Soziale Arbeit trifft nachhaltiges Handwerk

Inklusionsbetrieb Adrete erhält Zertifikat als Biosphären-Partnerbetrieb

Die Adrete gGmbH in Merzalben ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das sich für die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Roger Stadler und Jochen Weber bieten in ihrer Werkstatt aktuell sechs Beschäftigten eine Arbeitsstelle in den Bereichen Holzverarbeitung, Montage und Verpackung. „Wir befinden uns noch im Aufbau“ sagt Jochen Weber „Langfristig können zwölf Personen hier eine Stelle finden.“ Zudem sind im Betrieb drei Angestellte tätig, die sich um interne Organisation und Aufläufe kümmern. „Damit haben wir einen außerordentlich guten Betreuungsschlüssen, der es uns ermöglich individuell auf die Eignung der Beschäftigten einzugehen,“ erklärt Weber. Seit dem Jahr 2023 hat Adrete die Zulassung als anerkannter „Anderer Leistungsanbieter gemäß § 60 SGB IX. im Bereich Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)“. Was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach, so Roger Stadler: „Das bedeutet, dass wir Menschen mit Behinderung einen alternativen Arbeitsplatz und soziale Teilhabe anbieten können. Durch einen offenen Austausch stärken wir das Gemeinschaftsgefühl und verbinden Bildung, Selbstbestimmtheit und berufliche Förderung.“

Im konkreten Arbeitsalltag sieht das so aus, dass jeder Tag mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt. „Dabei besprechen wir, was es an diesem Tag zu tun gibt und wer welche Tätigkeit übernimmt,“ sagt Stadler während er durch den Werkstattraum führt. Hier entstehen Wildbienenhotels, modulare Vogelhäuschen, die sich durch den Austausch eines einzigen Elements in eine Futterstation verwandeln lassen oder individualisierte Schlüsselanhänger. Das verarbeitete Holz stammt aus nachhaltigem, regionalem Anbau. „Um langfristig erfolgreich zu sein, legen wir Wert auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen. So können wir ökologisch und ökonomisch verantwortlich agieren und nachhaltiges Handwerk anbieten“, erklärt Stadler. Als Partnerbetrieb im Biosphärennetzwerk will er diesen Aspekt des Unternehmens unterstreichen. Die nachhaltige Produktpalette sei jederzeit erweiterbar, betont er. Sie richtet sich nach den Wünschen der Kundinnen und Kunden. Dabei seien sowohl Einzelanfertigungen wie Kleinserien möglich.

Wer das Unternehmen kennenlernen möchte, kann in Merzalben direkt in der Werkstatt einkaufen oder Bestellungen aufgeben. Wer einen inklusiven Arbeitsplatz sucht, kann einen Schnuppertag buchen, um die Arbeitsweise und das Miteinander im Betrieb kennenzulernen. Detaillierte Informationen zu Terminvereinbarungen, Leitbild und Produkten gibt es unter www.adrete.de

Die Partnerbetriebe des Biosphärenreservats werden bundesweit nach einheitlichen Qualitäts- und Umweltstandards zertifiziert. Sie verbindet das gemeinsame Anliegen, sich für eine nachhaltige Entwicklung in ihrer Region zu engagieren. Bisher haben sich rund 70 Betriebe aus unterschiedlichen Branchen dem Netzwerk angeschlossen. Wer Wert auf nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen legt, findet einen Überblick der Biosphären-Partnerbetriebe online unter www.pfaelzerwald.de/partner-biosphaerenreservat.

Das Partnernetzwerk wird über das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

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Biosphärenreservats-Direktorin Dr. Friedericke Stakelbeck (2.v.l.) überreicht das Partnerschild an das Team von Adrete in Merzalben. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Franziska Keller

Ein Heim für alte Nutztierrassen Arche-Hof schließt sich Biosphären-Partnernetzwerk an

