Global Nachhaltige Kommune Pfalz

Kommunen in der Region für die Zukunft stark machen: Das will das Biosphärenreservat Pfälzerwald mit dem Projekt „Global Nachhaltige Kommune Pfalz“ (Foto: Biosphärenreservat/Klaus Venus)

Neues Projekt des Biosphärenreservats Pfälzerwald unterstützt Kommunen im Transformationsprozess zu mehr globaler Nachhaltigkeit

Kommunen spielen im Transformationsprozess zu einer globalen nachhaltigen Entwicklung eine entscheidende Rolle. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald möchte Kommunen in dieser Hinsicht mit seinem neuen Projekt „Global Nachhaltige Kommune Pfalz“ stärken. An dem Projekt, das bis Ende 2023 läuft, nehmen die Verbandsgemeinde Deidesheim, die Stadt Speyer sowie die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen bei Bad Kreuznach teil. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald führt das Projekt gemeinsam mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global durch, die auch Hauptfördermittelgeberin ist.

 

Ziel des Projekts ist die strategische Verankerung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) in Kommunen der Region. In einem partizipativen Prozess sollen SDG-Aktionspläne mit Zielen und Maßnahmen erarbeitet werden. Der Prozess ist dreigeteilt: Nach der Bestandsaufnahme folgt die Analyse von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Die Analyse bietet den Kommunen eine strukturierte Übersicht über Nachhaltigkeitsaktivitäten und zeigt Handlungsbedarfe auf. Abschließend werden auf dieser Basis die SDG-Aktionspläne erarbeitet.

Die acht Modellkommunen aus dem Vorgängerprojekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ werden bei der Umsetzung und Verstetigung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien weiter begleitet. Ein Erfahrungsaustausch ist zwischen den Kommunen aus dem Vorgängerprojekt und den drei neuen Kommunen geplant. Die acht Modellkommunen des vorhergehenden Projekts waren die Städte Pirmasens, Bad Bergzabern und Neustadt, die Verbandsgemeinden Lambrecht und Maikammer sowie die Ortsgemeinden Sippersfeld, Kallstadt und Klingenmünster.

Vorgängerprojekt: „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“

Im Rahmen des Projekts, das im Juni 2019 startete und Ende 2021 auslief, hatten sich acht Kommunen im UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald auf den Weg gemacht, um für eine generationengerechte Zukunft Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln. Damit zeigen sie auf, welchen Beitrag Kommunen leisten können, um die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen.

Kommunen in besonderer Verantwortung

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegen in vielen Ländern Bereiche, die für die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) wichtig sind – wie Wasser, Wohnungswesen, Verkehr, Infrastruktur, Landnutzung oder Klimawandel – großenteils in der Zuständigkeit der Kommunen und Regionen. Deshalb sind für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung die Beiträge der Kommunen mitentscheidend.

Der Träger des Projekts „Global Nachhaltige Kommune Pfalz“ ist der Bezirksverband Pfalz als Träger des Biosphärenreservats, das gemeinsam mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global das Projekt durchführt. Zu 85 Prozent finanziert wird das Projekt durch das Angebot „Global Nachhaltige Kommune“ der SKEW mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Unterstützt wird das Vorhaben auf Landesebene durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, das Ministerium des Innern und für Sport sowie die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz.

In die Zukunft gestalten

Biosphärenreservat Pfälzerwald zeichnet erste drei Biosphärenschulen aus

Schulleiter:innen halten Biosphärenschulen-Zertifikate in die Kamera in die Kamera
Freuten sich über die Auszeichnung ihrer Schulen (v. l. n. r.): Ursula Kaulartz von der Grundschule Ramberg-Eußerthal, Michael Dickes von der Pirminiusschule Pirmasens sowie Stephanie Dojani, Schulleiterin der IGS Enkenbach-Alsenborn, mit der Verbandsgemeinde-Beigeordneten Emilie Dietz. Die Auszeichnungen übergab der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder (Foto: Biosphärenreservat/frei)

 

