Der Naturpark Pfälzerwald in Rheinland-Pfalz und der Parc naturel régional (PNR) des Vosges du Nord in Frankreich formen das Biosphärenreservat, das sich über eine Fläche von 3 105 km² erstreckt.

Aus der Zusammenarbeit der beiden Naturparke entstand 2012 eine Studie zum grenzübergreifenden Biotopverbund. Daraus wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt, um einen ökologischen Korridor in der grenzüberschreitenden Region einzurichten. Diese sollen nun im Rahmen des durch die EU geförderten LIFE-Projektes umgesetzt werden.

Das EU-Projekt „LIFE Biocorridors“ will ein grenzüberschreitendes ökologisches Netzwerk im Biotopverbund Pfälzerwald-Nordvogesen schaffen. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen in Wald, Wiesen und an Wasserläufen durchgeführt. So sollen beispielsweise Altholzinseln entstehen, die als Nahrungsquellen, Rückzugsorte und Lebensräume für Tiere und Pflanzen dienen, Fichten und Douglasien teilweise entnommen und Buchen, Erlen und andere Laubgehölze in Klumpen gepflanzt werden, um den Laubwaldanteil zu erhöhen. Beim Grünland geht es darum, die zurzeit brachliegenden nährstoffarmen, artenreichen und trockenen Magerwiesen durch Mulchen oder mit Handarbeit zu entbuschen, um das Zuwachsen der Flächen zu verhindern, damit Offenland wieder entsteht und eine Nutzung ermöglicht wird. Auch Feuchtwiesen sollen gemulcht werden, damit sie extensiv als Weide genutzt werden können. In alten Streuobstbeständen sind viele Obstbäume freizuschneiden und rund 500 neue zu pflanzen. Die Gewässermaßnahmen betreffen zwei Nebenflüsse der Wieslauter. Hier müssen eine Schwelle, die ein Aufstiegshindernis für Wassertiere darstellt, entfernt und eine Rampe gebaut beziehungsweise eine Verrohrung erneuert werden, damit die Fische ungehindert wandern können.

Die Projekt-Koordinatorinnen Sabine Hoos (D) und Pishum Migraine (F)
Die Projekt-Koordinatorinnen Sabine Hoos (D) und Pishum Migraine (F)

Projektträger ist Sycoparc, der für den Naturpark Nordvogesen zuständig ist. Mit ihm führt die Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwalds, die eigens in Dahn eingerichtet wurde, das Projekt durch, das heißt, es finden regelmäßig Treffen statt und man profitiert von den Erfahrungen des Partners. Während im Pfälzerwald der Schwerpunkt auf dem Offenland liegt, sind es in Frankreich vor allem Maßnahmen im Wald und in Gewässern. Für das grenzüberschreitende LIFE-Projekt werden insgesamt 3,6 Millionen Euro durch die EU und durch die Projektpartner in beiden Ländern zur Verfügung gestellt. Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz unterstützt hierbei die Maßnahmen mit 564.728 Euro. Darüber hinaus arbeitet das „LIFE Biocorridors“-Büro eng mit der Forstverwaltung, den Gemeinden, der Unteren Naturschutzbehörde und den Biotopberatern zusammen. Auch soll die Bevölkerung eingebunden werden, die durchaus eine große Identifikation mit der Kulturlandschaft erkennen lässt. Vor allem will man für ausreichende Information sorgen, beispielsweise mit Hilfe von Schautafeln in örtlicher Nähe zu den einzelnen Maßnahmen und durch eine auskunftsstarke Internetseite. Darüber hinaus sollen Schnitt- und Pflegekurse für Obstbäume und Hecken angeboten werden. Schließlich ist es wichtig, dass die sich in mehr als tausenden Jahren entwickelte Kulturlandschaft des Pfälzerwalds in all

Kontakt zu unserem Projektbüro:

Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen – Projektbüro „LIFE Biocorridors“
Sabine Hoos (Projektkoordinatorin)
Telefon 06391 8668094
s.hoos@pfaelzerwald.bv-pfalz.de

Vogelsbergstraße 31
66994 Dahn