Seit 2015 wird am Gräfenhausener Wingertsberg durch die Beweidung mit Eseln, Ziegen und Heckrindern sowie mechanische Pflege eine halboffene Weidelandschaft entwickelt. Die tierischen Landschaftspfleger gestalten jeder auf seine Art und Weise eine mosaikartige Biotopstruktur. Sie besteht aus Offenland, Büschen, Vorwald, sowie Streuobstwiesen mit einer hohen Artenvielfalt. Nicht zuletzt wird dadurch das Ortsbild von Gräfenhausen mit den freien Sichtachsen ins Trifelsland aufgewertet.

Macht den Schlehen den Garaus: Burenziege am Gräfenhausener Wingertsberg

Der Wingertsberg war bis in die 70er Jahre durch intensive weinbauliche Bewirtschaftung und obstbauliche Nutzung geprägt. Die Arbeit am Steilhang war jedoch sehr kosten- und arbeitsaufwändig, so dass die intensive Bewirtschaftung der Parzellen aufgegeben wurde. Der Wingertsberg wurde zunehmend von Buschwerk wie Schlehe, Brombeeren und Wildrosen überwuchert und seltene Vogelarten wie der Wendehals oder die Zauneidechse drohten zu verschwinden.

Projektpartner sind das Umweltministerium Rheinland-Pfalz, das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz, die Untere Naturschutzbehörde im Kreis Südliche Weinstraße, das Biosphärenreservat Pfälzerwald Nordvogesen und die Stadt Annweiler am Trifels.

 

Unser Tipp!

Der Gräfenhausener Wingertsberg ist nicht nur eine Auerochsen-, Esel- und Ziegen-, sondern auch eine Augenweide! Streifen Sie auf einem 3 Kilometer langen Rundweg um das Gelände, genießen Sie die von den Tieren geschaffene, strukturreiche Landschaft, lassen Sie den Blick in Richtung Burgendreifaltigkeit Trifels, Anebos und Münz streifen und erfreuen Sie sich an den Tieren. Auch Kinder freuen sich sicherlich, wenn Sie immer wieder einen Blick auf die fleißigen Landschaftspfleger erhaschen. Auf den Weg macht man sich am besten ab dem Gräfenhausener Schulhaus. Hier geht zum zum Flyer mit Infos zum Beweidungsprojekt und zum Rundweg.