„Wenn Ihr Euch für diese wichtigen Ziele einsetzt, dann lernen andere von euch, dann verbreiten sich die Ideen zur nachhaltigen Entwicklung unserer Welt“, sagte der Vorsitzende des Bezirkstags Pfalz, Theo Wieder, bei der Auszeichnung der ersten drei Schulen als Biosphärenschulen des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. „Es ist Eure Welt und Eure Zukunft“ sprach er die Schülerinnen und Schüler der IGS Enkenbach-Alsenborn, der Pirminiusschule Pirmasens sowie der Grundschule Ramberg-Eußerthal an, die bei der Feier dabei waren. Stephanie Dojani, die Schulleiterin der gastgebenden IGS Enkenbach-Alsenborn, sagte: „Wir weiten unseren Blick auch über das Biosphärenreservat hinaus, wir sehen uns in einem großen Rahmen und möchten unser Handeln in einem globalen Zusammenhang weiterentwickeln.“

Im vergangenen Schuljahr haben sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der drei Pilotschulen mit viel Neugierde und Begeisterung der Entdeckung des Biosphärenreservats gewidmet. Gemeinsam mit dem Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald entstand so das Konzept „Wir als Biosphärenschule“, das in vielen Projekten und Unterrichtsgestaltungen umgesetzt und ausprobiert werden soll. Es soll auch weitere Schulen im Gebiet anregen, Teil des Netzes der Biosphärenschulen im Pfälzerwald zu werden.

Jan-Hendrik Winter, Referent für Bildung für nachhaltige Entwicklung beim rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, betonte: „Es braucht viel Beteiligung. Wenn sich viele zusammentun und sagen ,Wir packen’s an!‘, dann kann auch etwas umgesetzt werden. Nichts anderes passiert hier im Biosphärenreservat und insbesondere an den Biosphärenschulen.“ „Die Erwachsenen von Morgen müssen den Grundstein zur nachhaltigen Entwicklung legen. Das passiert unter anderem an den Biosphärenschulen und kann in vielen Fächern umgesetzt werden. Die ersten drei Schulen sind dabei wichtige Beispiele, denen andere folgen können“, ergänzte Michael Staaden, zuständig für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Mainzer Umweltministerium.

 Die Ergebnisse der Projekte aus der Pilotphase präsentierten die jungen Leute der ersten drei Biosphärenschulen bei der Auszeichnungsfeier, so zum Beispiel selbstgemachte Bienenwachstücher, Schulgärten und Vogel- und Fledermaushäuschen. Auch die Lieder, Geschichten, Theaterstücke und Filme, die während der Veranstaltung vorgetragen wurden, drehten sich um das Thema nachhaltige Entwicklung. Mit den appellierenden Worten „Wir sind Biosphärenschule – unser Pfälzerwald ist einzigartig, so wie wir und ihr!“ endeten zwei Schülerinnen der Pirminiusschule ihren Beitrag über den Umgang des Menschen mit der Natur.

 Biosphärenschulen

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald strebt eine dauerhafte Kooperation mit Schulen an. Diese Zusammenarbeit wurde zunächst in einer Pilotphase aufgebaut, für die unter acht Bewerberschulen drei Pilotschulen ausgewählt wurden und die nun mit der Zertifizierung dieser Schulen zum Abschluss gekommen ist.

Die Pilotschulen haben sich durch die Partnerschaft mit dem Biosphärenreservat verstärkt zu einer nachhaltig agierenden Bildungseinrichtung entwickelt und verschiedene Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen. Weitere Schulen sind eingeladen, sich als Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen zu fühlen und so zu erfahren, dass sie den Prozess zu mehr Nachhaltigkeit in der Region aktiv mitgestalten können. Durch den Bezug zu den Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler kann ein konkretes, ganzheitliches Lernen ermöglicht werden. Die die Schule umgebenden Landschaften wie auch die historischen und aktuellen kulturellen Gegebenheiten sollen in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen werden.

Das Projekt Biosphärenschulen im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen wird durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert.

 

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/biosphaerenschulen

Schlendern und Schlemmen – regional und nachhaltig

Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt in Rumbach

Zum deutsch-französischen Bauernmarkt in der „Gemeinde unter den Sternen“ Rumbach lädt das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen am Sonntag, 10. Juli, von 11 bis 18 Uhr ein. Über 40 Bauernmarkt-Beschicker und -Beschickerinnen aus der Region verkaufen ihre umweltschonend erzeugten Qualitätsprodukte aus dem Pfälzerwald, von der Weinstraße und aus den Nordvogesen – zum Mitnehmen oder Verköstigen vor Ort. Ein wahres Füllhorn bietet sich den schlendernden Gästen dar: Unter anderem gibt es Obst und Gemüse, Pilze, Marmelade, Kompott und Honig, Öl, Essig und Pesto, Holzofenbrot, Kuchen und Nudeln, Ziegenkäse, Schinken und Wurst sowie Fleisch vom Lamm, Wild und Pferd. Ein Winzer und ein Bierbrauer sorgen für ein erfrischendes Getränkeangebot. Mehrere Rumbacher Vereine und Einrichtungen bereichern den Tag mit ihren Aktivitäten. Zudem wird Musik gespielt.