Im Arche-Hof am Rosenberg leben vom Aussterben bedrohte Nutztier-Rassen. Brillenschafe, Tauernschecken-Ziegen, Glan-Rinder und Sundheimer-Hühner haben hier ein Zuhause. Gleichzeitig setzt sich der Arche-Hof für den Schutz der Kulturlandschaft ein, die in Waldfischbach-Burgalben durch Wiesen und Weiden geprägt ist. „Unsere Tiere leisten einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege: Sie schützen die offenen und artenreichen Flächen davor, von Hecken und Gebüsch überwuchert zu werden,“ erklärt Irene Schwarz von der franziskanischen Gemeinschaft „Schöpfung bewahren“. Die kleine Gruppe bewirtschaftet den Hof zusammen mit Jürgen Edrich aus Hermersberg. „Ein weiterer Schwerpunkt für uns ist die Naturpädagogik. Wir fördern die Interaktionen mit Tieren – zum Beispiel für Menschen mit Beeinträchtigungen oder bei tiergestützten Interventionen durch Therapeuten. Außerdem gehören Spaziergänge mit Ziegen und Ziegenführerscheine für Kinder zu unseren Angeboten“, führt Irene Schwarz aus. Der Arche-Hof ist ein von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) anerkanntes Projekt.

Aufgrund seines umfassenden Engagements hat sich der Arche-Hof nun auch als Partner-Betrieb des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen zertifiziert. Damit gehört er zu einem Netzwerk aus rund 70 Betrieben verschiedenster Branchen, die sich vor allem hinsichtlich Nachhaltigkeit und Qualität sowie Regionalität der Produkte und Dienstleistungen auszeichnen. Biosphärenreservats-Direktorin, Dr. Friedericke Stakelbeck, überreichte das offizielle Partnerschild vor Ort in Waldfischbach-Burgalben. Irene Schwarz erhofft sich von der künftigen Zusammenarbeit im Netzwerk Synergie-Effekte: „Unser Hof liegt mitten im Biosphärenreservat. Da war es naheliegend uns als Partner zu bewerben, um künftig noch breiter über die Arche-Projekte zu informieren und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“

Besucherinnen und Besuchern steht der Arche-Hof offen – Termine können unter der Telefon-Nummer 0172 6 42 85 51 vereinbart werden. Außerdem sind Vertreterinnen und Vertreter des Hofs auf regionalen Märkten anzutreffen. Mit dem Verkauf von Filzartikeln und Düngepellets aus Brillenschafwolle trägt die Gruppe zum Unterhalt der Einrichtung bei. „Gewinn will und kann hier niemand erzielen, die Helferinnen und Helfer arbeiten alle ehrenamtlich“, betont Irene Schwarz.

Weitere Infos zum Arche-Hof unter www.brillenschafe.beepworld.de. Hintergründe zum Partnernetzwerk und zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen unter www.pfaelzerwald.de

Das Partnernetzwerk wird durch das Land Rheinland-Pfalz unterstützt.

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Biosphärenreservats-Direktorin Dr. Friedericke Stakelbeck (r.) überreicht das Partnerschild an Irene und Karlheinz Schwarz auf dem Arche-Hof in Waldfischbach-Burgalben. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Franziska Keller

Auf in den Frühling! Kreative Workshops zum Saisonstart in der Biosphären-Akademie – Termine im März

Ob Vogelkonzert, Miniatur-Gewässer oder Outdoor-Abenteuer – in der Biosphären-Akademie in Lambrecht gibt es viel zu Entdecken und Auszuprobieren. Naturerlebnis und Nachhaltig gehen hier Hand in Hand! Der Biosphären-Kalender unter www.pfaelzerwald.de/termine zeigt alle Termine und Informationen im Überblick. Anmeldungen sind per Mail an anmeldung@pfaelzerwald.bv-pfalz.de erbeten.

Mini-Teiche für Balkon und Garten
Samstag, 28. März, 14-17 Uhr
Es muss nicht immer ein Gartenteich sein! In Zusammenarbeit mit dem NABU Neustadt/ Weinstraße zeigt der Kurs in der Biosphären-Akademie wie aus einem einfachen Bau-Eimer ein schöner und nützlicher Miniteich entsteht. Dieses Kleingewässer für Balkon oder Garten liefert Vögeln und Insekten Wasser, um im Sommer zu überleben. Das Angebot richtet sich an Erwachsene. Anmeldeschluss ist am 22. März.

Vogelstimmen-Spaziergang
Sonntag, 29. März, 7-10 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem NABU Neustadt/Weinstraße lädt die Biosphären-Akademie Familien mit Kindern ab zehn Jahren und Erwachsene zu einer Expedition unter dem Titel „Vögel im Garten und auf der Streuobstwiese“ ein. Neben Informationen zu heimischen Vogelarten erhalten die Teilnehmenden Tipps, wie Sie Wildvögel im eigenen Garten unterstützen können. Anmeldeschluss ist der 23. März.

