Nachwuchs-Biosphären-Expertinnen und Experten engagieren sich

„Ich finde es wichtig, mich für meine Heimat und für den Umweltschutz zu engaieren“, sagte die 14-jährige Elin am Haus der Nachhaltigkeit. Aus Anlass des Dreck-weg-Tags Pfälzerwald machte sie sich mit weiteren Junior Rangern und Rangerinnen auf Spurensuche im zentralen Pfälzerwald. Dabei erforschten die jungen Leute auf Einladung des Biosphärenreservats Pfälzerwald auf einem Themenweg rund um Johanniskreuz die Spuren und Zeugnisse, die Menschen über mehrere Jahrhunderte im Wald hinterlassen haben. Gleichzeitig nahmen sie auch aktuelle Spuren unter die Lupe und haben auf der gesamten Wegstrecke Müll gesammelt.
Bei der Junior Ranger-Aktion kamen einige Säcke unerwünschter Hinterlassenschaften zusammen. „Unter anderem haben wir ein paar alte Schuhe und eine verrostete Schaufel gefunden“, so Elin. Bei einer zentralen Veranstaltung zum Dreck-Weg-Tag unter anderem mit der Staatssekretärin des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums, Katrin Eder, wurde den Junior Rangern als „Alltagsheldinnen und -helden“ gedankt.
Der Dreck-weg-Tag Pfälzerwald fand im Rahmen des World Clean Up Days im Biosphärenreservat Pfälzerwald und angrenzenden Bereichen auf Initiative des Hauses der Nachhaltigkeit und des Landschaftsfotografen Yannick Scherthan statt.
Die Junior Ranger im Biosphärenreservat Pfälzerwald
Junior Ranger und Rangerinnen erforschen gemeinsam ihre Region und Heimat und lernen viel über das Biosphärenreservat, worum es dort eigentlich geht und welche anderen Schutzgebiete es gibt. Sie üben, sich mit Karte und Kompass zu orientieren, lernen die Tiere und Pflanzen des Pfälzerwalds kennen, erfahren Wissenswertes über eine umweltverträgliche und sozial gerechte Lebensweise, gehen auf Spiel- und Entdeckungstouren und haben Spaß am Lagerfeuer. Das Projekt zielt darauf ab, Mädchen und Jungen zu Botschafterinnen und Botschaftern für ihre Heimat, das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, zu machen, das die UNESCO als Modellregion für Nachhaltigkeit anerkannt hat.
Das Biosphärenreservat Pfälzerwald organisiert gemeinsam mit Landesforsten Rheinland-Pfalz und weiteren Partnerinnen und Partnern in der Region mehrtägige Camps, während der sich Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 12 Jahren zu Junior Rangern und Rangerinnen ausbilden lassen oder bereits ausgebildete Junior Rangerinnen und Ranger ab 12 Jahren ihre Kenntnisse vertiefen und weitere Pfälzerwald-Abenteuer bestehen können.
Die Junior Ranger Herbstsaison: Angebote der Waldritter Südwest bei Clausen
Das Biosphärenreservat Pfälzerwald bietet gemeinsam mit den Wadrittern Südwest im Abenteuer-Walderlebniszentrum Heidelsburg-Clausen vom 18. bis 22. Oktober ein Junior Ranger Herbst-Camp für Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 16 Jahren. Zudem finden vom 12. bis 14. November sowie vom 10. bis 12. Dezember monatliche Junior Ranger-Treffen ebenfalls bei Clausen statt. Informationen zu den Camps beziehungsweise Treffen sowie zur Anmeldung unter www.waldritter-suedwest.de/veranstaltungen/junior-ranger.
Weitere Informationen zu den Junior Rangern unter www.pfaelzerwald.de/projekte/junior-ranger-im-pfaelzerwald.






Fördergebiet. Das Fördergebiet ist sehr wichtig für das chance.natur-Projekt. Denn hier sollen die Maßnahmen aus dem Pflege- und Entwicklungsplan umgesetzt werden. Das Fördergebiet steht nach dem ersten Teil des chance.natur-Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“, dem sogenannten Planungsprojekt, fest. Mit einer Größe von 8.200 Hektar macht das Fördergebiet etwa 4,5 % der gesamten Fläche des Pfälzerwaldes aus. 8.200 Hektar, das ist eine Größe von ungefähr 11.550 Fußballfeldern! (1 Hektar = 10 000 m², 1 Fußballfeld (68m x105m) = 0,71 Hektar) Also ein riesiges Gebiet. Da ist es verständlich, dass nicht im ganzen Fördergebiet Maßnahmen ungesetzt werden können. Das chance.natur-Projekt versucht aber, auf so viel Fördergebietsfläche wie möglich Maßnahmen umzusetzen. Das Ziel der Maßnahmen ist es, hochwertige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten zu entwickeln. Mit einer guten Zusammenarbeit der verschiedenen Akteur:innen vor Ort können die Ziele des Projekts im Fördergebiet erreicht werden. Ein kurzer Abstecher zum Buchstaben A: Ein Akteur oder eine Akteurin sind Personen, die sich sehr aktiv für eine Sache einsetzen. In unserem Fall sind diese aktiv in unserem Fördergebiet und somit ein wichtiger Teil bei der Umsetzung des Projekts. Die wichtigsten Akteursgruppen sind in unserer Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG – folgt später unter P) vertreten.