Das in der Nähe der französischen Grenze gelegene Dorf Rumbach gehört zur Verbandsgemeinde Dahner Felsenland. Unter anderem wurde Rumbach als erste Fair-Trade-Gemeinde in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Aufgrund des Engagements gegen die Lichtverschmutzung und für den Erhalt der natürlichen Dunkelheit wurde Rumbach durch das Biosphärenreservat als erste „Gemeinde unter den Sternen“ ausgezeichnet. Informationen dazu unter www.pfaelzerwald.de/blog/sternenpark/das-zertifikat-gemeinde-unter-den-sternen.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und bei Einheimischen wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu werben. So werden lange Transportwege vermieden und die Verbraucherinnen und Verbraucher können direkt dazu beitragen, dass die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats erhalten bleibt und das Klima geschützt wird.

Weitere Informationen zu den deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkten unter www.pfaelzerwald.de/bauernmaerkte. Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.

„Verrückt auf Morgen“: Biosphärenreservate in Deutschland

Bei dem Biosphären-Bauernmarkt präsentiert das Biosphären-Team zudem die Arbeit des Biosphärenreservats und im Rahmen der Kampagne „Verrückt auf morgen“ die wichtigen Leistungen von Biosphärenreservaten in Deutschland. In vielen Projekten setzen sich die Teams in den Modellregionen vom Wattenmeer bis zum Berchtesgadener Land gemeinsam mit Menschen in ihren Regionen für eine nachhaltige Zukunft ein. Informationen unter www.verrueckt-auf-morgen.de.

Ein Haus für die Fledermaus

Fledermauskasten-Bauworkshop im Projekt „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“

„Wir bauen der Fledermaus ein Haus“ – so ist der Titel des Workshops, den das Biosphärenreservat Pfälzerwald im Rahmen des deutsch-französischen Interreg-Projekts „Gefährdete Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“ anbietet.

Der Workshop findet am Samstag, 09. Juli, von 11 bis 14 Uhr im Naturerlebnis-Zentrum Wappenschmiede in der Nähe von Fischbach bei Dahn statt, richtet sich an Teams aus jeweils einer erwachsenen Person und einem Kind und wird von Werner Mang geleitet, der Fledermausbotschafter des NABU Rheinland-Pfalz ist. Fledermäuse sind einzigartige und faszinierende Säugetiere: Sie sind nachtaktiv, können mit den Ohren sehen und kopfüber schlafen. Jedoch geht die Zahl der Fledermäuse in Deutschland und auch in unserem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen zurück, weil unter anderem geeignete Quartiere fehlen. Dieser Entwicklung können Teilnehmende des Workshops etwas entgegensetzen und unter Anleitung einen Fledermauskasten bauen, der für die Tiere einen Unterschlupf für Tag und Nacht, für den Winterschlaf oder die Zeit der Geburt ihrer Jungen bietet.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Falls vorhanden sollten Teilnehmende einen eigenen Akkuschrauber mitbringen. Benötigtes Bauholz wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Es soll in Zweier-Teams mit jeweils einer erwachsenen Person und einem Kind gearbeitet werden.

Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen des Biosphärenreservats Pfälzerwald auch unter www.pfaelzerwald.de/termine.

Zum Projekt „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“

Der weltweite Rückgang und das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zeigen sich auch im Bereich des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Im Rahmen des von Juli 2020 bis Juni 2023 laufenden EU-Interreg-Projekts „Gefährdete Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“ werden für drei gefährdete Tierarten dringend benötigte Schutzmaßnahmen umgesetzt. Im Zentrum stehen der Steinkrebs, der dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling als gefährdete Schmetterlingsart sowie kulturfolgende Fledermäuse wie zum Beispiel das große Mausohr.

Dafür haben sich deutsche und französische Projektpartner und -partnerinnen zusammengefunden, die ihre Kenntnisse, Mittel und Monitoring-Methoden teilen, um konkrete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald bringt sich im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit vor allem mit Führungen und Workshops in das Projekt ein. Weitere Informationen zum Projekt unter www.pfaelzerwald.de/projekte.

Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Interreg-Programm Oberrhein sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz gefördert.

Gartengleichgewicht und Pflanzenapotheke

Veranstaltung des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ist „Verrückt auf Morgen“. Zusammen mit dem Magazin „VielPfalz“ bietet es am Samstag, 16. Juli, von 10 bis 13 Uhr einen Workshop zum Thema „Gartengleichgewicht und Pflanzenapotheke“ bei der Ebertsheimer Bildungsinitiative in der Eduard-Mann-Straße 7 in Ebertsheim an.

Den Schutz der Artenvielfalt im Alltag zu fördern, ist ein Anliegen des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. So soll auch in Städten und Dörfern ein ökologisches Handeln sanft und nachhaltig entwickelt werden. Deshalb setzt sich das Biosphären-Team mit vielen Partnerinnen und Partnern dafür ein, die breite Öffentlichkeit dafür zu begeistern und zu sensibilisieren, was jede und jeder im eigenen Garten tun kann.

In dem Workshop „Gartengleichgewicht und Pflanzenapotheke“ gibt die Referentin Hannah Loranger eine thematische Einführung und führt durch den Waldgarten der Ebertsheimer Bildungsinitiative. Die Teilnehmenden lernen dabei, Jauchen und Brühen anzusetzen und erfahren, wie sie diese im Garten verwenden können, um den Boden zu stärken und unerwünschte Pflanzenfresser fernzuhalten.

Die Teilnahme kostet inklusive Erfrischungsgetränk und kleiner Verkostung im Waldgarten 15 Euro. Eine Reservierung sollte bis spätestens Dienstag, 12. Juli, unter www.vielpfalz.de/shop erfolgen. Veranstalter des Workshops ist das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, VielPfalz ist Medienpartner.

Kampagne „Verrückt auf Morgen“: Gemeinsam Zukunft gestalten

Mit der Kampagne „Verrückt auf Morgen“ möchten die deutschen Biosphärenreservate ihre Relevanz bekannt machen und ihre Mission voranbringen: für eine nachhaltige Zukunft auf unserem Planeten einzustehen. Mit einem Mitmachwettbewerb, einer Roadshow mit über 60 Veranstaltungen durch ganz Deutschland sowie vielen Online-Aktivitäten bringen die deutschen Biosphärenreservate ihre wichtige Aufgabe ins Bewusstsein der Menschen. Ein Video zum Projekt „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen gibt es auf der Kampagnen-Website unter https://verrueckt-auf-morgen.de/projekte-oekologie.

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de.

Das ABC des chance.natur-Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ – Teil 4

M

wie Maßnahmenvorschläge

Ein chance.natur-Projekt ist in zwei Phasen aufgeteilt. In Projekt I wird ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) erstellt (mehr dazu unter P). In Phase II werden die Maßnahmenvorschläge, die im PEPL erarbeitet wurden, umgesetzt. Aber was ist denn nun eine Maßnahme? Eine Maßnahme ist eine Handlung, die etwas ganz Bestimmtes bewirken soll. Im chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ werden die Maßnahmen   eingesetzt, um die Ziele des Projekts zu erreichen. Zum Beispiel ist ein wichtiges Ziel:

Modellhafte Revitalisierung (eine Revitalisierung ist eine Wiederbelebung oder in diesem Fall eine Wiederaufnahme) von Buckelwiesen (diese kennen wir schon vom Buchstaben B).Die passende Maßnahme wäre in diesem Fall dann z. B., dass die Buckelwiesen wieder geformt und von Überwucherungen befreit werden, so dass zu gewissen Zeiten wieder Wasser durch die Gräben kann. Nun kann aber nicht nur eine Maßnahme auf alle Flächen im Projektgebiet angewandt werden. Vielleicht hat ein*e Eigentümer*in oder ein*e Bewirtschafter*in auf seiner Fläche etwas anderes im Sinn gehabt. Daher handelt es sich im PEPL nur um VORSCHLÄGE. Das Projekt schlägt vor, was man machen könnte, um das Ziel zu erreichen. Es kann aber niemanden zwingen, dies auch tatsächlich so umzusetzen. Oft muss miteinander gesprochen und evtl. Kompromisse müssen gefunden werden. Das kann ganz schön lange dauern. Aber das Ergebnis lohnt sich: Denn von den Zielen können sowohl die Tiere und Pflanzen profitieren, indem ihre Lebensräume erhalten und verbessert werden und auch wir Menschen, da wir und spätere Generationen sich freuen können, dass es diese Lebensräume noch gibt. Welche Maßnahmen gibt es noch im chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ fragt ihr euch? Dann schaut doch mal auf unserer Internetseite vorbei unter: www.hirtenwege-pfaelzerwald.de