Feuer machen – ohne Streichhölzer
Sonntag, 29. März, 14-17 Uhr
Mit modernen Hilfsmitteln, wie Feuerzeugen oder Streichhölzern ist ein Feuer schnell in Gang gebracht. Aber wie haben das die Menschen früher gemacht? Familien mit Kindern ab sechs Jahren und Erwachsene sind dazu eingeladen, sich mit Feuerstein, Feuerstahl und „Feuerbohrer“ auszuprobieren – in Vorbereitung auf das nächste Outdoor-Event ohne Feuerzeug. Anmeldeschluss ist der 23. März.

Weitere Informationen zu Kosten und Programm auf der Website des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen unter https://www.pfaelzerwald.de/termine/kategorie/biosphaerenakademie/
oder telefonisch unter der Nummer 06325 9552-45.

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Die Biosphärenakademie zeigt, wie man Feuer ohne moderne Hilfsmittel entfacht.
Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Uli Diehl

Genuss aus der Region

Kulinarische Wochen bei den Biosphären-Partnerbetrieben

Die kulinarischen Wochen im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen rücken Spezialitäten in den Mittelpunkt, die aus regionalen Produkten frisch zubereitet werden. Damit stehen sie ebenso für besonderen Genuss wie für Nachhaltigkeit. Traditionell starten die kulinarischen Wochen in der Osterzeit. Vom 27. März bis 12. April bieten sechs ausgewählte Restaurants aus dem Partnernetzwerk Lammgerichte in verschiedenen Variationen an. Mit dabei sind das Restaurant Seehaus Forelle am Eiswoog bei Ramsen, der Pfälzer Hof in Edenkoben, das Restaurant 7 Raben im Jägerthal bei Bad Dürkheim, das Hotel-Restaurant Fröhlich in Kaiserslautern, das Restaurant Ritterhof zur Rose in Burrweiler und das Gasthaus Müllers Lust in Hofstätten.

Das Lammfleisch stammt von Schäfereibetrieben aus der Region. Eine umweltschonende Aufzucht der Lämmer auf kräuterreichen Wiesen im Pfälzerwald sowie kurze Transportwege und eine Schlachtung, die das Wohl der Tiere im Blick behält, garantieren ein Fleisch von besonderer Qualität und Frische, das sich durch eine günstige Kohlendioxid-Bilanz auszeichnet.

Die Schäferinnen und Schäfer beweiden mit ihren Herden Talwiesen und offene Flächen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz und Erhalt der Kulturlandschaft im Biosphärenreservat. Hier schließt sich der Kreis zum chance.natur-Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“, dessen Ziel es ist, mithilfe ziehender Herden Offenlandbereiche, in denen viele teilweise stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten eine Heimat haben, zu erhalten.

Weitere kulinarische Aktionen

Rund um das Fleisch von Weiderindern wie Galloway-, Heck- oder Glanrindern sowie um weitere Produkte aus dem Pfälzerwald wie Wild, Kräuter und Beeren drehen sich die kulinarischen Aktionswochen im Juni, im September und im Oktober. Auch hier arbeitet das Biosphären-Team mit gastronomischen Partnerbetrieben des Biosphärenreservats zusammen.

Koordiniert werden die kulinarischen Wochen durch die Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen in Lambrecht. Diese Aktion wird vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz finanziell unterstützt.

Alle Infos zu den kulinarischen Aktionswochen des Biosphärenreservats Pfälzerwald unter www.pfaelzerwald.de/termine oder www.pfaelzerwald.de/kulinarische-aktionstage/

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Tragen wesentlich zum Erhalt der Kulturlandschaft und zum Naturschutz im Biosphärenreservat Pfälzerwald bei: weidende Schafherden. Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Foto: Norman Krauß

