Gesund, lecker und gut für unsere Natur: regionales Obst

Ran ans Obst – Aktionen für Groß und Klein im und am Biosphärenhaus (Foto: Biosphärenhaus)

Selbstgemachte Gummibärchen, Infos und spannende Aktionen beim Biosphärenhaus

Ob von der Streuobstwiese, aus dem eigenen Garten oder direkt aus der Natur – regionales Obst ist lecker, gesund und zudem auch meist noch günstig. Wie mit ein wenig Know-How aus Obst auch leckere Speisen und Getränke entstehen können und was das auch noch mit Natur- und Artenschutz zu tun hat, darum geht es beim Obst-Mitmachtag am Samstag, 19. Oktober, im und um das Biosphärenhaus in Fischbach bei Dahn. Das Biosphärenhaus und das Projekt „LIFE Biocorridors“ des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen gestalten das Programm gemeinsam. Von 10 bis 16 Uhr können große und kleine Besucherinnen und Besucher selbst Gummibärchen herstellen, Apfelsaft pressen oder Tees mit selbstgepflückten Kräutern aus dem Garten des Biosphärenhauses brühen. Streuobstwiesen und Gärten haben neben dem kulinarischen Wert auch eine wichtige Funktion für den Erhalt und die Förderung unserer regionalen Artenvielalt. Ein Vortrag, der um 14 Uhr im Bürgersaal des Biosphärenhauses stattfindet, informiert darüber, welche Tiere rund um Obstbäume zu finden sind und wie man sie unterstützen kann.

Eine Anmeldung zum Obst-Mitmachtag ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos!

„Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ in der aktuellen Ausgabe der VielPfalz

In der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe des VielPfalz-Magazins zum Projekt „Neue Hirtenwege“ erzählen Schäferinnen und Schäfer, warum sie ihr Leben trotz aller Widrigkeiten ihren Tieren widmen und wie dieses Leben aussieht.

Das „chance.natur“-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen hat zum Ziel, für die Artenvielfalt wertvolle Offenlandbiotope im Pfälzerwald zu schaffen, zu schützen und zu pflegen.

Die VielPfalz-Ausgabe 5/2019 ist ab dem 12. Oktober im Handel. Die VielPfalz gibt es am Kiosk, im Onlineshop und als Abo.

Umweltschonend hergestellte Qualitätsprodukte aus der Region

Nachhaltig und regional: Tomatenvielfalt (Foto: Biosphärenreservat)

Deutsch-französischer Biosphären-Bauernmarkt in Kirrweiler mit Angeboten für die ganze Familie

In Kirrweiler klingt am Sonntag, 20. Oktober, von 11 bis 18 Uhr die Saison der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte aus. Im hübschen Ortskern des Weindorfs bieten 60 Marktbeschicker – darunter Landwirtinnen, Imker, Winzerinnen, Kunsthandwerker, Regionalladen-Besitzerinnen und Wildbret-Vermarkter –  ihre umweltschonend produzierten Qualitätsprodukte aus dem Pfälz

erwald und den Nordvogesen an. Neben Edlem in flüssiger Form wie Biowein und -sekt, Likören und Säften sowie Ölen und Essigen, gibt es Herzhaftes wie Schinken, Wurst und Fleisch von Lamm, Wild und Pferd sowie Kuh- und Ziegenkäse, Süßes wie Honig, Marmelade und Kompott, genauso wie Obst, Gemüse und Teigwaren. Um 11.30 Uhr wird der Markt an dem Platz an der Ecke Hauptstraße/Kirchstraße offiziell eröffnet.

Kinder und Erwachsene sind zum Mitmachen am Kochbus eingeladen. Unter dem Motto „Rheinland-Pfalz isst besser“ geht es hier auf anschauliche und leckere Weise um bewusste und gesunde Ernährung, unter anderem werden Kartoffelsuppe und herzhafte Muffins zubereitet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Biosphärenreservats stehen zudem mit allerhand Informationen zu den Projekten bereit, mit denen das Biosphärenreservat die nachhaltige Entwicklung der Region fördert. Mehrere Künstlerinnen und Künstler verleihen mit Gesang, Gitarren-, Akkordeon- und Geigenklängen dem bunten Martktreiben musikalischen Schwung. Ganz gemütlich lässt es sich nach Kirrweiler auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, zum Beispiel mit der Regionalbahn aus der Richtung Landau oder Neustadt.