 

N

wie Netzwerk/Naturschutz

Ein ganz wichtiger Teil in unserem chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ ist das Netzwerk. Man kann sich darunter tatsächlich so eine Art Spinnennetz vorstellen, nur sehen kann man es nicht. Die Menschen, die hier miteinander „vernetzt“ sind, haben alle mehr oder weniger mit unserem chance.natur-Projekt zu tun. Auch das Biosphärenreservat Pfälzwerwald-Nordvogesen hat ein riesiges Netzwerk und das chance.natur-Projekt konnte von Anfang an davon profitieren, da sich das Projekt ja im deutschen Teil des Biosphärenreservates abspielt. Viele der Akteur*innen im chance.natur-Projekt waren bzw. sind auch mit dem Biosphärenreservat in Kontakt. Zu unserem chance.natur-Netzwerk kommen noch weitere Personen dazu, wie zum Beispiel andere chance.natur-Projekte. Denn in ganz Deutschland gibt es über 80 chance.natur-Projekte, die sich einmal im Jahr (wenn nicht gerade eine Pandemie ist) treffen. Wir vom chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ pflegen unsere Kontakte zu den anderen chance.natur-Projekten, indem wir jedes Jahr ein anderes Projekt besuchen. Dieser Austausch bringt nämlich allen Beteiligten etwas.    Wir bekommen Einblicke in andere Projekte und können uns so darauf einstellen, dass bestimmte Vorgänge auch auf uns zukommen werden. Und auch die anderen Projekte können sich durch unseren Besuch ein Bild machen, wie es bei uns so läuft. Durch die Pandemie hat sich die Pflege unseres Netzwerks sehr auf Online-Meetings und Telefonate beschränkt, was sehr schade ist. Auch wir hoffen, dass wir bald wieder öfter unsere partizipierenden Akteur*innen in Präsenz treffen können.

Ihr habt noch mehr Fragen zu unserem chance.natur-Netzwerk? Dann fragt uns doch einfach unter: www.hirtenwege-pfaelzerwald.de.

 

O

wie Orchideen

Es gibt viele verschiedene Blumenarten auf der Welt. Manche blühen im Frühling, andere im Sommer und Herbst und manchmal sieht man auch Blumen im Winter, wenn sie eigentlich unter dem Schnee schlafen sollten. Die Bezeichnung „Orchideen“ steht für eine Pflanzenfamilie, unter der besondere Arten zu finden sind. Ganz besondere sogar. Denn sie können nicht überall wachsen und brauchen ganz spezielle Boden- und Lichtverhältnisse. Weil sie so selten sind, stehen viele von ihnen auch auf der sogenannten „Roten Liste“. Auf dieser Liste stehen Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht und streng geschützt sind. Wenn wir nun aber von Orchideen sprechen, sind wir noch ein paar Schritte von den eigentlichen Arten entfernt. Nehmen wir mal das Gefleckte Knabenkraut als Beispiel. Das ist eine Orchideen-Art, die man tatsächlich an seinen gefleckten Blättern (daher der Name) erkennen kann. Sie kommt auf feuchten Magerrasen, Niedermooren oder in lichten Wäldern vor. Eine korrekte Bestimmung kann man mit einem Bestimmungsbuch durchführen. Nur hat man beim Wandern oder Spazierengehen nicht immer ein (schweres) Bestimmungsbuch mit dabei. Am Besten macht man in so einem Fall ein Foto und versucht, zu Hause die Orchidee zu bestimmen. Noch schneller geht es mit einer Pflanzenbestimmungs-App. Wie schon erwähnt, müssen viele Orchideenarten vor dem Aussterben geschützt werden. Dies erreicht man unter anderem durch die geeignete Erhaltung der Fläche, auf der die Blumen wachsen. Diese Erhaltung gelingt mit Hilfe von extensiver Beweidung, d. h. einer Beweidung durch Schafe (oder andere Beweidungstiere), die eine geringere Auswirkung auf die Natur mit sich bringt. Im chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ wollen wir eben diese Beweidungsform einsetzen und mit ihrer Hilfe gefährdete Pflanzenarten erhalten.

