Umweltpraktikum im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen / Bewerbungsfrist läuft bis 15. Januar 2026

Die Bewerbungsphase für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2026 hat begonnen. Das Angebot richtet sich an Studierende, die sich für den Schutz von Natur, Klima und Artenvielfalt begeistern und Spaß am Umgang mit Menschen haben. Interessierte können sich unter www.umweltpraktikum.com gezielt für ein Praktikum im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen bewerben. Die Frist läuft noch bis zum 15. Januar 2026. Das Praktikum ist auf eine Laufzeit von mindestens drei Monaten ausgelegt.

Als Modellregion der UNESCO hat das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen zum Ziel, das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur zu erproben und zu fördern. Die Praktikantinnen und Praktikanten dürfen sich auf spannende Naturerlebnisse und nachhaltigen Erfahrungen freuen. Sie lernen Projekte kennen, die sich nachhaltigem Wirtschaften, der Landschaftspflege oder dem Schutz der Biodiversität widmen. Gleichzeitig können sie im Bildungsbereich und in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv werden. Dabei haben sie die Gelegenheit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen.

Weitere Informationen und Hinweise zur Bewerbung und zum Praktikumsentgelt finden sich unter www.umweltpraktikum.com.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum in deutschen Schutzgebieten

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet jungen Menschen die Chance, die Arbeit in deutschen Großschutzgebieten intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für ihre spätere Berufswahl zu erwerben. Seit dem Start 1990 haben durch das Commerzbank-Umweltpraktikum rund 2.000 Praktikantinnen und Praktikanten in den teilnehmenden Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten zwischen Nordsee und Alpen einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

Seit Anfang 2023 koordiniert der Nationale Naturlandschaften e.V., Dachverband der deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete, das Umweltpraktikum und bereichert es auch inhaltlich mit seiner Expertise in den Themenbereichen Naturschutz, Biodiversität, Forschung, Umweltbildung, Besucherbetreuung und Naturerleben.

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Die Umweltpraktikantinnen im Jahr 2025. (Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Keller)

Landschaftspflege mit Ziegenböcken: Chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ startet naturnahe Beweidungen in Leinsweiler und Lindenberg

Nachdem das von Bund und Land geförderte chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ im vergangenen Jahr in die Umsetzungsphase startete, hat nun die Beweidung durch Ziegen und Schafe begonnen.
Von April bis Juni 2025 pflegten zwölf Böcke des Fördervereins Naturschutz und Landwirtschaft (FNL e.V.) aus Rinnthal einen Teil der ehemaligen Wingertsterrassen in Leinsweiler unterhalb des Slevogthofs. Ziel in dem rund 5,5 Hektar großen Areal ist es, eine parkartige und lichtdurchflutete Landschaft mit großer Bedeutung für die Artenvielfalt zu entwickeln: „Durch den künftigen, halboffenen Charakter wird das noch verbuschte Gelände eine deutliche Aufwertung erfahren. Seltene Vögel, Fledermäuse oder Wildbienen profitieren von dem Projekt, denn für sie ist die halboffene Landschaft als Jagdrevier oder zur Fortpflanzung in den Nisthöhlen der verbleibenden Biotopbäumen ideal“, erklärt Projektmitarbeiterin Anna-Maria Marstaller und fährt fort: „Nicht zuletzt sollen durch die sanften Übergänge zwischen Wald und Offenland Lebensräume mit vielen geschützten Arten wie der Zaunammer oder dem Wiedehopf entstehen.“
Bevor die Beweidung beginnen konnte, waren verschiedene Vorarbeiten notwendig. Zuerst sicherte das Team des chance.natur-Projekts in Kooperation mit der Gemeinde Leinsweiler die Flächen für das Beweidungsvorhaben. Dann musste Gelände freigeschnitten werden, um einen mobilen Weidezaun, der über das chance.natur Projekt finanziert wurde, aufzubauen. Hierzu fanden sich zahlreiche Helferinnen und Helfer, die die Pflegearbeiten in dem Naturschutzgebiet unterstützen und den Zustand der Tiere regelmäßig kontrollieren. „Das Vorhaben erfreut sich großer Beliebtheit in Leinsweiler, zumal die Landschaft durch ihren abwechslungsreichen Charakter mit den vierbeinigen Landschaftspflegern an Attraktivität gewinnt. Außerdem werden Sichtachsen über die Rheinebene bis in den Schwarzwald geschaffen“, freute sich der Bürgermeister von Leinsweiler, Jürgen Kohlmann. Die Gemeinde überstützt das Projekt von Beginn an.

