Entstehung

Der Naturpark Pfälzerwald wurde im Jahr 1958 gegründet. Er war seinerzeit einer der ersten Naturparke in Deutschland und gehört heute mit einer Größe von 179.000 Hektar mit zu den größten Naturparken im Bundesgebiet. Primäres Ziel des Naturparks war es, für die Bevölkerung der umliegenden Ballungsräume eine großräumige, weitgehend unberührte und naturnahe Landschaft als Ort der Erholung und Begegnung mit der Natur zu erhalten und erschließen. Offiziell unter Schutz gestellt wurde er im Jahr 1967 als Landschaftsschutzgebiet „Naturpark Pfälzerwald“; aktualisiert und erweitert wurde die Unterschutzstellung mit der Landesverordnung über den Naturpark Pfälzerwald von 1984 deren Ziel es war, den Landschaftsraum zu schützen, um die Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Gebiets zu erhalten. Im Jahr 2007 erfolgte eine weitere Aktualisierung der Landesverordnung, in der nun auch die Aufgaben des Naturparks als deutscher Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen definiert sind.

Denn bereits im Jahr 1992 wurde der Naturpark wegen seines besonderen Vorbild- und Modellcharakters als 12. deutsches Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt und in das weltweite Netz der Biosphärenreservate aufgenommen. Damit wurde der Pfälzerwald ein wichtiger Mosaikstein für die globale Erhaltung der biologischen Vielfalt und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen der Erde. Spezielle Entwicklungs- und Förderprogramme, Forschung, Umweltbeobachtung und Schaffung eines breiten Umweltverständnisses sollen ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und belebter Umwelt einleiten und langfristig sichern. Seit dem Jahr 1998 ist das Gebiet der deutsche Teil des grenzüberschreitenden deutsch-französischen UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen.

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Landschaftliche Eigenart

Der Naturpark besteht aus zwei großen Naturräumen: dem Pfälzerwald und einer sich östlich anschließenden rebenbestandenen Landschaft, die als Weinstraße bezeichnet wird. Von Westen nach Osten wird der Pfälzerwald von drei großen, tiefeingeschnittenen Bachtälern durchschnitten; dies sind im Süden das Queichtal, in der Mitte das Hochspeyerbachtal und im Norden das Isenachtal. Eine Vielzahl von Seitentälern untergliedern das Mittelgebirge weiter und bewirken so die besondere Vielgestaltigkeit der Landschaft.

Der Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Rund 70% der Bestockung wir aus Nadelhölzern gebildet, wobei die Kiefer an erster Stelle steht, weil sie am besten mit den trockenen und nährstoffarmen Sandböden des Buntsandsteins zurechtkommt. Berühmt sind auch die wertvollen Furniereichenbestände des inneren Pfälzerwaldes und die Edelkastanienwälder am Fuß des Pfälzerwaldes zur Weinstraße hin.

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Sehenswertes

Zahlreiche Burgen und Burgruinen machen dem Besucher deutlich, dass dieses Gebiet im Mittelalter das Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war. Hervorzuheben sind die Reichsfestung Trifels, in der eine Nachbildung der Reichsinsignien besichtigt werden kann, die Besucherburg Berwartstein mit ihren unterirdischen Gewölben und das Hambacher Schloß, das Wahrzeichen für den Freiheitswillen des deutschen Volkes. Besondere Blickfangpunkte in der Landschaft sind die Felsentürme des südlichen Pfälzerwaldes, deren leuchtende Farben mit der Tageszeit und dem Eisenanteil im Gestein wechseln. Neben Ausgangspunkten für viele Sagen waren sie auch Standorte für viele Felsenburgen und stellen heute gern besuchte Wanderziele und Kletterobjekte dar.

An der Weinstraße machen das Rebenmeer mit Hohlwegen und Weinbergsterrassen , Obst- und Mandelbäumen und dem kastanienreichen Waldrand den besonderen Reiz des Gebiets aus. Die darin eingebetteten Weindörfer besitzen besonders reizvolle und historisch gewachsene Ortsbilder, in denen sich die Weinkultur wiederspiegelt. Hier sorgt das wärmste Klima Deutschlands dafür, dass Feigen, Kiwis und sogar Zitronen reifen.

Eine ausführliche Darstellung des Naturparkgebiets bietet der Pflege- und Entwicklungsplan Naturpark Pfälzerwald, zuletzt fortgeschrieben im Jahr 2002:

EntwicklungsplanNeupdf

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