Geocaching_Web

Es gibt einige Verhaltensregeln für ein naturverträgliches Geocaching, damit die Jagd nach dem „Schnitzel“ zu einem Naturerlebnis im Einklang mit den Belangen des Naturschutzes wird:

Naturschutzgebiete sind für Caches abseits der Wege tabu!

Das Betreten solcher Gebiete ist genau geregelt. Sofern dies gestattet ist, gilt dies nur für die Wege. Daher dürfen Caches nur unmittelbar am oder auf dem Weg platziert sein.

Gesetzlich geschützte Biotope sind kein Ort für Caches!

Gesetzlich geschützte Biotope können u. a. natürliche Gewässerufer, Moore und Quellbereiche, offene Block-, Schutt- und Geröllhalden, Lehm- und Lösswände, Sumpf- und Auewälder oder offene Felsbildungen sowie Feucht- und Trockenwiesen sowie -weiden sein. Diese zum Teil sehr seltenen Lebensräume bieten besondere Lebensbedingungen, die eine Vielzahl von geschützten und bedrohten Moosen, Blütenpflanzen, Insekten, Reptilien, Vögeln oder anderen Wildtieren beheimaten. Eine Beeinträchtigung oder gar Zerstörung solcher Biotope ist gesetzlich verboten und daher sind sie auch kein Ort für das Verstecken von Geocaches.

Baumhöhlen dürfen nicht als Caches genutzt werden!

Baumhöhlen sind seltene und wichtige Lebensstätten vieler geschützter Arten wie Spechte, Eulen sowie Fledermäuse und Siebenschläfer. Viele dieser Arten sind in Deutschland hochgradig gefährdet. Daher sind nicht nur diese Tiere, sondern auch ihre Wohnquartiere geschützt und dürfen keinesfalls gestört werden.

Höhlen, auch scheinbar von Tieren unbewohnte, werden nicht mit Caches besetzt!

Auch Höhlen und Erdfälle stellen Lebensräume für viele Tierarten, zum Beispiel von Fledermäusen, dar. Vor allem während der Zeit der Jungenaufzucht und während des Winterschlafs bedeuten solche Störungen den sicheren Tod der Tiere.

Brut- und Aufzuchtzeiten sind besonders sensibel und zu beachten!

Die Brut- oder Aufzuchtphase  zwischen Mitte März bis Juli ist eine besonders kritische Zeit für Vogel- und andere Wildtierarten. Störungen können schnell den Tod der Jungtiere zur Folge haben, weil z.B. Vogelgelege auskühlen. Das Aufschrecken eines Wildschweins mit Frischlingen kann auch für den Störer zum Risiko werden. Das Verlassen der Wege muss daher die Ausnahme bleiben. Nachts hingegen sollten Wege grundsätzlich nie verlassen werden! Zudem sind Störungen der Tiere im Unterholz durch starke Taschenlampen auf jeden Fall zu vermeiden.