In Lindenberg, im ehemaligen Steinbruch unterhalb der Cyriakuskapelle, ist seit diesem Mai eine Herde Thüringer Waldziegen unterwegs. Das chance.natur Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ finanzierte zur Beweidung des Geländes einen Weidezaun und einen mobilen Weideunterstand. Auch die Gemeinde Lindenberg engagiert sich für die Umsetzung des Projekts. Auf dem ein Hektar großen Gelände hatte sich nach der letzten Freistellungaktion durch ehrenamtliche Helfer im vergangenen Jahr die Robinie wieder großflächig ausgebreitet. Durch den Verbiss von Brennnesseln und Robinien lichten die Ziegen die Fläche wieder auf. „Das gesamte Ensemble aus Steinbruch und Kapelle gewinnt und wird ökologisch erheblich wertvoller. Wie in Leinsweiler so entstehen auch hier wichtige Lebensräume für seltene Reptilien wie die Mauereidechse oder Vögel wie den Wendehals“, so Marstaller.

Zum chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“
Wertvolle Offenlandbiotope sind auf eine regelmäßige extensive Nutzung angewiesen. Entfällt diese, wird die typische Flora und Fauna unweigerlich von dichtem Buschwerk verdrängt. Das chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ will gemeinsam mit weidetierhaltenden Betrieben gegensteuern. Das von Bund, Land und Bezirksverband Pfalz geförderte Projekt hat ein Gesamtvolumen von ca. 11 Mio. €. Es soll dazu beitragen, den Erhalt und die Entwicklung der einmaligen Kulturlandschaft mit ihren herausragenden Lebensräumen und besonders zu schützenden Tier- und Pflanzenarten langfristig zu sichern.

Weidetierhaltung und Wanderschäferei sollen gestärkt und das Netz der alten Hirtenwege wieder durchgängiger gemacht werden. Bereits verbuschte Biotope sollen reaktiviert und aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt, neue Flächen sollen erschlossen und aufgewertet werden. Dort, wo keine Wanderschäfer und -schäferinnen aktiv sind, sollen als Trittsteinlösungen auch Mischbeweidungen etwa mit Rindern zum Einsatz kommen. Vielfältige Maßnahmen werden auf den erschlossenen Flächen gemeinsam mit den Menschen der Region umgesetzt und eine an den Zielen des Naturschutzes orientierte Bewirtschaftung sichergestellt.

In der Planungsphase des Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ (2017 bis 2022) wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet.

Die im Jahr 2024 gestartete Umsetzungsphase (Projekt II) wird bis 2033 laufen. Im etwa 8.300 Hektar großen Fördergebiet wird auf den Projektflächen in biotopersteinrichtende Maßnahmen wie etwa Entbuschung von Flächen, die Streuobstpflege, den Trockenmauerbau und vieles andere investiert.

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In Lindenberg weiden Ziegen im Rahmen des Projekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Den Klimawandel im Blick: Online-Vortragsreihe im Interreg-Projekt „Horizont Climatic“

Das Bild zeigt einen Blick auf die Stadt Lambrecht im Pfälzerwald.

Die Nutzung von fossilen Energieträgern prägt zunehmend das Landschaftsbild. Auch die Folgen des Klimawandels sind anhand von Phänomenen wie Hitzewellen, Bränden, Überschwemmungen, Bodenerosion oder dem Rückgang der Artenvielfalt wahrnehmbar. Vor diesem Hintergrund macht es sich das Interreg-Projekt „Horizont Climatic“ zur Aufgabe, den Wandel fotografisch zu dokumentieren. In diesem Zusammenhang dreht sich die Projektarbeit auch um Fragen zur Lebensweise der Menschen: Welche Möglichkeiten gibt es, um sparsamer und umweltverträglicher zu leben? Wie lässt sich die Widerstandfähigkeit der Natur unterstützen? Was wünschen sich die Menschen für ihre Zukunft und welche Gestaltungsmöglichkeiten haben sie?