Ziel der deutsch-französischen Biosphären-Bauernmärkte ist es, die Landwirtschaft in der Region zu stärken und bei Einheimischen wie Gästen für den Kauf von umweltschonend erzeugten Produkten zu werben. Durch ihren Einkauf bei den Bauernmärkten können Verbraucherinnen und Verbraucher direkt dazu beitragen, dass keine langen Transportwege entstehen und die einzigartige Kulturlandschaft des Biosphärenreservats erhalten bleibt. Weitere Informationen unter www.pfaelzerwald.de/bauernmaerkte. Die Biosphären-Bauernmärkte werden unterstützt durch das Land Rheinland-Pfalz.

Einstieg in die Astronomie für Landschaftsführer, Waldpädagoginnen und Gästeführer

Bildungsveranstaltung des Sternenpark-Projekts im Haus der Nachhaltigkeit

„Eine Reise zu den Sternen“ lautet der Titel einer Veranstaltung aus dem Projekt „Sternenpark Pfälzerwald“, die sich an Natur- und Landschaftsführerinnen, Biosphären-Guides, Waldpädagogen und Gästeführerinnen richtet. Am Donnerstag, 31. Oktober, ab 16.30 Uhr möchten die Projektbeteiligten im Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz den Gästen die Welt der Astronomie näher bringen. Dafür gibt es theoretische und praktische Teile.

Zunächst gibt die Direktorin des Biosphärenreservats, Dr. Friedericke Weber, eine Einführung, in der sie etwa aufzeigt, inwiefern sich der Pfälzerwald als Standort für das Sternenpark-Projekt eignet. Danach stellt die Projektkoordinatorin, Sarah Köngeter, das Projekt vor und verrät, wo die besten Sternenbeobachtungspunkte im Pfälzerwald liegen, die künftig möglicherweise als Ausgangsorte für Sternwanderungen und Nachtführungen dienen könnten, und was bei der Sternenbeobachtung beachtet werden muss. Dr. Rolf Schad vom Naturwissenschaftlichen Verein zu Zweibrücken gibt dann eine theoretische Orientierung am Firmament und beantwortet beispielsweise folgende Fragen: Welche Sternbilder gibt es im Sommer und Herbst und was sind zirkumpolare Sternbilder? Welche Hilfsmittel gibt es für die Sternenbeobachtung und welche Geschichten ranken sich um die Sterne?

Nach einer Pause und einer World-Café-Übung, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst kreativ werden können, geht es für Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer noch weiter: Um das Haus der Nachhaltigkeit herum können sie bei entsprechender Witterung ab 20.30 Uhr gemeinsam mit Dr. Rudolf Schad sowie Michael Quartz und Dr. Christian Anders vom Astronomieverein SAGA die noch recht natürliche Dunkelheit genießen und mit dem bloßen Auge, dem Feldstecher oder dem Teleskop den Blick über unzählige Sterne, die Plejaden und vielleicht auch bis zur Andromedagalaxie schweifen lassen. Dafür sollten, soweit vorhanden, Ferngläser und gegebenenfalls Strandstühle mitgebracht werden. Die Astronomieexperten empfehlen das Herunterladen der kostenfreien App „Celestron Sky Portal“.

Die Veranstaltung wird im Zertifikat Waldpädagogik als Weiterbildung anerkannt. Um Anmeldung zur Veranstaltung bis Donnerstag, 10. Oktober, beim Biosphärenreservat Pfälzerwald (06325 9552-15, s.koengeter@pfaelzerwald.bv-pfalz.de) wird gebeten. Zu der Veranstaltung laden der Bezirksverband Pfalz als Träger des Biosphärenreservats Pfälzerwald und Landesforsten Rheinland-Pfalz gemeinsam ein. Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz (vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) gefördert.

Gärten für die Artenvielfalt prämiert

Preisverleihung im grenzüberschreitenden Projekt des Biosphärenreservats

Zum deutsch-französischen Projekt „Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen gehört unter anderem ein Wettbewerb für Hobby-Gärtnerinnen, für den kürzlich die Preise vergeben wurden. Prämiert wurden die besten zehn Gärten aus über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich über Sachpreise und eine Plakette für den Gartenzaun freuten. Den ersten Platz belegte Dr. Markus Setzepfand aus Sippersfeld im Norden des Pfälzerwalds. Weitere Preise gingen an Klaus Müller aus Landau-Nußdorf, Jeannine Fenninger aus La-Petite-Pierre, Déborah Babilon aus Obersteinbach, Karl-Heinz Schmitt aus Trippstadt, Audrey Guillaume aus Weislingen, Geneviève Huser aus Lohr, Elisabeth Franck aus Drachenbronn, Gerhard Falke aus Lindenberg, Martha Hüsgen-Adler aus Pirmasens und Jean-Georges Froelich aus Reichshoffen.