Du hast noch mehr Fragen zum PEPL oder dem chance.natur-Projekt? Dann frag uns doch einfach oder schau auf unserer Internetseite vorbei unter: www.hirtenwege-pfaelzerwald.de.

 

P

wie Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL)

Der Pflege- und Entwicklungsplan ist das wichtigste Dokument aus Projekt I eines chance.natur-Projekts. Dabei wird er erst ganz am Ende des Projekts I fertiggestellt. Über die drei Jahre Laufzeit der Projektphase I wird der PEPL, so nennen wir den Plan abgekürzt, erstellt, ergänzt, kommentiert, umgeschrieben und abgestimmt. Danach dient er in Projekt II als Fahrplan und Richtlinie, wenn es um die Maßnahmenumsetzung auf den Projektflächen geht. Vielleicht kann man sich den PEPL besser als eine Art „Rezept“ vorstellen:

Das chance.natur-Projekt will als Ziel einen ganz besonderen „Kuchen“ backen. Unser Kuchen ist in diesem Fall ein artenreicher Biotopverbund, der mithilfe der Wanderschäferei unsere Natur- und Kulturlandschaft erhält. Das „Rezept“ für diesen großartigen „Kuchen“ stellt der PEPL dar. Wenn alle Vorgänge und „Zutaten“, die wir für den PEPL brauchen, genau befolgt werden, dann entsteht ein perfektes Ergebnis. Nun wissen wir aber alle, dass nicht immer alle Vorgänge befolgt werden können. Manchmal fehlen Zutaten oder man verwendet statt Schokostreuseln vielleicht Kokosraspeln. Dass ein Kuchen mal zu lange im Ofen war, ist bestimmt auch schon mal jedem passiert. Manchmal kann man das Rezept sogar so verändern, dass ein viel besserer Kuchen entsteht und manchmal gehen Kreationen daneben. Was wir vermitteln wollen, ist, dass die Umsetzung eines PEPL viel Abstimmung bedarf, damit das Vorhaben, einen lebendigen Biotopverbund auf Offenlandflächen im Pfälzerwald zu erreichen, gelingt. Herausfordernd ist, dass unser PEPL-„Rezept“ über 700 Seiten lang ist. Haben wir aber nach 10 Jahren – so lange dauert das Projekt II (die Umsetzung) – das Rezept im Kopf, können wir dieses auch an weitere Interessierte weitergeben und dazu beitragen, dass die Kuchen „gebacken“ und das „Rezept“ zukunftsorientiert angepasst werden können.

Du hast noch mehr Fragen zum PEPL oder dem chance.natur-Projekt? Dann frag uns doch einfach oder schau auf unserer Internetseite vorbei unter: www.hirtenwege-pfaelzerwald.de.

Krebse im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Exkursion zu Bachbewohnern im Projekt „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen bietet als Teil seines deutsch-französischen Interreg-Projekts „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“ am 3. Juli von 10 bis 13 Uhr eine Exkursion zu Krebsen am Eiswoog bei Ramsen an.

Wenige kennen sich aus mit der nächtlichen Lebensweise der einheimischen Flusskrebse. Wie sie hier in den Fließgewässern des Pfälzerwalds leben und wie und woher die hier neu ansässigen Krebsarten kamen, darum geht es bei der Veranstaltung mit Ralf Linden, Gewässer- und Fischereiexperte. Er führt die informative und kurzweilige Wanderung entlang des Eisbaches mit Demonstrationen und Erläuterungen zum dortigen Krebsvorkommen. Er nimmt auch die Fragen und Gedanken der Teilnehmenden auf und führt die zu einem verständlichen Bild zur Lage der einheimischen und der importierten Krebsarten zusammen. Er erläutert die Unterschiede und die Erkennungsmerkmale anhand von Präparaten der verschiedenen Krebsarten, demonstriert Fangmethoden und geht auf die historische Nutzung sowie die aktuellen Schutzmaßnahmen ein.

Die Teilnahme an der Exkursion ist kostenlos. Der Treffpunkt ist am öffentlichen Parkplatz am Eiswoog bei Ramsen. Um Anmeldung bis spätestens 29. Juni bei Micaela Mayer unter m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de wird gebeten.

Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen des Biosphärenreservats Pfälzerwald auch unter www.pfaelzerwald.de/termine.

