| Ein
Besucherlenkungskonzept für den Naturpark Pfälzerwald |
|
Mit der Landesverordnung über den "Naturpark Pfälzerwald" von 2007 erhielt der Trägerverein des Naturparks Pfälzerwald die Aufgabe ein Handlungsprogramm zu erstellen, das u.a. dazu dienen soll, Maßnahmen der Besucherlenkung und Besucherinformation nach einheitlichen Leitlinien zu initiieren, koordinieren und durchzuführen. Diese Aufgabenstellung möchte der Trägerverein, anknüpfend an die guten Erfahrungen aus dem Charta-Prozess vor 5 Jahren, wieder in guter Zusammenarbeit mit den regionalen und lokalen Organisationen und Institutionen durchführen. Außerdem gehören Beteiligungsverfahren und Mitwirkungsmöglichkeiten „... von Behörden, örtlichen Gemeinschaften und privaten Interessen bei der Bestimmung und Ausübung der Funktionen eines Biosphärenreservates..." zu den Kriterien, die Voraussetzung sind, um als Biosphärenreservat anerkannt zu werden. Eine weitere Vorgabe der UNESCO ist es, die Kernzonen so gut wie möglich vor menschlichen Einflüssen zu schützen und in den Pflegezonen Vorkehrungen für „Mechanismen zur Lenkung der menschlichen Nutzung und Aktivitäten..." zu treffen. Schließlich sollen für das Gesamtgebiet „Strategien oder Pläne zur Bewirtschaftung des Gebietes als Biosphärenreservat" entwickelt werden. Der Naturpark Pfälzerwald wird von der Bevölkerung als ein Landschaftsraum mit hoher Freizeitqualität wahrgenommen. Er bietet mit seinen weiten naturnahen Waldlandschaften mit Felsen, Burgruinen, den bewirtschafteten Hütten des Pfälzerwaldvereins und der Naturfreunde und der sich im Osten anschließenden Weinstraße mit ihrem mediterranen Flair attraktive Landschaftsräume, deren Unterschiede auch in differenzierten Freizeitangeboten erlebbar sein sollten. Bedingt durch die Vielzahl unterschiedlicher, teilweise auch in Konkurrenz zueinander stehender naturgebundener Freizeitaktivitäten der verschiedenen Akteure ist aber eine unübersichtliche Gemengelage entstanden, die dem Erholungssuchenden die Orientierung erschwert und damit die Qualität des Angebotes schmälert. Dazu kommt, dass sich der Trägerverein Naturpark Pfälzerwald neuen Herausforderungen gegenüber sieht, die durch die deutschlandweite Renaissance der Wanderbewegung und durch das Aufkommen neuer Outdoor-Freizeitaktivitäten verursacht werden. Die Menschen zieht es zwecks sportlicher Aktivitäten in zunehmender Zahl in die deutschen Mittelgebirge. Die Industrie stellt dazu entsprechendes innovatives Sportgerät und Ausstattung zur Verfügung. Die Einrichtung eines Mountainbike-Parks mit einem attraktiven Angebot zur Kanalisierung der Mountainbiker, die Anlage von über einem Dutzend Nordic-Walking-Parcours und die Ausweisung neuer Premium- und Prädikatswanderwege sind sichtbare Ergebnisse dieser Entwicklung im Naturpark Pfälzerwald. Auch dies hat maßgeblich zur verwirrenden Vielfalt unterschiedlich gestalteter und gewarteter Wegemarkierungen beigetragen. Um dem abzuhelfen soll nun ein Konzept zur Besucherlenkung und -information erarbeitet werden, das für den gesamten Naturraum einheitliche Leitlinien, und konkrete Qualitätskriterien und -Standards für eine einheitliche touristische Entwicklung vorschlägt und Handlungsempfehlungen zu deren Umsetzung macht. Geschehen soll dies in einem offenen, von „neutralen" Moderatoren professionell begleiteten Prozess, bei dem alle wichtigen Akteure und Multiplikatoren aus der Region mit einbezogen werden. Das Büro BTE Tourismusmanagement, Regionalentwicklung (Hannover / Berlin), das über große Erfahrung in diesem Bereich verfügt, wird die inhaltliche und organisatorische Beratung übernehmen. Die Ergebnisse des Besucherlenkungs- und Informationskonzept Naturpark Pfälzerwald sollen darüber hinaus in Zukunft auch in vielfältiger Weise als Steuerungsinstrument dienen. Sie sollen Qualitäts steigernd und koordinierend im Hinblick auf eine einheitliche touristische Entwicklung des Naturparks Pfälzerwald dienen. Sie sollen sowohl beim Einsatz von Fördermitteln, als auch in öffentlichen Verfahren und Planungen als Entscheidungsgrundlage mit herangezogen werden. Durch frühzeitige Abstimmung sollen so in Zukunft Nutzungskonflikte, z.B. zwischen touristischen Projekten und Belangen des Naturschutzes, vermieden werden. Mit der Erarbeitung des Konzepts wurde die Firma "BTE Tourismusmanagement, Regionalentwicklung" aus Hannover beauftragt. Das fertige Gutachten wurde im April 2010 vorgelegt.
|
| Dokumente zum
downloaden(pdf): |
|
Vorstellung und Diskussion des
Besucherlenkungskonzepts in der Region Nord am 29. Juni 2010 in Hertlingshausen |
|
Vorstellung und
Diskussion des Besucherlenkungskonzepts in der Region Mitte am 26. Mai 2010
in Lambrecht |
|
Vorstellung und Diskussion des
Besucherlenkungskonzepts in der Region Süd am 25. Mai 2010 in Hauenstein |
|
Endbericht zum Besucherlenkungs- und
Informationskonzept Naturpark Pfälzerwald (8 MB) Protokoll zur Sitzung der Arbeitsgruppe Nord 3.Februar 2010 |
|
Protokoll der 3. Lenkungsgruppensitzung vom 3.Februar
2010 |
|
Protokoll zur Sitzung der Arbeitsgruppe Süd vom 2.
Februar 2010 |
|
Präsentation der Zwischenergebnisse bei der
Mitgliederversammlung am 16. Dezember 2009 in Lambrecht |
|
Tischvorlage für die Arbeitsgruppensitzung Nord am
27.Oktober 2009 in Lambrecht |
|
Referenzraum Nord Karte1
Karte 2
Karte 3 |
|
Übersichtskarte über die Referenzräume
(Raum Süd wurde nach Ludwigswinkel verlegt) |
|
Leitlinien zur Besucherlenkung |
|
Protokoll der 2. Lenkungsgruppensitzung vom 26.Oktober
2009 |
| Protokoll der Auftaktveranstaltung in Hauenstein vom 26. Mai 2009 |
|
|