Der Wettbewerb soll Gartenbesitzerinnen und -besitzer darauf aufmerksam machen, wie viel Potential der eigene Garten für die Artenvielfalt birgt, und dazu ermutigen, sich dafür zu engagieren, diese hier zu fördern. Die Bewerberinnen und Bewerber wurden zunächst von einem Fachmann besucht, der bei einer genauen Sichtung die vorhandenen Biotope und die Wirtschaftsweise im Garten eingeschätzt und Listen der gesichteten Pflanzen- und Tierarten angelegt hat. Aus den hinsichtlich der Biodiversität zehn interessantesten Gärten in der Pfalz und in den Nordvogesen wählte eine siebenköpfige Fachjury dann den Gewinner-Garten. Die Preisverleihung, an der über 70 deutsche und französische Gäste teilgenommen haben, fand im „Jardin Hymenoptera“ von Sébastien Heim im elsässischen Obersteinbach statt.

In dieser Saison geht das Veranstaltungsprogramm des Projekts „Gärten für die Artenvielfalt“ auf der deutschen Seite mit einem Treffen im offenen Garten des Vereins „NaturGestalten im Wasgau“ in Fischbach bei Dahn am 4. Oktober zu Ende. Von 16.00 bis 18 Uhr geht es um den Einstieg in die Selbstversorgung (Anmeldung bei Susanne Maurer, info@naturgestalten.org, Telefon 0160 6628717). Mit dem Wettbewerb wie mit den anderen Bausteinen des Projekts fördert das Biosphärenreservat in den unbebauten Flächen von Städten und Dörfern den Schutz der Artenvielfalt im Alltag. Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ wird durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz sowie mit Mitteln aus dem Interreg V A-Projekt „NOE / NOAH“ gefördert.

Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz

Nachhaltigkeit zum Mitmachen und Anfassen – Bewerbung für Kommunen startet jetzt

„Nachhaltigkeit ist eines der Gebote unserer Zeit. Wir müssen es vermeiden, in der uns geschenkten Lebenszeit Ressourcen so zu verbrauchen, dass nachkommende Generationen keine Grundlage für ein gutes Leben mehr haben. Vor Ort in den Kommunen können wir den globalen Herausforderungen gut begegnen. Wenn viele Menschen viele kleine Schritte gehen, können wir Großes erreichen und einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten“, so der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder bei der Informationsveranstaltung zum Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald möchte mithilfe des Projekts gemeinsam mit insgesamt bis zu acht Orts- beziehungsweise Verbandsgemeinden und Städten innerhalb des Großschutzgebiets kommunale Nachhaltigkeitsstrategien mit konkreten Aktionsplänen entwickeln. Diese beziehen sich auf die Agenda 2030 mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen.

Dr. Till Winkelmann, Projektleiter der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, zeigte in seinem Beitrag auf, welche Bedeutung die Agenda 2030 durch ihre lokale Verortung für Kommunen in Deutschland hat: „In den letzten Monaten waren die Auswirkungen des Klimawandels und Flucht und Migration die bestimmenden Themen in den Medien. Mehr denn je wird uns Menschen bewusst, dass es dringend Maßnahmen auf allen Ebenen bedarf, um eine gerechte und zukunftsfähige Welt zu erhalten. Mit der Agenda 2030 liegt genau dafür bereits ein umfangreicher Zielkatalog vor. Die Umsetzung vor Ort muss vor allem auch von den Landkreisen, Städten und Gemeinden geleistet werden.“ Mit ihren Angeboten zur Global Nachhaltigen Kommune unterstütze die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt die Kommunen in der Modellregion Pfälzerwald, erklärte Winkelmann.

Thomas Debrand von der Wirtschaftsförderung in St. Ingbert berichtete über das dortige kommunale Nachhaltigkeitsmanagement. Wie 12 weitere Kommunen im Saarland arbeitet St. Ingbert im Projekt „Global Nachhaltige Kommunen Saarland“ an der nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene, die sich in das internationale Rahmenwerk einfügt und dieses vor Ort spürbar werden lässt. In Rheinland-Pfalz wird durch das jetzt begonnene SDG-Projekt mit dem Biosphärenreservat erstmals eine ganze Region in den Blick genommen.