Biosphären-Bastel-Nachmittage 2026

Neue Veranstaltungsreihe in Lambrecht ab dem 9. Januar

Die Biosphärenakademie startet mit einer neuen Workshop-Reihe für Kinder ab sechs Jahren ins neue Jahr: Ab dem 9. Januar bis zum 27. Februar öffnen sich freitags, jeweils von 16 bis 18 Uhr die Werkstatträume in Lambrecht für Kinder, die Lust auf Basteln und Werken haben. Gemeinsam fertigen sie unter fachkundiger Anleitung Vogelfutterhäuschen, Samenkugeln, Minigewächshäuser, Setzkästen oder Kunstwerke aus Ton und Lehm. Jeder Bastelnachmittag widmet sich einem anderen Thema. Als Abschluss und Höhepunkt findet am Samstag, 28. Februar ein Aktionstag statt, an dem die selbstgebauten Kunstwerke präsentiert werden. Die Teilnahme ist an einem, an mehreren oder an allen Kursen möglich und kostet 6 Euro pro Kind und Bastel-Nachmittag. Eine erwachsene Begleitperson pro Kind ist frei.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bittet die Biosphärenakademie um eine verbindliche Anmeldung per Mail an anmeldung@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Weitere Informationen zum Programm gibt es auf der Website des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen unter https://www.pfaelzerwald.de/termine/kategorie/biosphaerenakademie/

oder telefonisch unter der Nummer 06325 9552-45. 

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Gemeinsames Arbeiten und Werken in der Biosphärenakademie. Foto: Biosphärenreservat/Kai Mehn.

Freie Plätze: Fluss-Exkursion, Astro-Abend und Solarbackofen
Ferien-Abenteuer und Naturerlebnisse in der Biosphärenakademie  

Es gibt noch freie Plätze im Sommerferien-Programm der Biosphärenakademie! Wer dabei sein möchte, meldet sich am besten sofort unter anmeldung@pfaelzerwald.bv-pfalz.de an. 

In der letzten Ferienwoche, am Mittwoch, 13. August, geht es unter dem Motto „Was lebt im Speyerbach?“ auf Fluss-Exkursion. Gemeinsam untersucht die Feriengruppe das Fließgewässer und seine tierischen Bewohner. Das Programm richtet sich an Kinder sowie an Familien. Start ist um 14 Uhr an der Biosphärenakademie in Lambrecht. Von dort fährt die Gruppe in Fahrgemeinschaften zum Speyerbach. Ende der Veranstaltung ist um 17 Uhr.  

Wer sich für den Sternenhimmel interessiert, ist am Freitag, 15. August in der Biosphärenakademie richtig. An diesem Abend werden ab 19.30 Uhr Sternenteleskope gebaut, um damit den Nachthimmel zu beobachten. Experten der Studentischen Arbeitsgemeinschaft Astronomie, kurz SAGA, vermitteln spannendes Wissen zu Sternen und zur Sternenbeobachtung. Die Abendveranstaltung endet gegen 23 Uhr. 

Am Sonntag, 17. August, werden von 10 bis 14 gemeinsam Solarbacköfen gebaut und, sofern es die Sonne zulässt, auch gleich ausprobiert. Solarbacköfen bieten eine außergewöhnliche und günstige Möglichkeit, mit Hilfe der Sonne zu Backen und Speisen warm zu halten. Der selbstgebaute Backofen darf im Anschluss mit nach Hause genommen werden. 

Weitere Infos gibt es online unter www.pfaelzerwald.de/biosphaerenakademie oder telefonisch unter 06325 9552-45.

 

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald und seine Biosphärenakademie

Eine Kräuterbar, eine Holzwerkstatt und eine Wasserwerkstatt laden in der Biosphärenakademie zum Tüfteln, Lernen und Erleben ein. Ziel ist es, den Biosphären-Leitgedanken „Mensch und Biosphäre“ für die Menschen in der Region und darüber hinaus erfahr- und erlebbar zu machen. Mit einem breit gefächerten Angebot von Exkursionen und Führungen über handwerkliche Kurse, Themen- und Erlebnistage bis zu Vorträgen und Schulklassenveranstaltungen eröffnet die Biosphärenakademie vielfältige Möglichkeiten, das Biosphärenreservat, seine Grundlagen und seine Besonderheiten zu entdecken und zu verstehen. 

