von Bedeutung ist, das erklärte die Direktorin des Biosphärenreservats, Dr. Friedericke Stakelbeck, zusammen mit ihrem Team auf einer Schafweide in Erlenbach bei Dahn. „Weidelandschaften und Beweidung sind mit Blick auf Umweltschutz und Zukunftsgestaltung auch in unserer Region wichtige Faktoren“, sagte Stakelbeck. „Weidetiere wie Schafe, Ziegen oder Rinder erhalten die artenreichsten Lebensräume: Offene Flächen wie Wiesen und Weiden! Sie sind Heimat für seltene, teilweise stark gefährdete Vögel, Schmetterlinge, Insekten und Orchideen – um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn wir zum Schutz der Biodiversität beitragen möchten und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen fördern wollen, spielen Beweidungsprojekte eine wichtige Rolle.“ Die Jahrhunderte lange Bewirtschaftung der Landschaft durch Berufe wie die Wanderschäferei schuf im Biosphärenreservat Pfälzerwald eine einzigartige Kulturlandschaft. Der Wechsel zwischen dichten Mischwäldern, weiten Wiesen und mächtigen Felsformationen ist nicht nur für Tiere und Pflanzen ein wichtiger Lebensraum, sondern auch Heimat und Lebensgrundlage für Menschen sowie ein Ort der Erholung und Regeneration.

Um diesen Lebensraum langfristig zu erhalten, engagiert sich das Biosphärenreservat stark für die Interessen von Schäfern und Schäferinnen aber auch anderer Beweider und Beweiderinnen. Dabei spielt sowohl die Unterstützung von nachhaltig wirtschaftenden Betrieben eine Rolle wie auch der Schutz des Lebensraums für Menschen und Tiere. In der Umsetzung geschieht das in unterschiedlichen Projekten und Maßnahmen, die die ganze Bandbreite dieser vielschichtigen Thematik berücksichtigen und so perfekt ineinandergreifen können. Aktuell setzt das Biosphären-Team – stets unter Einbeziehung der Öffentlichkeit – folgende Projekte in Bezug auf Artenschutz und Weidelandschaft um:

  • Das chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“, mit dem Ziel, durch extensive Beweidung oder mithilfe ziehender Herden artenreiche Offenlandbereiche wieder herzustellen und zu erhalten.
  • Ein wissenschaftliches Forschungsprojekt zum Vorkommen von Pflanzen- und Vogelarten auf der Waldweide am Beispiel der Flächen in St. Martin.
  • Die Streuostweise als schützenswerter Raum und Ressource für nachhaltige Produkte.
  • Die Dokumentation von landschaftlichen Veränderungen im internationalen Verbund des Interreg-Projekts „Horizont Climatic“
  • Kulinarische Aktionswochen im Rahmen der Biosphären-Partnerinitiative, die den Konsum regionaler Produkte wie Fleisch heimischer Weidetiere fördert.

Das Biosphärenreservat lädt als impulsgebende Einrichtung alle Menschen dazu ein, sich zu beteiligen, um die Gegenwart und die Zukunft mitzugestalten, sich aktiv einzubringen oder auch entspannt zu genießen. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen bietet zahlreiche Gelegenheiten dazu!

Mehr dazu unter www.pfaelzerwald.de

Die Pressemappe mit vertiefenden Texten und Bildmaterial finden Sie im Pressebereich unserer Homepage unter www.pfaelzerwald.de/presse/

Soziale Arbeit trifft nachhaltiges Handwerk

Inklusionsbetrieb Adrete erhält Zertifikat als Biosphären-Partnerbetrieb

Die Adrete gGmbH in Merzalben ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das sich für die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Roger Stadler und Jochen Weber bieten in ihrer Werkstatt aktuell sechs Beschäftigten eine Arbeitsstelle in den Bereichen Holzverarbeitung, Montage und Verpackung. „Wir befinden uns noch im Aufbau“ sagt Jochen Weber „Langfristig können zwölf Personen hier eine Stelle finden.“ Zudem sind im Betrieb drei Angestellte tätig, die sich um interne Organisation und Aufläufe kümmern. „Damit haben wir einen außerordentlich guten Betreuungsschlüssen, der es uns ermöglich individuell auf die Eignung der Beschäftigten einzugehen,“ erklärt Weber. Seit dem Jahr 2023 hat Adrete die Zulassung als anerkannter „Anderer Leistungsanbieter gemäß § 60 SGB IX. im Bereich Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)“. Was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach, so Roger Stadler: „Das bedeutet, dass wir Menschen mit Behinderung einen alternativen Arbeitsplatz und soziale Teilhabe anbieten können. Durch einen offenen Austausch stärken wir das Gemeinschaftsgefühl und verbinden Bildung, Selbstbestimmtheit und berufliche Förderung.“

Im konkreten Arbeitsalltag sieht das so aus, dass jeder Tag mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt. „Dabei besprechen wir, was es an diesem Tag zu tun gibt und wer welche Tätigkeit übernimmt,“ sagt Stadler während er durch den Werkstattraum führt. Hier entstehen Wildbienenhotels, modulare Vogelhäuschen, die sich durch den Austausch eines einzigen Elements in eine Futterstation verwandeln lassen oder individualisierte Schlüsselanhänger. Das verarbeitete Holz stammt aus nachhaltigem, regionalem Anbau. „Um langfristig erfolgreich zu sein, legen wir Wert auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen. So können wir ökologisch und ökonomisch verantwortlich agieren und nachhaltiges Handwerk anbieten“, erklärt Stadler. Als Partnerbetrieb im Biosphärennetzwerk will er diesen Aspekt des Unternehmens unterstreichen. Die nachhaltige Produktpalette sei jederzeit erweiterbar, betont er. Sie richtet sich nach den Wünschen der Kundinnen und Kunden. Dabei seien sowohl Einzelanfertigungen wie Kleinserien möglich.