Die Bewerbungsphase für das Projekt läuft ab jetzt bis Ende Oktober 2019. Die beteiligten Kommunen entwickeln bis 2021 mit fachlicher Begleitung gemeinsam mit dem Biosphärenreservat Pfälzerwald ihre Nachhaltigkeitsstrategien und Aktionspläne. Neben den SDGs der Vereinten Nationen bilden die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz Grundlagen. Ziel ist es, innerhalb der ökologischen Grenzen regionales Leben und Wirtschaften im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit zu gestalten. Die Informationsveranstaltung richtete sich insbesondere an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Personen in den Kommunen des Biosphärenreservats Pfälzerwald wie auch an Interessierte aus Wirtschaft, Verbänden und Institutionen. Informationen zum Projekt, zu dessen Ablauf und Durchführung sowie die für die Bewerbung erforderlichen Unterlagen gibt es zum Download auf der Website des Projekts unter www.pfaelzerwald.de/sdg-modellregion.

Engagement Global mit ihrer Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt fördert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das Projekt im Pfälzerwald. Das Umweltministerium, das Wirtschaftsministerium sowie das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz unterstützen ebenfalls das Vorhaben. Projektträger ist der Bezirksverband Pfalz als Träger des Biosphärenreservats Pfälzerwald.

Der Verlust der Dunkelheit – neu beleuchtet

Teilnahme am Video-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler noch bis 30. November möglich

Noch bis 30. November können Schulklassen am Videowettbewerb im Projekt Sternenpark Pfälzerwald“ teilnehmen. Unter dem Titel „Der Verlust der Dunkelheit – neu beleuchtet“ sind maximal fünfminütige Videobeiträge unterschiedlichster Formen rund um das Thema Lichtverschmutzung herzlich willkommen. An dem Wettbewerb, den das Biosphärenreservat Pfälzerwald in Kooperation mit dem Biosphärenhaus in Fischbach und dem Klimaschutz-Projekt ZENAPA veranstaltet, können Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klassen teilnehmen, deren Schulen in den Landkreisen der LAG Pfälzerwald Plus (Südwestpfalz, Kaiserslautern, Südliche Weinstraße, Bad Dürkheim) und dem Biosphärenreservat Pfälzerwald liegen – egal, ob im gesamten Klassenverband, als einzelne Gruppe oder als AG. Durch die direkte Auseinandersetzung mit dem Verlust der natürlichen Dunkelheit sollen die jungen Leute so für das wichtige Thema und seine schwerwiegenden Folgen sensibilisiert werden.

Für den Wettbewerb gibt es lediglich einige inhaltliche Vorgaben; so soll das Video die Frage beantworten, was es mit der Lichtverschmutzung auf sich hat und wie diese sich auf uns Menschen beziehungsweise die Schülerinnen und Schüler persönlich auswirkt. Wie diese Themen im Video verarbeitet werden, ob beispielsweise als Theaterstück, Comic, Poetry Slam oder Song, ist den Schülern und Schülerinnen vollkommen freigestellt. Die Frist für die Abgabe des Videobeitrags ist der 8. September – genug Zeit, um kreativ zu werden und am Ende einen der drei Preise abzustauben: Zu gewinnen gibt es erstens einen Besuch im Planetarium Mannheim, zweitens eine Führung mit einem beziehungsweise einer Biosphären-Guide und drittens eine Sternkarte und ein Astronomiebuch.

Neben den Preisen für die ersten drei Plätze werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Urkunden ausgezeichnet. Um die Gewinnerinnen und Gewinner zu ermitteln, gibt es zunächst Punkte für die meisten Likes der Videos auf Facebook und Instagram des Bezirksverbands Pfalz als Träger des Projekts Sternenpark Pfälzerwald. In der zweiten Etappe wird ein fünf- bis sechsköpfiges Jury-Team, bestehend aus den Veranstaltern des Wettbewerbs und zwei Junior-Rangern, die Videos bewerten. Die Bewertung findet bei einer offiziellen Siegerehrung im Biosphärenhaus in Fischbach im Oktober statt. Der genaue Termin wird den Schülerinnen und Schülern bei Beitragseinreichung mitgeteilt.

Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz (vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau) gefördert.