 

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In der Biosphärenakademie werden Solarbacköfen selbst gebaut. Foto: Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen/Uli Diehl

Noch Plätze frei: Programm in der Biosphärenakademie

Beim Biosphären-Spieltag für Familien wird es am Mittwoch, 23. Oktober, von 15 bis 17 Uhr einen bunten Mix aus Brettspielen, Gesellschaftsspielen und Bewegungsspielen geben. Das besondere daran: Die Teilnehmenden stellen aus Naturmaterialen die Spielutensilien selbst her. Der Unkostenbeitrag liegt für Erwachsene bei 6 Euro, für Kinder bei 3 Euro.

Um Kürbisse und was man daraus machen kann, geht es am Donnerstag, 24. Oktober, von 10 bis 13 Uhr. In diesem Kurs wird gemeinsam gebastelt, gekocht und gegessen. Kurz vor Halloween dürfen die Kürbisse auch als gruselige Laterne für einen schaurigen Abend gestaltet werden. Der Kurs kostet 10 Euro für Erwachsene, 6 Euro für Kinder.

Ein Steinmetzkurs für Kinder findet am Samstag, 26. Oktober, statt. Zwischen 10 und 16 Uhr lernt die Gruppe den Umgang mit Werkzeugen und wie sich Sandstein mit einfachen Techniken bearbeiten lässt. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Jedes Kind stellt an diesem Tag ein eigenes kleines Kunstwerk her, das mit nach Hause genommen werden kann. Die Kosten liegen bei 25 Euro pro Person.

Anmeldungen bitte per Mail an i.mansmann@pfaelzerwald.bv-pfalz.de.

Gärten für die Artenvielfalt

Wie jedes Jahr im September fand auch jetzt wieder die Preisverleihung des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „Gärten für die Artenvielfalt“ statt.

Der Focus des Wettbewerbs lag 2024 auf dem Thema „Biodiversität in kleinen Gärten“. Von 41 Bewerbungen kürte die Jury, bestehend aus Spezialisten und Spezialistinnen für Wildpflanzen, Ornithologie, Ökologie, Baum- und Insektenkunde sowie Landschaftsgärtnerei, bei einem Besuch vor Ort die zehn besten Gärten. Der erste Preis ging an Xavier Combeau aus Kutzenhausen. Weitere Preise erhielten auf französischer Seite Sébastien Günther aus Volksberg, Claudine Collin aus Struth, Stéphane Roser aus Ingwiller und Monika Fuchs aus Lobsann. Auf deutscher Seite gingen Auszeichnungen unter anderem an Jana Schnappauf aus Bad Dürkheim, Sabrina Müller aus Dahn, Martina Wagner aus Pirmasens und Anja Frischkorn aus Fischbach bei Dahn. Einen Sonderpreis für ihren Balkon erhielt Sandra Kijok aus Kaiserslautern. Über eine Sonderauszeichnung für „Weiterentwicklung des Gartens“ freuten sich Marcus und Karin Arnold aus Lambrecht. Neben Sachpreisen wie Vogelhäuschen, Fachliteratur oder Gartenscheren erhielten alle Preisträgerinnen und Preisträger eine Plakette für ihren Gartenzaun.

„Natur macht vor Grenzen keinen Halt und ich freue mich, dass nahezu achtzig Menschen aus Frankreich und Deutschland hier zusammenkommen“, begrüßte Hubert Walter, Vize-Präsident des Naturparks Nordvogesen die Gäste bei der Preisverleihung. Die Veranstaltung fand im „Garten der vier Jahreszeiten” statt, mit dem Laure Hirlemann den ersten Preis des Wettbewerbs 2023 gewonnen hatte. „Ich habe durch die Beteiligung am Wettbewerb und den Austausch mit den anderen Teilnehmern so vieles Neues gelernt“, erklärte Hirlemann. In ihrem Garten legt sie besonderen Wert auf einen äußert sparsamen Einsatz von Gießwasser und eine große Vielfalt an mehrjährigen Pflanzen, die nicht nur zahlreichen Insekten, sondern auch Amphibien, Vögeln und kleinen Säugetieren wie Eichhörnchen und Igeln ein Zuhause bieten.

Gefördert wird die Aktion unter anderem mit Mitteln aus dem Interreg-Programm Oberrhein sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz.

2025 richtet sich der Wettbewerb „Gärten für die Artenvielfalt“ insbesondere an Gärtnerinnen und Gärtner mit jungen, neu angelegten Gärten. Interessenten und Interessentinnen können sich ab März 2025 bewerben.