Wer das Unternehmen kennenlernen möchte, kann in Merzalben direkt in der Werkstatt einkaufen oder Bestellungen aufgeben. Wer einen inklusiven Arbeitsplatz sucht, kann einen Schnuppertag buchen, um die Arbeitsweise und das Miteinander im Betrieb kennenzulernen. Detaillierte Informationen zu Terminvereinbarungen, Leitbild und Produkten gibt es unter www.adrete.de

Die Partnerbetriebe des Biosphärenreservats werden bundesweit nach einheitlichen Qualitäts- und Umweltstandards zertifiziert. Sie verbindet das gemeinsame Anliegen, sich für eine nachhaltige Entwicklung in ihrer Region zu engagieren. Bisher haben sich rund 70 Betriebe aus unterschiedlichen Branchen dem Netzwerk angeschlossen. Wer Wert auf nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen legt, findet einen Überblick der Biosphären-Partnerbetriebe online unter www.pfaelzerwald.de/partner-biosphaerenreservat.

Das Partnernetzwerk wird über das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

Bildunterschrift:
Biosphärenreservats-Direktorin Dr. Friedericke Stakelbeck (2.v.l.) überreicht das Partnerschild an das Team von Adrete in Merzalben. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Franziska Keller

Ein Heim für alte Nutztierrassen Arche-Hof schließt sich Biosphären-Partnernetzwerk an

Im Arche-Hof am Rosenberg leben vom Aussterben bedrohte Nutztier-Rassen. Brillenschafe, Tauernschecken-Ziegen, Glan-Rinder und Sundheimer-Hühner haben hier ein Zuhause. Gleichzeitig setzt sich der Arche-Hof für den Schutz der Kulturlandschaft ein, die in Waldfischbach-Burgalben durch Wiesen und Weiden geprägt ist. „Unsere Tiere leisten einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege: Sie schützen die offenen und artenreichen Flächen davor, von Hecken und Gebüsch überwuchert zu werden,“ erklärt Irene Schwarz von der franziskanischen Gemeinschaft „Schöpfung bewahren“. Die kleine Gruppe bewirtschaftet den Hof zusammen mit Jürgen Edrich aus Hermersberg. „Ein weiterer Schwerpunkt für uns ist die Naturpädagogik. Wir fördern die Interaktionen mit Tieren – zum Beispiel für Menschen mit Beeinträchtigungen oder bei tiergestützten Interventionen durch Therapeuten. Außerdem gehören Spaziergänge mit Ziegen und Ziegenführerscheine für Kinder zu unseren Angeboten“, führt Irene Schwarz aus. Der Arche-Hof ist ein von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) anerkanntes Projekt.

Aufgrund seines umfassenden Engagements hat sich der Arche-Hof nun auch als Partner-Betrieb des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen zertifiziert. Damit gehört er zu einem Netzwerk aus rund 70 Betrieben verschiedenster Branchen, die sich vor allem hinsichtlich Nachhaltigkeit und Qualität sowie Regionalität der Produkte und Dienstleistungen auszeichnen. Biosphärenreservats-Direktorin, Dr. Friedericke Stakelbeck, überreichte das offizielle Partnerschild vor Ort in Waldfischbach-Burgalben. Irene Schwarz erhofft sich von der künftigen Zusammenarbeit im Netzwerk Synergie-Effekte: „Unser Hof liegt mitten im Biosphärenreservat. Da war es naheliegend uns als Partner zu bewerben, um künftig noch breiter über die Arche-Projekte zu informieren und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“

Besucherinnen und Besuchern steht der Arche-Hof offen – Termine können unter der Telefon-Nummer 0172 6 42 85 51 vereinbart werden. Außerdem sind Vertreterinnen und Vertreter des Hofs auf regionalen Märkten anzutreffen. Mit dem Verkauf von Filzartikeln und Düngepellets aus Brillenschafwolle trägt die Gruppe zum Unterhalt der Einrichtung bei. „Gewinn will und kann hier niemand erzielen, die Helferinnen und Helfer arbeiten alle ehrenamtlich“, betont Irene Schwarz.

Weitere Infos zum Arche-Hof unter www.brillenschafe.beepworld.de. Hintergründe zum Partnernetzwerk und zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen unter www.pfaelzerwald.de

Das Partnernetzwerk wird durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

Bildunterschrift:
Biosphärenreservats-Direktorin Dr. Friedericke Stakelbeck (r.) überreicht das Partnerschild an Irene und Karlheinz Schwarz auf dem Arche-Hof in Waldfischbach-Burgalben. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Franziska Keller