Weitere Infos zum Thema gibt es unter www.pfaelzerwald.de/sternenpark und bei Sarah Köngeter unter der Telefonnummer 06325 9552-15 oder per E-Mail an s.koengeter@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Mit den Biosphären-Guides unterwegs

Informative und kurzweilige Touren im Biosphärenreservat

Mit ausgewiesenen und zertifizierten Kennerinnen und Kennern des Biosphärenreservats unterwegs: Führung mit einer Biosphären-Guide im Breitenbach-Tal bei Appenthal (Foto: Biosphärenreservat/frei)

Urwald erkunden, durch die Zeit reisen, entdecken, wo sich Weide, Wald und Wein küssen, sich auf die Spuren Max Slevogts begeben oder mehr über die drei Musketiere des Waldes in Zeiten des Klimawandels erfahren – das und vieles andere können Pfälzerwald-Liebhaber und -Interessentinnen mit den Biosphären-Guides des Biosphärenreservats Pfälzerwald. 22 Personen, die alle bereits Natur- und Landschaftsführer für verschiedene Gebiete des Pfälzerwalds waren, haben sich in 48 Unterrichtsstunden in Form von Lerneinheiten und Exkursionen noch intensiver mit den Landschafts- und Naturräumen sowie mit der Funktion des Biosphärenreservats als Modellregion der UNESCO für nachhaltige Entwicklung beschäftigt und sich als Biosphären-Guide qualifiziert.

Schon am kommenden Samstag, 11. Mai, gibt es das nächste Angebot: Von 13 bis 16.30 Uhr führt Andrea Frech unter dem Titel „Wo sich Wald, Wein und Wald küssen“ zum Beweidungsprojekt am Wingertsberg bei Gräfenhausen nördlich von Annweiler. Wie Eiche, Fichte und Kastanie dem Klimawandel trotzen, kann man am Sonntag, 19. Mai, bei einer dreieinhalbstündigen Tour mit Heidrun Knoch erfahren. Die Tour mit dem Titel „Die drei Musketiere“ startet um 13.30 Uhr in Blankenborn.

Auf die Spuren Max Slevogts können sich die Teilnehmerinnen der Naturführung am Sonntag, 26. Mai, begeben, wenn Andrea Frech bei einer jeweils zweieinhalbstündigen Naturwanderung über den Slevogtwanderweg um Leinsweiler hinauf zur Ruine Neukastel führt. An Christi Himmelfahrt, 30. Mai, und am Freitag, 21. Juni, führt Ute Seitz jeweils von 14 bis 17.30 Uhr ihre Gäste auf Entdeckungstour vorbei an Eseln, Ziegen und Heckrindern entlang des Beweidungsgebiets bei Gräfenhausen.

Anmeldungen zu den Führungen nimmt Antje van Look, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Biosphärenreservat, unter der Telefonnummer 06325 1800-241 oder per E-Mail an a.vanlook@pfaelzerwald.bv-pfalz.de entgegen. Informationen zu allen Guides und deren Führungsangebot sind auf der Website des Biosphärenreservats unter www.pfaelzerwald.de/biosphaeren-guides beziehungsweise unter www.pfaelzerwald.de/termine verfügbar.

Die Biosphären-Guides bieten kenntnisreiche und kurzweilige Führungen und helfen so, dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Gesicht und Stimme zu geben. Sie bringen Gästen wie Einheimischen dessen Schönheit, Einzigartigkeit und Vielfalt näher und vermitteln gleichzeitig Zielsetzung und Auftrag des Schutzgebiets. Die Biosphären-Guides leisten einen Beitrag zu einem attraktiven Bildungsangebot, zur Gästebetreuung im Biosphärenreservat und zu dessen sanfter naturtouristischer Entwicklung. Die Ausbildung wurde vom Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in Zusammenarbeit mit Landesforsten Rheinland-Pfalz und der RegioAkademie angeboten. Die Qualifizierung wurde durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

Kartiererinnen und Kartierer für die „Neuen Hirtenwege im Pfälzerwald“ im Einsatz

Arbeiten für den Pflege- und Entwicklungsplan des Naturschutzgroßprojekts in Gang

Soll durch das „chance.natur“-Projekt gefördert werden: Die Wanderschäferei im Pfälzerwald, hier eine Schafherde bei Dahn (Fotos: Biosphärenreservat/frei)

Wenn Personen mit auffällig neugierigem Verhalten durch Wald und Flur streifen, muss dies nicht unbedingt ein Grund zur Beunruhigung sein: Im Rahmen des bundesgeförderten Naturschutzgroßprojekts „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ sind seit kurzer Zeit Kartierungsarbeiten in Gang. Bis Ende der Vegetationsperiode 2019 sind in 20 Verbandsgemeinden mit Flächen, die zum Projektgebiet gehören, Kartierer unterwegs. Kartiererinnen und Kartierer, die im Auftrag des Instituts für Umweltstudien – IUS Weibel & Ness GmbH & Co. KG  für das Biosphärenreservats Pfälzerwald im Einsatz sind, können dafür zu allen Tag- und Nachtzeiten (z. B. aufgrund der Kartierung von Fledermäusen) im Gelände sein.