Zu diesen und weiteren Fragestellungen startet im Rahmen von „Horizont Climatic“ am Donnerstag, 20. März, um 12 Uhr eine Online-Vortragreihe zu der alle interessierten Personen eingeladen sind. Die Kreativ-Denkerin Aline Frankfort aus Belgien ist mit ihrem Vortrag „Den Blick ändern, Landschaft verändern – Changer de regard, changer le paysage“ die erste Referentin der Reihe. Ihre Rede wird simultan ins Deutsche übersetzt. Frankfort ist Unternehmerin und zusammen mit Jean-Louise Baudoin Kopf der Agentur „Shapership“. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema „visionäre Zukunftsgestaltung“ und lädt ihr Publikum dazu ein, das bisher weitestgehend konsumorientierte System zu überwinden, um neue Lebensweisen zu finden. Wie man dabei alte Denkmuster durchbrechen und zu alternativen Lösungen gelangen kann, steht im Zentrum ihres Vortrags.

Die Vortragsreihe findet im Anschluss einmal pro Monat donnerstags von 12 bis 13.30 Uhr statt. Für alle französischsprachigen Vorträge dieser Reihe wird es eine Übersetzung ins Deutsche geben. Teilnahme unter webinar.horizontclimatic.eu/connect.

Interreg-Projekt „Horizont Climatic“
Der Klimawandel formt unsere Landschaft– aber wie? Um Veränderungen der Umgebung sichtbar zu machen, hat sich das Biosphärenreservat Pfälzerwald mit Expertinnen und Experten in Frankreich, Belgien und Luxemburg im Interreg-Projekt „Horizont Climatic“ zusammengeschlossen. Ziel ist es, ein fotografisches Landschaftsmonitoring aufbauen. Dabei werden ausgewählte Standorte über lange Zeit fotografisch dokumentiert. So können Entwicklungen gut beobachtet und greifbar gemacht sowie wichtige Schlüsse für die Zukunft gezogen werden.

Infos zum Projekt: https://www.pfaelzerwald.de/horizont-climatic

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Um die Beobachtung der heimischen Landschaft und ihre Veränderungen geht es in dem Projekt „Horizont Climatic“. Das Bild zeigt einen Blick auf Lambrecht. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Klaus Venus.

Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt: Nachhaltiger Genuss in Maikammer

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen lädt am Sonntag, 20. Oktober zum deutsch-französischen Bauernmarkt nach Maikammer ein. Von 11 bis 18 Uhr bieten rund 70 Erzeugerinnen und Erzeuger aus der grenzüberschreitenden Region ihre umweltschonend produzierte Waren an. Die Produktpalette reicht von Ziegenkäse und Wurstwaren über Gemüse, Liköre und Gugelhupf bis zu Seife, Kräutern und Korbwaren. Ergänzend zur Marktvielfalt bieten verschiedene Winzerinnen und Winzern sowie ein Bierbrauer Getränke zum Direktverzehr. Die reiche Auswahl lädt ein zum Schauen, Schlemmen und zum Füllen der Einkaufstaschen.

Um 11 Uhr wird der Biosphären-Bauernmarkt auf dem Marktplatz offiziell eröffnet.

Im Bürgerhaus in der Marktstraße 8 findet zudem am Samstag von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr eine Hobby- und Kunsthandwerkerausstellung statt.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und bei Einheimischen wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu werben. So werden lange Transportwege vermieden und die Verbraucherinnen und Verbraucher können direkt zum Schutz der einzigartigen Kulturlandschaft im Biosphärenreservat beitragen.

Da zahlreiche Menschen erwartet werden, empfiehlt es sich, mit dem Rad zu kommen oder den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Maikammer ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, zum Beispiel mit Bus und Bahn aus der Richtung Landau oder Neustadt. Fahrradparkplätze sind ausgeschildert und finden sich im Schulhof in der Schulstraße. Ein Parkleitsystem leitet die mit PKW anreisenden Gäste zu Parkplätzen im und um den Ort.

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/bauernmaerkte. Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.

Die Verbandsgemeinde Maikammer war mit ihren Ortsgemeinden Maikammer, Kirrweiler und St. Martin Modellkommune im Projekt des Biosphärenreservats „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“, die Ortsgemeinde Maikammer ist seit 2023 zudem als „Gemeinde unter den Sternen“ im Biosphärenreservat ausgezeichnet.

