Osterzeit ist Lammzeit

Kulinarische Initiative im Biosphärenreservat Pfälzerwald

Mit den kulinarischen Lammwochen startet passend zur Osterzeit die Pfälzerwald-Lamminitiative im Biosphärenreservat. Vom 12. bis 26. April bieten ein Dutzend ausgewählte Restaurants Lammgerichte in verschiedenen Variationen an. Die Bandbreite reicht vom Klassiker wie Lammrücken oder geschmorte Lammhaxe bis hin zu ausgefallenen Lamm-Kreationen, darunter Lammroulade, -curry und -merguez, eine scharf gewürzte Hackfleisch-Grillwurst. Mit dabei sind das Restaurant Sommerhaus in Kaiserslautern, das Hotel Fröhlich in Kaiserslautern-Dansenberg, das Gasthaus Müllers Lust in Hofstätten, das Landhaus Tausendschön im südpfälzischen Fischbach, die Weinstube Brennofen in Ilbesheim, das Restaurant Ritterhof zur Rose in Burrweiler, der Pfälzer Hof in Edenkoben, die Vinothek-Weinstube Fuxbau in Neustadt-Hambach, die Weinstube zur Herberge in Neustadt, das Restaurant 7 Raben in Bad Dürkheim sowie das Seehaus Forelle am Eiswoog bei Ramsen.

Sie tragen wesentlich zum Erhalt unserer Kulturlandschaft bei: Weidende Schafe, hier bei Dahn (Foto: Biosphärenreservat/frei)

Viele dieser Restaurants sind bereits Partner im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, die sich durch regionale Qualitätsprodukte auf ihren Speisekarten auszeichnen. Auch die Partnerbetriebe Landmetzgerei und Wasgauschäferei Keller in Busenberg und das Hofgut Neumühle in Münchweiler an der Alsenz des Bezirksverbands Pfalz unterstützen die Lammwochen, die neben anderen Direktvermarktern Lammfleisch und -wurstwaren in allen Variationen offerieren. Die Schäfer und Schäferinnen sind wichtige Partner beim Naturschutz und beim Erhalt der Kulturlandschaft des Biosphärenreservats. Die Offenlandbereiche im Pfälzerwald sind besonders artenreiche Biotope, in denen viele teilweise stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten eine Heimat haben. Eine umweltschonende Aufzucht der Lämmer auf kräuterreichen Wiesen im Pfälzerwald sowie kurze Transportwege und eine Schlachtung, die das Wohl der Tiere im Blick behält, garantieren ein Fleisch von besonderer Qualität und Frische, das sich durch eine günstige Kohlendioxid-Bilanz auszeichnet.

Koordiniert wird die Initiative, die die Schäfereibetriebe unterstützen will und übers Jahr verteilt eine Reihe von Events bietet, durch die Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen in Lambrecht. Unterstützt wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten. Weitere Infos unter www.pfaelzerwald.de.

Junge Entdecker im Pfälzerwald

Junior Ranger-Camps in den Sommer- und Herbstferien

Foto: europarc

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und Landesforsten Rheinland-Pfalz starten in die dritte Junior Ranger-Saison. Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis zwölf Jahren erleben und erforschen bei fünftägigen Camps in der Natur das Biosphärenreservat. Insgesamt neun Entdecker-Camps, sieben davon in den Sommer-, zwei in den Herbstferien, stehen den Abenteuerlustigen an unterschiedlichen Orten im Pfälzerwald zur Wahl. Sie laufen jeweils montags bis freitags, von 8 bis 17 Uhr. Bei den beiden Herbstcamps gibt es auch die Möglichkeit zu übernachten.

Im Laufe der Camp-Woche lernen die angehenden Ranger viel über das Biosphärenreservat, worum es dort eigentlich geht und welche anderen Schutzgebiete es gibt. Sie üben, sich mit Karte und Kompass zu orientieren, lernen die Tiere und Pflanzen des Pfälzerwalds kennen, erfahren Wissenswertes über eine umweltverträgliche und sozial gerechte Lebensweise, gehen auf Spiel- und Entdeckungstouren und haben Spaß am Lagerfeuer. Am Ende der Woche erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Urkunde als Junior Ranger. Das Projekt zielt darauf ab, Mädchen und Jungen zu Botschafterinnen und Botschaftern für ihre Heimat, das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, zu machen, das die UNESCO als Modellregion für Nachhaltigkeit anerkannt hat.

Landesforsten bietet zwei Camps vom 1. bis 5. Juli und vom 8. bis 12. Juli im Haus der Nachhaltigkeit in Trippstadt unter Leitung von Simone Nickel. Das Camp in der zweiten Ferienwoche richtet sich an Fortgeschrittene, also Kinder, die schon Junior Ranger sind. Ebenfalls von Landesforsten wird das Camp vom 5. bis 9. August in Bad Dürkheim an der Pfälzerwaldvereins-Hütte an der Weilach mit Joachim Weirich angeboten. Vom 15. bis 19. Juli leitet Rüdiger Sinn vom Forstamt Haardt auf dem Taubensuhl kleine Entdecker an. Ebenfalls vom 15. bis 19. Juli lädt der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Otterberg  gemeinsam mit dem Forstamt Otterberg auf den Grillplatz „Im Scheckersgraben“ in Mehlbach ein, dort ist Margit Obländer-Zech die Ansprechpartnerin. Von 8. bis 12. Juli und vom 15. bis 19. Juli gibt es Camps im Benjental bei Gimmeldingen mit Natasha-Marie Ehlen vom CVJM Neustadt.