Die beauftragten Personen sind größtenteils Biologinnen und Biologen, die auf bestimmte Artengruppen wie Vögel, Amphibien, Insekten, Reptilien, Fledermäuse oder Orchideen spezialisiert sind. Sie erfassen wichtige Daten zur Flora und Fauna im Projektgebiet. Die Daten bieten die Grundlage für den Pflege- und Entwicklungsplan. Er ist ein Herzstück des Projekts 1, denn auf Basis des vorgefundenen Status Quo werden dann Maßnahmen zur Biotopersteinrichtung, -aufwertung, oder -entwicklung geplant, die in Projekt 2 durchgeführt werden sollen. Diese richten sich nach den naturschutzfachlichen Zielen des Projekts und widmen sich unter anderem besonders schützenswerten Arten wie der Schlingnatter, dem Wiedehopf und den Bläulingen (einer Familie der Schmetterlinge) sowie Biotoptypen wie Trockenmauern und den dort heimischen seltenen Pflanzenarten.

Mit dem Naturschutzgroßprojekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ macht sich das Biosphärenreservat für die einzigartige Natur und Kulturlandschaft des Gebiets stark. Besonders die Wiesen und Weiden im Pfälzerwald sind wertvolle Lebensräume für seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Wird die Nutzung dieser Offenlandbiotope aufgegeben oder findet eine Übernutzung statt, verschwinden die teilweise stark gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Das Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ will vor dem Hintergrund eines dramatischen Rückgangs der Artenvielfalt hier gegensteuern, indem es die Wanderschäferei fördert und dort reaktiviert, wo sie zurückgegangen ist. In den Teilregionen, in denen es keine Wanderschäfer mehr gibt, wird man auf lokale Beweiderinnen und Beweider zur Biotoppflege zurückgreifen. Die Beweidung mit Schafen und Ziegen pflegt nicht nur das Offenland; über ihr Fell transportieren die Tiere unzählige Samen, aber auch zum Beispiel Heuschrecken oder Schnecken und fördern so die Vernetzung von isoliert liegenden Biotopflächen und Populationen. Nicht zuletzt soll durch das Projekt mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung die Entwicklung einer attraktiven Kulturlandschaft mit einem hohen Erholungswert für die Besucherinnen und Besucher sowie Bewohnerinnen und Bewohner des Pfälzerwalds gefördert werden.

Im derzeit laufenden Projekt 1 (Planungsphase) wird eine Pflege- und Entwicklungsplanung – begleitet von umfangreichen faunistischen und floristischen Kartierungen – durchgeführt. Darin werden die Ziele und Maßnahmen auf den Projektflächen definiert. Daran schließt sich das auf zehn Jahre ausgelegte Projekt 2 (Umsetzungsphase) an, bei der die Maßnahmen über das geplante, etwa 8.500 Hektar große Fördergebiet, das über die Grünlandgebiete vom Wasgau zum Haardtrand bis nach Grünstadt reicht, umgesetzt werden. Für das gesamte Vorhaben ist eine Laufzeit bis zum Jahr 2030 vorgesehen, während der in biotopersteinrichtende Maßnahmen, in die Streuobstpflege, den Trockenmauerbau, die Beweidungsinfrastruktur und vieles mehr investiert werden soll.

Das Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ wird beim Biosphärenreservat Pfälzerwald umgesetzt, Projektträger ist der Bezirksverband Pfalz. Die Förderung des Vorhabens erfolgt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie durch das Land Rheinland-Pfalz.

Die Verbandsgemeinden

In folgenden Verbandsgemeinden gibt es Flächen, die zum Projektgebiet gehören; hier sind bis Herbst 2019 Kartiererinnen und Kartierer unterwegs:

  • Bad Dürkheim
  • Deidesheim
  • Freinsheim
  • Grünstadt
  • Grünstadt-Land
  • Hettenleidelheim
  • Lambrecht
  • Wachenheim
  • Enkenbach-Alsenborn
  • Neustadt
  • Maikammer
  • Edenkoben
  • Landau
  • Landau-Land
  • Annweiler
  • Bad Bergzabern
  • Dahner Felsenland
  • Hauenstein
  • Pirmasens-Land
  • Rodalben