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Kürbisse auf dem Biosphären-Bauernmarkt. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/frei

Aus dem Wald auf den Teller – Kulinarische Pfälzerwald-Wochen in elf Partner-Restaurants des Biosphärenreservates

Saisonale und regionale Spezialitäten direkt aus dem Pfälzerwald stehen von Freitag, 11. Oktober bis Freitag, 1. November in elf Partner-Restaurants des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen im Mittelpunkt. Bei den kulinarischen Pfälzerwald-Wochen tischen die Köchinnen und Köche sowohl traditionelle Hausmannkost als auch ausgefallene Kreativgerichte auf. Zu den typischen Produkten im Herbst zählt frisches Wildbret, das frei von Geschmacksverstärkern oder Konservierungsstoffen ist. So bleibt der natürliche Charakter des Produkts erhalten und nachhaltig ist es von Natur aus auch. Pilze, Kastanien, Beeren und Kräuter aus dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands kommen ebenfalls auf den Teller.

An den kulinarischen Pfälzerwald-Wochen im Biosphärenreservat beteiligen sich das Restaurant Seehaus Forelle am Eiswoog bei Ramsen, das Naturfreundehaus Rahnenhof bei Carlsberg-Hertlingshausen, das Restaurant 7 Raben bei Bad Dürkheim, das Restaurant Sommerhaus in Kaiserslautern, das Hotel-Restaurant Fröhlich in Kaiserslautern-Dansenberg, das Naturfreundehaus Finsterbrunnertal bei Trippstadt, das Restaurant Fuxbau in Neustadt-Hambach, das Hotel-Restaurant Pfälzer Hof, das Restaurant Ritterhof zur Rose in Burrweiler, das Gasthaus Müllers Lust in Hofstätten sowie das Landhaus Tausendschön in Fischbach bei Dahn.

Weitere Informationen zu den Pfälzerwald-Wochen und anderen kulinarischen Aktionstagen unter www.pfaelzerwald.de/kulinarische-aktionstage. Dieses Projekt des Biosphärenreservats Pfälzerwald wird durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt.

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Augen- und Gaumenschmaus: Edelkastanien aus dem Pfälzerwald (Foto: Biosphärenreservat/Yannick Baumann)

Die Natur als Lernraum – Fritz-Walter-Schule erhält Zertifikat als Biosphärenschule

Nachhaltigkeit und Naturschutz sind in der Fritz-Walter-Schule in Kaiserlautern wichtige Werte. Daher entschied sich die Schulgemeinschaft zur Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und bewarb sich um eine Zertifizierung als „Biosphärenschule“. Mit der professionellen Unterstützung des Biosphärenteams bauten Lehrkräfte und Kinder in den vergangenen Monaten bereits bestehende Arbeitsgemeinschaften in Bereichen wie Schulgarten, Bienenstöcke und Recycling-Werkstatt aus und erweiterten ihr außerschulisches Netzwerk. So kann die Schule von der Fachkenntnis und praktischen Hilfe neugewonnener Partner wie der Stadtbildpflege Kaiserlautern oder der Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern, ZAK, profitieren.

Nun überreichte die Direktorin des Biosphärenreservats, Dr. Friedericke Stakelbeck, das Zertifikat „Biosphärenschule“ im Beisein der gesamten Schulgemeinschaft an den stellvertretenden Schulleiter Lukas Andes und den Direktor des Schulreferats in Kaiserslautern, Wolfgang Ernst. Als Leitbild hat die Schulgemeinschaft für sich den Satz „Als Biosphärenschule wollen wir die Natur als Lernraum nutzen“ formuliert. Passender Weise fand die Zertifikatsübergabe im Rahmen des Schulfests zur Kartoffelernte statt. Die Kartoffeln werden von den Kindern selbst angebaut und geerntet.