Zum Projekt „Gefährdete Tierarten – Espèces en danger“

Der weltweite Rückgang und das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zeigen sich auch im Bereich des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Im Rahmen des von Juli 2020 bis Juni 2023 laufenden EU-Interreg-Projekts „Gefährdete Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen“ werden für drei gefährdete Tierarten dringend benötigte Schutzmaßnahmen umgesetzt. Dafür haben sich deutsche und französische Projektpartner und -partnerinnen zusammengefunden, die ihre Kenntnisse, Mittel und Monitoring-Methoden teilen, um konkrete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald bringt sich im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit vor allem mit Führungen und Workshops in das Projekt ein. Weitere Informationen zum Projekt unter www.pfaelzerwald.de/projekte.

Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Interreg-Programm Oberrhein sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz gefördert.

Hirtenwege, Grünflächen und Biosphärenschulen

Ausschuss für das Biosphärenreservat Pfälzerwald tagt in Erlenbach bei Dahn

Die nächste Sitzung des Ausschusses für das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen findet am Freitag, 10. Juni 2022, um 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Erlenbach bei Dahn, Hauptstraße 10, statt. Im öffentlichen Teil der Sitzung gibt zunächst der Vorsitzende des Bezirkstags Pfalz, Theo Wieder, einen Bericht ab.

Danach präsentiert das Team des Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ den Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL), der im ersten Teil des bundesgeförderten chance.natur-Projekts entstanden ist. Im PEPL wurden unter anderem die Ziele und Maßnahmen auf den Projektflächen definiert. In der nun folgenden Interimsphase wird das auf zehn Jahre ausgelegte Projekt II beim Bund beantragt, während dem auf dem PEPL basierend die Maßnahmen über das geplante, etwa 8.300 Hektar große Fördergebiet, das über die Grünlandgebiete vom Wasgau zum Haardtrand bis nach Grünstadt reicht, umgesetzt werden sollen.

Im Anschluss steht eine Präsentation zu dem Projekt „Biodiversität und Klimaschutz in Gärten und Grünflächen“ auf dem Programm, das das Biosphären-Team derzeit als deutsch-französisches Projekt über INTERREG IV beantragt. Das Projekt, das nicht zuletzt der grenzüberschreitenden Vernetzung und Kooperation dienen soll, stellt die Förderung der ökologischen Gartenbewirtschaftung sowie die Unterstützung von Kommunen, kommunalen Einrichtungen oder Betrieben bei der Gestaltung von öffentlich zugänglichen Freiflächen und der Entwicklung von artenreichen Grünflächen in den Fokus.

Danach beschließen die Ausschuss-Mitglieder über die Besetzung eines Vergaberats, der zur Aufnahme neuer Betriebe in das Netzwerk der Partnerinnen und Partner des Biosphärenreservats etabliert werden soll. Bei den Partnerbetrieben des Biosphärenreservats Pfälzerwald handelt es sich um Modellbetriebe verschiedenster Branchen aus der Region, die strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und deshalb mit dem Partner-Logo des Biosphärenreservats werben dürfen. Zertifiziert werden die Betriebe vom Team der Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald in Lambrecht.

Der Ausschuss beschließt auch die Kooperationsvereinbarung, die gemeinsam mit den Biosphärenschulen Pfälzerwald geschlossen werden soll. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald strebt eine dauerhafte Kooperation mit Schulen an. Diese Zusammenarbeit wird zunächst in einer derzeit laufenden Pilotphase aufgebaut, an der die Grundschule Ramberg-Eußerthal, die Integrierte Gesamtschule Enkenbach-Alsenborn und die Förderschule Pirminiusschule Pirmasens teilnehmen.

Die Direktorin des Biosphärenreservats Pfälzerwald, Dr. Friedericke Weber, gibt abschließend einen Überblick zu den neuesten Entwicklungen in den Projekten und Aufgabenbereichen des Biosphärenreservats.

Interessierte werden gebeten, eine Teilnahme an der Sitzung bis Donnerstag, 09. Juni, 15 Uhr, bei Sabine Nauerz unter der Email s.nauerz@bv-pfalz.de anzumelden.

Gerichte vom Weiderindfleisch – regional und köstlich

Kulinarische Weiderindtage im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Im Rahmen der kulinarischen Tage zum Weiderind vom 17. Juni bis 03. Juli servieren elf gastronomische Partnerbetriebe des Biosphärenreservats Pfälzerwald besondere Fleischgerichte von Weiderindern, die naturnah auf extensiven Weiden des Pfälzerwalds und seiner angrenzenden Regionen gehalten werden. Das Fleisch dieser ans Freiland angepassten robusten Weiderinderrassen ist besonders schmackhaft und hochwertig, da die Tiere im Sommer beziehungsweise meist auch ganzjährig auf der Weide im Freien aufgezogen werden. Sie grasen auf kräuterreichen Wiesen, haben viel Bewegung und wachsen in tiergerechter Mutterkuhhaltung im Herdenverband auf.