Tierfreundlich und nachhaltig

 

Die Hauensteiner Mühler ist neuer Biosphären-Partnerbetrieb!
Claus und Diana Debnar halten auf dem Gelände rund um das denkmalgeschützte Mühlengebäude neun Milch- und Mutterkühe, rund 100 Milchschafe, Hühner sowie eine Herde Hochlandrinder zur Beweidung von Landschaftsflächen. „Naturschutz ist uns wichtig und sollte schon in der Schule Thema sein“, erklärte Claus Debnar. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet er nach den Grundlagen des ökologischen Landbaus, seit 2011 ist der Betrieb biozertifiziert. Während er den Hof in seinen Anfängen im Nebenerwerb führte, bewirtschaftet er ihn inzwischen zusammen mit seiner Frau Diana hauptberuflich.

Herzstück ist die hofeigene Käserei, in der vor allem Kuh- aber auch Schafsmilch zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet wird. Dabei legen Claus und Diana Debnar besonderen Wert auf das Tierwohl. Sowohl Kälbchen als auch Lämmer werden muttergebunden aufgezogen. „Bedingt durch die artgerechte Tierhaltung verarbeiten wir nur die Milch, die von den Jungtieren übriggelassen wird“, erklärte die Landwirtin.
Alle Produkte werden in wiederverwendbaren Pfandgläsern oder biologisch abbaubaren Verpackungen angeboten.

Neben dem Hofladen, der freitags und samstags geöffnet ist, befindet sich auf dem Gelände der Hauensteiner Mühle auch das „Käsehäuschen“. Hier sind die hofeigenen Produkte an sieben Tagen in der Woche jeweils von 7 bis 19 Uhr erhältlich.

Herbstwanderungen mit den Biosphären-Guides

Wer den Pfälzerwald im Herbst erkunden möchte, ist bei den geführten Wanderungen der Biosphären-Guides richtig: Die Experten und Expertinnen bieten im Oktober drei Termine an, bei denen sie erstaunliches Wissen über Pflanzen, Tiere und das einzige grenzüberschreitende Biosphärenreservat Deutschlands vermitteln.

Am Samstag, 5. Oktober führt Johanna Thomas-Werling unter dem Motto „Ä Tännchen please – prima fürs Klima im Pfälzerwald“ rund um den St. Germanshof nahe der französischen Grenze. Ein besonderes Augenmerk liegt bei der rund sechs kilometerlangen Wanderung auf der Weißtanne. Die Gruppe wird die speziellen Eigenschaften dieses Baums mit allen Sinnen erforschen. Die Tour beginnt um 13 Uhr am Wanderparkplatz in Bobenthal und endet um 17 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro pro Person, Kinder sind in Begleitung Erwachsener frei. Anmeldungen sind bis zum 2. Oktober möglich. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei acht Personen.

Susanne Ecker stellt am Freitag, 11. Oktober zwischen 15 und 17 Uhr die Mehlinger Heide vor. Das Gebiet steht seit 2001 unter Naturschutz und ist nach der Lüneburger Heide die zweitgrößte Heidelandschaft Deutschlands. Im Rahmen der vier kilometerlangen Wanderung geht es um die Entstehung der Heide und ihren Reichtum an seltenen Pflanzen und Tieren. Die Tour trägt den Titel „Aus Arm wird Reich“ und kostet pro Person neun Euro. Treffpunkt ist am Parkplatz der Firma Jacob Becker, An der Heide 10, in Mehlingen. Anmeldeschluss ist der 9. Oktober. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei sechs Personen.

Bei beiden Touren sind feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung erforderlich. Informationen und Anmeldung beim Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen unter info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de oder telefonisch unter 06325 9552-0.

Um essbare Wildkräuter geht es am Sonntag, 20. Oktober. Zwischen 15 und 17 Uhr laden Ursula und Johannes Schauer zu einem Spaziergang ein und stellen Inhaltsstoffe und Verwendung von Wildkräutern in Küche und Heilkunde vor. Die Gruppe trifft sich an der Kräuterschule Wildwiese (ehemaliges Biosphärenhaus) in Fischbach. Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person. Weitere Informationen und Anmeldung unter kontakt@wildwiese.com oder telefonisch unter 0152 27784008.