Im Herbst finden die Camps von 7. bis 11. Oktober im CVJM Waldhaus Kirschtal bei Frankenstein und am Naturerlebniszentrum Wappenschmiede in Fischbach bei Dahn statt. Im Kirschtal leitet Melanie Christmann-Koch von der Schutzgemeinschaft deutscher Wald und in Fischbach Theresa Rohrbacher vom Naturerlebniszentrum die Gruppen an. Für beide Camps gibt es auch ein Übernachtungsangebot.

Die Teilnahmegebühr für ein Camp beträgt 99 Euro. Wenn die Herbstcamps mit Übernachtung und Vollpension gebucht werden, kosten sie 199 Euro (Wappenschmiede) beziehungsweise 180  Euro (Kirschtal). Anmeldungen für die Sommer-Camps nimmt ab sofort Micaela Mayer, Bildung für nachhaltige Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in der Geschäftsstelle in Lambrecht, entgegen. Sie gibt auch weitere Informationen zum Projekt und ist unter der Telefonnummer 06325 9552-43 oder per E-Mail an m.mayer@pfaelzerwald.bv-pfalz.de erreichbar.

Das Projekt wird unterstützt vom Land Rheinland-Pfalz.

Schmackhaftes Biosphärenreservat

Gastronomische Partnerbetriebe bieten kulinarische Aktionen

Rund ums Lamm, ums Weiderind, um Pfälzerwald-Köstlichkeiten und ums Glanrind drehen sich die kulinarischen Aktionstage im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Gemeinsam mit seinen gastronomischen Partnerbetrieben lädt es dazu ein, regionale und nachhaltig erzeugte Produkte zu genießen, die mal klassisch und mal innovativ zubereitet werden. Vom 12. bis 26. April geht es los mit den Lammwochen, weiter geht es vom 14. bis 28. Juni mit den Weiderindtagen und vom 13. bis 27. September mit den Pfälzerwald-Wochen. Den herbstlichen Abschluss machen vom 18. Oktober bis 2. November die Glanrindertage.

Das verwendete Fleisch kommt von Tieren, die auf umweltschonende und tierfreundliche Art aufgezogen und gehalten werden. Die Lämmer, Weiderinder  – das sind Galloway-, Aubrac- und Heckrinder  – und Glanrinder grasen auf kräuterreichen Wiesen im Biosphärenreservat oder in umliegenden Regionen. Die Schlachtung behält soweit wie möglich das Wohl der Tiere im Blick, die Transportwege bleiben kurz. All das sorgt für eine günstige Kohlendioxid-Bilanz und garantiert Produkte von besonderer Qualität und Frische.

Weil man die Tiere im Pfälzerwald auch sehr gut als Landschaftspfleger zur Erhaltung offener Weideflächen einsetzen kann, leisten deren Haltung und Vermarktung einen wertvollen Beitrag zum Arten- und Biotopschutz sowie zur Kulturlandschaftspflege im Biosphärenreservat. Im Falle des Glandrinds unterstützen die Aktionstage zudem die Erhaltung dieser relativ seltenen, einst für unsere Region typischen heimischen Rinderrasse. Auch bei den anderen Zutaten wie Wildbret, Pilzen, Kastanien, Beeren und Kräutern stehen Regionalität, Nachhaltigkeit und natürlich der gute Geschmack im Zentrum.

Die kulinarischen Aktionstage werden durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Vielfalt lecker und nachhaltig

Deutsch-französische Biosphären-Bauernmärkte mit Produkten aus Pfälzerwald und Nordvogesen

Zum genüsslichen Schlemmen und gemütlichen Schlendern laden die sieben Bauernmärkte ein, die das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen im Jahr 2019 organisiert. Bei den Märkten präsentieren 40 bis 50 Erzeuger aus der Pfalz, aus Lothringen und aus dem Nordelsass ihre umweltschonend  produzierten Waren wie Schinken, Wurst, Fleisch, Kuhkäse, Ziegenkäse, Saft, Biowein und Sekt, Marmelade und Honig und vieles andere mehr. Die Biosphären-Bauernmärkte finden statt am 7. April in Landstuhl, am 28. April im elsässischen Lembach, am 5. Mai in Neustadt an der Weinstraße, am 18. August in Sippersfeld, am 8. September in Wissembourg, am 29. September in Grünstadt und am 20. Oktober in Kirrweiler.

In Landstuhl, Neustadt und Grünstadt ist gleichzeitig verkaufsoffener Sonntag. Alle Orte sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen; die Märkte finden im Zentrum der Orte statt, so dass sie vom jeweiligen Bahnhof oder von der jeweiligen Bushaltestelle gut zu Fuß erreichbar sind.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und bei Einheimischen wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu werben. Denn so können die Verbraucherinnen und Verbraucher direkt dazu beitragen, dass die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats erhalten bleibt und keine langen Transportwege entstehen.

Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.