Weil man die Galloway-, Aubrac- und Heckrinder im Pfälzerwald auch sehr gut als Landschaftspfleger zur Erhaltung offener Weideflächen einsetzen kann, leisten deren Haltung und Vermarktung einen wertvollen Beitrag zum Arten- und Biotopschutz sowie zur Kulturlandschaftspflege im Biosphärenreservat Pfälzerwald. Die Tiere lichten Talwiesen, Hangwiesen, Streuobstwiesen und sogar – wie auf der Beweidungsfläche bei St. Martin – Waldstandorte in Form von Waldweide auf.

Mit viel Liebe bereiten die Köchinnen und Köche der Partner-Restaurants aus dem naturnah erzeugten Fleisch besondere Gerichte zu, wobei sie der Kreativität wie auch der Tradition großen Raum lassen. An den Weiderindtagen beteiligen sich das Seehaus Forelle am Eiswoog bei Ramsen, das Hotel Fröhlich in Kaiserslautern-Dansenberg, der Fuxbau in Neustadt-Hambach, die Weinstube Zur Herberge in Neustadt, der Pfälzer Hof in Edenkoben, das Restaurant Sieben Raben im Isenachtal bei Bad Dürkheim, das Restaurant Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben, das Naturfreundehaus Finsterbrunnertal bei Trippstadt, das Seminar- und Gästehaus Burghof Stauf bei Eisenberg, der Landgasthof Müllers Lust in Hofstätten und das Landhaus Tausendschön in Fischbach bei Dahn.

Das Fleisch beziehen die Partner-Restaurants unter anderem von der Wasgauschäferei Keller in Busenberg sowie der Galloway-Zucht der Familie Burkard in Völkersweiler, beide ebenfalls Partner-Betriebe des Biosphärenreservats Pfälzerwald. Infos auch unter www.pfaelzerwald.de/kulinarische-aktionstage.

Bummeln und regionale Produkte aus dem Biosphärenreservat genießen

Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt in Eisenberg

Das Bild zeigt Menschen, die an Marktständen vürübergehen.Zum deutsch-französischen Bauernmarkt im Zentrum von Eisenberg lädt das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen am Sonntag, 12. Juni, von 11 bis 18 Uhr ein. Über 40 Bauernmarkt-Beschicker und -Beschickerinnen aus der Region treffen sich in der größten Stadt des Donnersbergkreises und verkaufen ihre umweltschonend erzeugten Qualitätsprodukte aus dem Pfälzerwald, von der Weinstraße und aus den Nordvogesen. Zum Schlendern, Schlemmen und Probieren bieten sich unter anderem Schinken, Wurst, Fleisch vom Lamm, Wild und Pferd, Ziegenkäse, Essige, Säfte, Biowein, Likör und Sekt, Obst und Gemüse, Pilzen, Marmelade und Honig, Öl, Teigwaren und Kompott an. Ein vielfältiges Getränkeangebot von Winzern und einem Bierbrauer gehört ebenso dazu.

Zudem präsentiert das Biosphären-Team die Arbeit des Biosphärenreservats und im Rahmen der Kampagne „Verrückt auf morgen“ die wichtigen Leistungen von Biosphärenreservaten in Deutschland. In vielen Projekten setzen sich die Teams in den Modellregionen vom Wattenmeer bis zum Berchtesgadener Land, vom Pfälzerwald bis zur Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gemeinsam mit Menschen in ihren Regionen für eine nachhaltige Zukunft ein.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und bei Einheimischen wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu werben. So werden lange Transportwege vermieden und die Verbraucherinnen und Verbraucher können direkt dazu beitragen, dass die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats erhalten bleibt und das Klima geschützt wird.

Für die Anreise nach Eisenberg lassen sich auch öffentliche Verkehrsmittel gut nutzen. Der Biosphären-Bauernmarkt ist auf einem kurzen Spaziergang vom Bahnhof aus erreichbar. Die Verbandsgemeinde Eisenberg ist seit 2014 auch als Fairtrade-Gemeinde ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/bauernmaerkte. Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.