Seit 2022 lädt das Biosphärenreservat Pfälzerwald unter dem Motto „Wir als Biosphärenschule“ zur Zusammenarbeit ein. Ziel ist es, einen gemeinsamen Beitrag zum nachhaltigen Miteinander von Mensch und Natur zu leisten. „Wir wollen den Kindern vermitteln, dass sie ihre Lebenswelt mitgestalten können. In der Umsetzung geht es darum, Ideen und Aktionen in den Lehrplan zu integrieren und nicht ‚on top‘ zu ergänzen. Deshalb erarbeiten wir mit jeder Schule ein individuelles Konzept und begleiten die Schule bei der Umsetzung. Dabei spielt auch die Vernetzung mit geeigneten Partnern und die Kommunikation nach außen eine wichtige Rolle“, erklärt Anne Laux, die im Biosphärenreservat Ansprechpartnerin für die Zusammenarbeit mit Schulen ist.

Die Biosphärenschulen profitieren von einem jährlichen Netzwerktreffen, das den Austausch von Ideen, Best-Practice-Beispielen und Materialien ermöglicht. Für die Schülerinnen und Schüler findet jährlich ein Praxis-Workshop statt. Die Lehrkräfte sind zu Fortbildungen eingeladen, 2024 wurde das Thema Wildnis-Pädagogik behandelt.

Das Netzwerk an Biosphärenschulen soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden, interessierte Schulen können sich bei Anne Laux per E-Mail an a.laux@pfaelzerwald.bv-pfalz.de oder per Telefon unter 06325-955247 melden.

Das Projekt Biosphärenschulen im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen wird durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/biosphaerenschulen.

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 Zertifikatsübergabe in Kaiserslautern (v.l.n.r.): Der Direktor des Schulreferats in Kaiserslautern, Wolfgang Ernst, der stellvertretende Leiter der Fritz-Walter-Schule, Lukas Andes, und die Direktorin des Biosphärenreservats, Dr. Friedericke Stakelbeck.

Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Keller

Schnittkurs für Streuobstbäume

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen lädt am Samstag, 19. Oktober, von 10 bis 14 Uhr in Enkenbach-Alsenborn zu einem Schnittkurs für Streuobstbäume ein. Der Schwerpunkt liegt auf dem Erziehungs- und Pflegeschnitt. Gleichzeitig können Fragen zum Pflanz- und Altbaumschnitt beantwortet werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung sind per E-Mail an c.kramer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de oder telefonisch unter 06325 955246 (Mo-Mi) möglich.

Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de

Beide Veranstaltungen finden in Kooperation mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz und der LEADER-Region Pfälzerwald Plus statt.

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Blick auf Streuobstwiesen. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Klaus Venus

Noch Plätze frei: Programm in der Biosphärenakademie

Beim Biosphären-Spieltag für Familien wird es am Mittwoch, 23. Oktober, von 15 bis 17 Uhr einen bunten Mix aus Brettspielen, Gesellschaftsspielen und Bewegungsspielen geben. Das besondere daran: Die Teilnehmenden stellen aus Naturmaterialen die Spielutensilien selbst her. Der Unkostenbeitrag liegt für Erwachsene bei 6 Euro, für Kinder bei 3 Euro.

Um Kürbisse und was man daraus machen kann, geht es am Donnerstag, 24. Oktober, von 10 bis 13 Uhr. In diesem Kurs wird gemeinsam gebastelt, gekocht und gegessen. Kurz vor Halloween dürfen die Kürbisse auch als gruselige Laterne für einen schaurigen Abend gestaltet werden. Der Kurs kostet 10 Euro für Erwachsene, 6 Euro für Kinder.

Ein Steinmetzkurs für Kinder findet am Samstag, 26. Oktober, statt. Zwischen 10 und 16 Uhr lernt die Gruppe den Umgang mit Werkzeugen und wie sich Sandstein mit einfachen Techniken bearbeiten lässt. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Jedes Kind stellt an diesem Tag ein eigenes kleines Kunstwerk her, das mit nach Hause genommen werden kann. Die Kosten liegen bei 25 Euro pro Person.

Anmeldungen bitte per Mail an i.mansmann@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Gärten für die Artenvielfalt

Wie jedes Jahr im September fand auch jetzt wieder die Preisverleihung des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „Gärten für die Artenvielfalt“ statt.

Der Focus des Wettbewerbs lag 2024 auf dem Thema „Biodiversität in kleinen Gärten“. Von 41 Bewerbungen kürte die Jury, bestehend aus Spezialisten und Spezialistinnen für Wildpflanzen, Ornithologie, Ökologie, Baum- und Insektenkunde sowie Landschaftsgärtnerei, bei einem Besuch vor Ort die zehn besten Gärten. Der erste Preis ging an Xavier Combeau aus Kutzenhausen. Weitere Preise erhielten auf französischer Seite Sébastien Günther aus Volksberg, Claudine Collin aus Struth, Stéphane Roser aus Ingwiller und Monika Fuchs aus Lobsann. Auf deutscher Seite gingen Auszeichnungen unter anderem an Jana Schnappauf aus Bad Dürkheim, Sabrina Müller aus Dahn, Martina Wagner aus Pirmasens und Anja Frischkorn aus Fischbach bei Dahn. Einen Sonderpreis für ihren Balkon erhielt Sandra Kijok aus Kaiserslautern. Über eine Sonderauszeichnung für „Weiterentwicklung des Gartens“ freuten sich Marcus und Karin Arnold aus Lambrecht. Neben Sachpreisen wie Vogelhäuschen, Fachliteratur oder Gartenscheren erhielten alle Preisträgerinnen und Preisträger eine Plakette für ihren Gartenzaun.

„Natur macht vor Grenzen keinen Halt und ich freue mich, dass nahezu achtzig Menschen aus Frankreich und Deutschland hier zusammenkommen“, begrüßte Hubert Walter, Vize-Präsident des Naturparks Nordvogesen die Gäste bei der Preisverleihung. Die Veranstaltung fand im „Garten der vier Jahreszeiten” statt, mit dem Laure Hirlemann den ersten Preis des Wettbewerbs 2023 gewonnen hatte. „Ich habe durch die Beteiligung am Wettbewerb und den Austausch mit den anderen Teilnehmern so vieles Neues gelernt“, erklärte Hirlemann. In ihrem Garten legt sie besonderen Wert auf einen äußert sparsamen Einsatz von Gießwasser und eine große Vielfalt an mehrjährigen Pflanzen, die nicht nur zahlreichen Insekten, sondern auch Amphibien, Vögeln und kleinen Säugetieren wie Eichhörnchen und Igeln ein Zuhause bieten.

Gefördert wird die Aktion unter anderem mit Mitteln aus dem Interreg-Programm Oberrhein sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz.

2025 richtet sich der Wettbewerb „Gärten für die Artenvielfalt“ insbesondere an Gärtnerinnen und Gärtner mit jungen, neu angelegten Gärten. Interessenten und Interessentinnen können sich ab März 2025 bewerben.

Tierfreundlich und nachhaltig

 

Die Hauensteiner Mühler ist neuer Biosphären-Partnerbetrieb!
Claus und Diana Debnar halten auf dem Gelände rund um das denkmalgeschützte Mühlengebäude neun Milch- und Mutterkühe, rund 100 Milchschafe, Hühner sowie eine Herde Hochlandrinder zur Beweidung von Landschaftsflächen. „Naturschutz ist uns wichtig und sollte schon in der Schule Thema sein“, erklärte Claus Debnar. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet er nach den Grundlagen des ökologischen Landbaus, seit 2011 ist der Betrieb biozertifiziert. Während er den Hof in seinen Anfängen im Nebenerwerb führte, bewirtschaftet er ihn inzwischen zusammen mit seiner Frau Diana hauptberuflich.

Herzstück ist die hofeigene Käserei, in der vor allem Kuh- aber auch Schafsmilch zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet wird. Dabei legen Claus und Diana Debnar besonderen Wert auf das Tierwohl. Sowohl Kälbchen als auch Lämmer werden muttergebunden aufgezogen. „Bedingt durch die artgerechte Tierhaltung verarbeiten wir nur die Milch, die von den Jungtieren übriggelassen wird“, erklärte die Landwirtin.
Alle Produkte werden in wiederverwendbaren Pfandgläsern oder biologisch abbaubaren Verpackungen angeboten.

Neben dem Hofladen, der freitags und samstags geöffnet ist, befindet sich auf dem Gelände der Hauensteiner Mühle auch das „Käsehäuschen“. Hier sind die hofeigenen Produkte an sieben Tagen in der Woche jeweils von 7 bis 19 Uhr erhältlich.